CAS Systemische Seelsorge AWS

Theologische Fakultät der Universität Bern, Theologische Hochschule Chur, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz

Vermittelte Kompetenzen:

  • Systemische Sicht von Einzelpersonen, Familien, Gruppen, Teams, Organisationen kennen und in seelsorglichen Begegnungen umsetzen (systemisches Denken).
  • Einüben systemischer Methoden und Interventionen in Rollenspielen aus der eigenen Praxis mit Einzelpersonen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams und Organisationen (systemisches Handeln).
  • Systemische Umsetzung und Anwendung: neuer Lösungsansatz in Gemeinde, Spital, Heim, Teams, Organisationen der Sterbe- und Trauerbegleitung, Konfliktresolution und Interprofessionalität.
  • Systemische Selbsterfahrung: Rolle, Funktion und Auftrag kritisch reflektieren und Ressourcen stärken.
  • Kennen und vernetzen der für die Seelsorge wichtigen Aspekte mit Theologie, Pastoralpsychologie, Spiritualität und Ritualtheorie (systemisch-theologische Reflexion).
Überblick
Abschluss Certificate of Advanced Studies Systemische Seelsorge AWS, Universität Bern und Theologische Hochschule Chur
Start 03/2021
Dauer 2021 - 2022
Umfang 15 ECTS
Turnus jährlich
Flexibler Einstieg möglich Ja
Einzelmodul besuchbar Ja
Ort Bern und extern in Spitälern und Heimen.
Aufgrund der Pandemiesituation und den damit verbundenen behördlichen Vorgaben möchten wir Sie darauf hinweisen, dass einzelne Module oder Teile davon digital durchgeführt oder verschoben werden können.
Sprache Deutsch
Zulassung Universitärer Hochschulabschluss auf Stufe Master in Theologie, Seelsorgeerfahrung oder Erfahrung in ähnlichen Bereichen von Begleitung und Beratung. Zulassung sur Dossier möglich
Kosten CHF 8'000 – 12'000
Trägerschaft Theologische Fakultät der Universität Bern, Theologische Hochschule Chur, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz
Anmeldung

Der CAS SYSA AWS Unibe THC verfolgt die folgenden Lernziele:

  • Systemisches Denken: Die Teilnehmenden verfügen über eine systemische Sicht von Einzelpersonen, Familien, Gruppen, Teams und Organisationen und können diese in seelsorglichen Begegnungen umsetzen.
  • Systemisches Handeln: Die Teilnehmenden kennen systemische Interventionen mit Einzelpersonen, Paaren, Familien, Teams und Gruppen. Sie werden eingeübt in Rollenspielen, in praktischen Seelsorgeeinsätzen in Kirchgemeinde, Spital, Heim, Einzel-, Team- und Gruppenarbeit.
  • Systemische Umsetzung und Anwendung bei Einzelpersonen, in Familien-, Team- und Organisationssystemen der Kirchgemeinde, Gemeinde und Institutionen: Die Teilnehmenden kennen den systemischen Seelsorgeansatz und können ihn in Seelsorgegesprächen mit Einzelnen, Paaren, Familien, Gruppen oder Teams, in Kasualgesprächen, in der Sterbe- und Trauerbegleitung, bei Konflikten, in Institutionen und Organisationen anwenden. Sie können in Gemeinde, Spital, Klinik und Heim vernetzt, insbesondere auch interprofessionell handeln.
  • Systemische Selbsterfahrung: Die Teilnehmenden sind fähig, ihre Rolle, ihre Funktion und ihren Auftrag kritisch zu reflektieren. Sie kennen ihre eigenen Stärken und Schwächen.
  • Systemisch-theologische Reflexion: Die Teilnehmenden kennen für die Seelsorge wichtige Aspekte u.a. von Theologie (insbesondere Pastoralpsychologie), Spiritualität und Ritualtheorie.
  • weitere Infos: www.systemischeseelsorge.ch

Modul A1:

Kick Off

Umfang: 1 Tag / keine ECTS Punkte

Themen:

  • Vorstellung des SYSA-CAS-Studiengangs, Einführung in die Elemente und Module.
  • Erwartungen an Vor- und Nacharbeit.
  • Leistungskontrollen und Fallarbeit.
  • Absenzenregelung, Anmeldung, Immatrikulation, Kosten des Studiengangs.
  • Organisation der Supervisionsgruppen und Praxisgemeinschaften.

Modul A2:

Einführung in die Grundlagen Systemischer Seelsorge

Umfang: 5 Tage / 2 ECTS-Punkte

Themen

  • Was heisst „systemisch“?
  • Systemische Haltungen: vom Symptom zur Lösungsorientierung. Neutralität und Allparteilichkeit. Ressourcenorientierung. Reframing und Utilisieren.
  • Einordnung der systemischen Seelsorge in die Geschichte der Seelsorge.
  • Joining und Erstkontakt: Auftragsklärung und Auftragskarussell.
  • Systemisches Fragen: ressourcenorientiertes Fragen, lösungsorientiertes Fragen, zirkuläres Fragen.
  • Biografie-Arbeit: Einführung in das Genogramm. Eigenes Familiengenogramm zeichnen. Ressourcenorientierte Betrachtung eines Genogramms. Identitätsentwicklung und Biografie in systemischer Sicht.
  • Visualisierende und erlebnisorientierte Methoden.
  • System Pfarramt, System Spital, System Gemeinde: Systeme von Institutionen verstehen. Rollen, Prozesse, Koalitionen, Triangulierungen. Schlüsselpersonen. Die Auswirkungen von Geheimissen.
  • Rollenspiele mit Einzelpersonen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams anhand von Beispielen aus der eigenen Praxis.

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen die Grundlagen systemischen Denkens. Sie sind in der Lage, in ihrem Praxiskontext eine professionelle systemische Haltung einzunehmen. Teilnehmende sind vertraut mit der Theorie systemischer Beratungsmethoden und üben deren praktische Anwendung ein. Sie können an der eigenen und an fremden Biografien mit einem Genogramm arbeiten und dieses ressourcenorientiert interpretieren.

Modul A3:

Kasualien I - Taufe, Konfirmation, Firmung und Trauung

Systemische Ansätze in Einzel-, Paar-, Familien-, Team- und Kasualgesprächen

Umfang: 4 Tage / 2 ECTS-Punkte

Ein separates Trainingsmodul mit vorbereiteten Fallbesprechungen aus der eigenen Praxis ist Teil des Modul A3.

Themen

  • Kasualien in der eigenen Biografie. Identitätsentwicklung und Biografie in systemischer Sicht.
  • Wiederholung: systemisches Denken und systemische Techniken sowohl bei Einzelpersonen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams als auch in Systemen und Institutionen.
  • Trauung:
    • Die Methode des Visualisierens anhand des Traugesprächs.
    • Biblische Texte und Bilder von Liebe.
    • Trauversprechen als Spiegel von Erwartungen an Liebe und Partnerschaft.
    • Interkulturalität in der Ehe.
    • Rollenspiele zum Traugespräch. Fokus: Mehrpersonensetting, Allparteilichkeit.
  • Taufe:
    • Familienzyklusmodelle: Aufgaben im Familienzyklus.
    • Auftragsklärung im Taufgespräch. Offene und verdeckte Aufträge. Zirkuläres Fragen. Rollenspiele zum Taufgespräch. Fokus: Auftragsklärung.
  • Konfirmation/Firmung:
    • Die Konfirmation/Firmung als „Ritual heilsamer Verstörung“ (J. Hermelink).
    • Rollenspiele zum Konfirmanden-/Firmungsgespräch: Fokus: Aufgaben im Lebenszyklus, Mehrgenerationensetting.
  • Arbeit mit Skulpturen in der Systemischen Seelsorge. Arbeit mit dem Familienbrett. Gruppen systemisch leiten.
  • Rollenspiele mit Einzelnen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams. Schwerpunkte: Joining, Allparteilichkeit, Reframing, zirkuläres Fragen, Ressourcen- und Lösungsorientierung und Nachgespräch.
  • Fallbeschreibungen aus der eigenen Praxis werden vorgestellt.

Lernziele

Die Teilnehmenden können die systemischen Interventionen im Mehrpersonen-Setting anwenden. Sie sind fähig, ein Genogramm zu erstellen und können Rollen und Funktionen im seelsorglichen Prozess visualisieren. Sie haben ihr theologisches Tauf-, Konfirmations-, Firmungs- und Trauverständnis in den Gesprächen auf verständliche Weise eingeführt und sind sich über Muster und Abläufe innerhalb des Familiensystems bewusst.

Modul A4:

Kasualien II - Abdankung und Trauer

Systemische Ansätze in Einzel-, Paar-, Familien-, Team- und Kasualgesprächen

Umfang: 4 Tage / 2 ECTS-Punkte

Ein separates Trainingsmodul mit vorbereiteten Fallbesprechungen aus der eigenen Praxis ist Teil des Modul A4.

Themen

  • Joining und Gesprächseinstieg. Allparteilichkeit im Trauergespräch.
  • Trauertheorie: vom Phasen- zum Auftragsmodell der Trauer. Trauer in Systemen und Institutionen, v.a. in Heimen, Spitälern und Gemeinden.
  • Selbsterfahrung: eigene Verluste im Leben. Bewältigung von Verlusten in der eigenen Biografie: Identitätsentwicklung und Biografie in Bezug auf Trauer in systemischer Sicht.
  • Trauer als Ressource – therapeutische Utilisation.
  • Narratives Arbeiten – Neuerzählen der Familiengeschichte nach einem Verlust.
  • Der Trauergottesdienst als Ritual und Hilfe zur Bewältigung des Verlustes. Austausch von liturgischem Material und Beerdigungsansprachen.
  • Begleitung von Trauernden. Besuche bei Trauernden (Nachgespräche).
  • Träume in der Trauerbegleitung. „Sichere Orte“ für Verstorbene und Trauernde.
  • Biblische Hoffnungsbilder.
  • Selbsterfahrung: eigene Ressourcen und spirituelle Quellen in der Trauerbegleitung.
  • Rollenspiele mit Einzelnen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams. Schwerpunkte: Joining, Allparteilichkeit, Reframing, zirkuläres Fragen, Ressourcen- und Lösungsorientierung, Nachgespräch usw.
  • Fallbeschreibungen aus der eigenen Praxis werden vorgestellt.

Lernziele

Die Teilnehmenden können die systemischen Interventionen im Mehrpersonensetting anwenden. Sie sind sich der eigenen Trauerprozesse und Trauererfahrungen bewusst und sind fähig, Zusammenhänge zwischen Trauerbewältigung und Biografie herzustellen. Die Bedeutung der Abschieds- und Trauerrituale bei Sterbenden und Verstorbenen wird aus systemischer Perspektive erörtert sowie im gesellschaftlichen Kontext gesehen. Die eigene Spiritualität, persönliche Ressourcen sowie diejenigen der Trauerfamilien werden thematisiert und in den Zusammenhang mit den biblischen Hoffnungsbildern gebracht.

Modul A5:

Wahlmodul aus SYSA Kursangebot

Umfang: 5 Tage / 2 ECTS-Punkte

Themen

Systemische Sicht und Systemischer Ansatz, Interventionen und Methoden vertiefen, einüben und in der Praxis umsetzen und anwenden.

Angebot verschiedener Wahlmodule:

  • System Kirche: Ein systemischer Blick auf kirchliche Strukturen. Systemische Seelsorge und Organisationsberatung im kirchlichen Kontext.
    • Lernziele: Die Kirchgemeinde mit ihren Leitungsgremien auf kantonaler und gemeindlicher Ebene wird in ihren Abläufen, Funktionen und Strukturen systemisch verstanden. Eigene Erfahrungen sowie das eigene Rollenverständnis können kritisch beleuchtet werden. Die Teilnehmenden bewegen sich dank den systemischen Einsichten in ihrer Rolle, Funktion und Aufgabe mit grösserer Sicherheit, was auch auf die kritische Reflexion zurückzuführen ist. Die Teilnehmenden haben sich der Kirche und ihrer Kirchgemeinde als grösseres Ganzes und als Gottes Schöpfung und Gottes Reich genähert und dadurch neue Impulse für ihre Arbeit formuliert.
  • Basiskurs Palliative Care für Seelsorgende: Zertifikat Ausbildungsniveau A2 gemäss den Richtlinien von «palliative ch». Ein interdisziplinärer Kurs mit Referentinnen und Referenten aus der Palliativmedizin und Palliativpflege mit Schwerpunkt auf der interprofessionellen Zusammenarbeit, den ethischen Herausforderungen sowie der Sterbe- und Trauerbegleitung der Seelsorge.
    • Lernziele: Die Teilnehmenden kennen die Geschichte, Definition, Haltung der Palliative Care. Sie kennen ihre Rolle, Funktion und Aufgabe als Seelsorgende und als Beauftragte für Spiritual Care im interprofessionellen Umfeld. Ebenso sind sie vertraut mit den Rollen und Funktionen und Aufgaben der anderen Fachpersonen im Bereich Palliative Care. Sie haben Klarheit gewonnen über ihre spezifische Aufgabe der Sterbe- und Trauerbegleitung als Seelsorgende und im Erkennen und Begleiten von spirituellem Schmerz. Sie kennen verschiedene Abschieds- und Trauerrituale bei Sterbenden und Verstorbenen und sind fähig, die spirituellen Ressourcen der Betroffenen und ihren Angehörigen zu stärken.
  • System Spital: Systemisches Denken und Handeln in Spital, Klinik und Heim. Es wird ein Einblick in verschiedene Institutionen gegeben. Anhand der Praxis wird der systemische Ansatz vertieft, angewendet und reflektiert.
    • Lernziele: Die Teilnehmenden sind fähig, verschiedene Spital-, Klinik- und Heimstrukturen zu unterscheiden. Sie erkennen, welches ihre Rolle und Funktion in ihrem Setting ist und es gelingt ihnen, dies kritisch zu reflektieren. Sie haben gelernt, ihre Rolle und Funktion im Unterschied zu den anderen Fachpersonen im System Spital zu definieren. Durch systemische Interventionen unterstützen sie Betroffene, deren Angehörige, sondern und Mitarbeitende.
  • Familienstellen – Familienrekonstruktion: Erfahrung mehrgenerationeller Dynamik in Familiensystemen. Durch den Blick auf das eigene und auf fremde Familiensysteme werden Rollen, Funktionen und Ebenen sichtbar und nachvollziehbar.
    • Lernziele: Die Teilnehmenden haben ihr eigenes Genogramm erstellt und haben einen bedeutsamen Ausschnitt ihres Familiensystems in der Selbsterfahrung der Familienrekonstruktion betrachtet. Sie sind fähig, Muster, Rollen, Dynamiken in ihrem eigenen Familiensystem zu erkennen und machen den Transfer von Selbsterkenntnis zum eigenen Rollenverständnis in ihrer Funktion, in ihren Aufgaben und Beziehungen. Durch die Selbsterfahrung lernen sie Muster, Rollen und Dynamiken in anderen Familiensystemen zu erkennen und verstehen deren Bedeutung.
  • Konfliktresolution bei Einzelpersonen, Paaren, Familien, Gruppen und Teams: Herausforderungen im Zusammenleben von Paaren und Familien werden in den Fokus gestellt. Dabei soll der Blick geschärft werden für Beziehungen mit grossem Leidensdruck. Wann kann, soll oder muss interveniert werden?
    • Lernziele: Die Teilnehmenden kennen sich in Prozessen bei Paaren und Familien aus. Sie sind fähig, systemische, lösungsorientierte Ansätze anzuwenden, um Konflikte anzusprechen und zu lösen. Sie integrieren dabei Ressourcen der Pastoralpsychologie, Theologie und Spiritualität.
  • Identität, Rolle, Selbstsorge und Burnout-Prävention: Kreative neue Wege gehen als Theologen und Theologinnen, Seelsorgende und Gemeindepfarrpersonen. Der Umgang mit hohen Erwartungen.
    • Lernziele: Die Teilnehmenden setzen sich mit ihrer eigenen Identität und Rolle als Fachperson auseinander und erkennen eigene Muster im Umgang mit hohen Erwartungen. Sie lernen Stressprävention sowie wirksame Selbstsorge und Burnout-Prävention. Sie werden ermutigt in der Umsetzung ihrer Ideen und bestärkt in ihrem Beruf.

Weitere Themenkreise können durch die Studienleitung als Wahlmodul in Absprache mit der Programmleitung angeboten werden.

Modul A6:

Abschlussmodul

Umfang: 2 Tage / 2 ECTS-Punkte

Themen

Der Studiengang wird mit einem Fachgespräch im Abschlussmodul abgeschlossen, der schriftliche Bericht in Form einer Fallarbeit wird präsentiert und diskutiert. Diese beschreibt einen Seelsorgefall oder eine längere Begleitung mit anschliessender systemischer Reflexion.

Lernziele

Im Abschlussmodul präsentieren die Teilnehmenden ihre Abschlussfallarbeit. Dort zeigen sie ihre Kompetenzen und Lernergebnisse auf, indem sie anhand einer konkreten systemisch-seelsorglichen Begleitung die systemischen Interventionen, Reflexionen und Erkenntnisse erörtern. Sie evaluieren ihren Prozess und benennen ihre Fortschritte, aber auch die Herausforderungen als systemische Seelsorgerinnen und Seelsorger

Modul A7:

Trainingsmodule in Systemischer Seelsorge

Umfang: 2 Tage / keine ECTS-Punkte

  • Trainingsmodul: Als separater Teil des 4-tägigen Modul A3.
  • Trainingsmodul: Als separater Teil des 4-tägigen Modul A4.

Themen

Im Trainingsmodul werden die systemische Sicht, das systemische Handeln und systemische Interventionen anhand von Praxisbeispielen, Rollenspielen und Fallbesprechungen geübt und in Gesprächen reflektiert.

Lernziele

In den Trainingsmodulen entwickeln die Teilnehmenden die Sicherheit, systemisches Denken in der Seelsorgepraxis anzuwenden. Sie sind fähig, in praktischen Beispielen und anhand von Rollenspielen aufzuzeigen, was systemisches Handeln bedeutet und bewirken kann. Die Teilnehmenden haben ihr Verständnis der Chancen und Grenzen der Seelsorge, im spezifischen der systemischen Seelsorge, im Gruppenprozess geschärft.

Modul A8:

Praktika mit Shadowing

Umfang: 6 Tage / 2 ECTS-Punkte

Beim Shadowing begleiten sich je zwei Teilnehmende bei ausgewählten beruflichen Aktivitäten (je 3-4 Besuche im Praxisfeld pro Teilnehmer*in). Ziel der Begleitung ist eine gegenseitige Rückmeldung zu dem, was aus systemischer Sicht wahrgenommen wurde. Die Rückmeldung unter systemischen Gesichtspunkten wird in einem Shadowingbericht verschriftlicht und der/dem Shadowingpartner*in sowie der Studienleitung vorgelegt.

Modul A9:

Praxisgemeinschaft mit Intervision

Umfang: 2 Sitzungen à 3 Stunden / keine ECTS-Punkte

Teilnehmende treffen sich entweder in Gruppen von 4-6 Personen oder sie besuchen ein weiteres Trainingsmodul à 1 Tag.

Gruppensupervision

Umfang: 6 Sitzungen à 3 Stunden/ 1 ECTS-Punkt

Teilnehmende treffen sich in einer festen Gruppe von 4-6 Personen. In den Sitzungen bringen alle Teilnehmende zu jeder Sitzung einen eigenen Fall aus ihrer Seelsorgepraxis mit, den sie in der Supervision besprechen. Wenn möglich bringen sie eine Video- oder Audioaufzeichnung mit, sonst ein Auszug der wichtigen Teile des Gesprächs als Verbatim.

B-Module:

Studiengangübergreifende B-Module

Umfang: 4 Tage / 2 ECTS-Punkte

Studiengangübergreifende B-Module sind thematische Vertiefungsmodule, die von Teilnehmenden aus allen Weiterbildungsstudiengängen im Bereich Seelsorge an der Universität Bern und/oder der Theologischen Hochschule Chur besucht werden können. Es werden zwei zweitägige studiengangübergreifende B-Module (bzw. ein viertägiges) besucht.

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen neuste Entwicklungen in den Bereichen Seelsorge, Pastoralpsychologie, Spiritual Care oder angrenzenden Disziplinen.

Trägerschaft

  • Aus- und Weiterbildung in Seelsorge AWS
  • Theologischen Fakultät der Universität Bern
  • Theologischen Hochschule Chur
  • Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
  • Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz

Dozierende

  • Marcus Maitland, Studienleiter, Pfarrer, MAS Coaching & Supervision in Organisationen, Coach bso, zert. ZRM®-Trainer, Kursleiter/Supervisor
  • Dr. theol. Karin Tschanz, Pfarrerin, Leitung Palliative Care der Ref. Landeskirche Aargau, Systemtherapeutin, Supervisorin
  • Andrea Figge Zeindler, Pfarrerin, Systemtherapeutin ZSB, Krankenhausseelsorgerin,
    Ausbildungspfarrerin, Kursleiterin/Supervisorin
  • Karin Ritter, Pfarrerin, Notfallseelsorgerin, Systemtherapeutin, Kursleiterin/Supervisorin, MAS in Seelsorge und Pastoralpsychologie Unibe
  • Felix Christ, Pfarrer, Systemtherapeut ZSB, MAS in Seelsorge und Pastoralpsychologie Unibe
  • David Kuratle, Pfarrer, Berater an der kirchlichen Beratungsstelle Ehe-Partnerschaft-Familie Bern, Systemtherapeut ZSB, MAS in Seelsorge und Pastoralpsychologie Unibe
  • Stefan Meili, Pfarrer, Berater an der kirchlichen Beratungsstelle Ehe-Partnerschaft-Familie Bern, MAS in Seelsorge und Pastoralpsychologie Unibe

Zulassungsbedingungen sind

  • Universitärer Hochschulabschluss auf Stufe Master in Theologie.
  • Seelsorgeerfahrung oder Erfahrung in ähnlichen Bereichen von Begleitung und Beratung.

Ausnahmen bezüglich der Zulassungsvoraussetzungen können von der Programmleitung „sur Dossier“ genehmigt werden. Bei Personen ohne Hochschulabschluss oder Berufspraxis kann sie weitere Auflagen für die Zulassung machen, damit sichergestellt ist, dass sie den Studiengang erfolgreich absolvieren können.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Formular an.


Die Anmeldung für Einzelkurse erfolgt hier, für B-Module hier.

Kosten

Die einzelnen Module werden in der Regel auf der Grundlage von  CHF 275.- pro Tag (inkl. Kursunterlagen) berechnet , ausser die Kurskosten sind anders ausgeschrieben.  Allfällige Transportkosten, Verpflegung sowie Übernachtungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden. 

Ein CAS-Studium kostet zwischen CHF 8'000.-­ und CHF 12'000.-,

Für den Studienabschluss werden folgende Gebühren erhoben: CAS: CHF 150.- 

Eine Annullationskostenversicherung muss privat abgeschlossen werden.

Einzelmodule

CHF 275.- pro Tag. Allfällige Transportkosten, Verpflegung sowie Übernachtungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.

Kontakt

Vorherige

Liliane Blank

Die Weiterbildung in Systemischer Seelsorge vermittelt Seelsorgenden eine Art Seelsorge-Werkzeug-Koffer gefüllt mit Methoden, Haltungen und pastoralpsychologischen Erkenntnissen. Sie öffnet den Blick auf den Systemcharakter des menschlichen Lebens bzw. das Bewusstsein dafür, dass Veränderungs- und Wachstumsprozesse nicht nur die Person in ihrer Individualität, sondern den Menschen in seinen systemischen Bezügen und somit ein ganzes System betreffen.

Abschlussjahr: 2019

Anschlussmöglichkeiten / thematisch verwandte Studiengänge