CAS Spital- und Klinikseelsorge AWS

Theologische Fakultät der Universität Bern, Theologische Hochschule Chur, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz

Der Studiengang richtet sich sowohl an Neueinsteiger*innen als auch an erfahrene Berufsleute. Er ergänzt die bisherigen Studiengänge mit methodischem Schwerpunkt und vertieft spezifische Themen der Seelsorge in Spitälern und psychiatrischen Kliniken. Die Teilnehmenden werden zu einer professionellen Tätigkeit im Bereich der Spital- und Klinikseelsorge befähigt. Sie können sich als kompetente Fachpersonen in den akademischen Diskurs und in die klinische Praxis einbringen.

CAS Spital- und Klinikseelsorge AWS
Überblick
Abschluss Certificate of Advanced Studies Spital- und Klinikseelsorge AWS, Theologische Fakultät der Universität Bern und Theologische Hochschule Chur
Start 05/2021
Dauer 2021 - 2022
Umfang 15 ECTS
Turnus alle 2 Jahre
Flexibler Einstieg möglich Ja
Einzelmodul besuchbar Ja
Ort Bern
Aufgrund der Pandemiesituation und den damit verbundenen behördlichen Vorgaben möchten wir Sie darauf hinweisen, dass einzelne Module oder Teile davon digital durchgeführt oder verschoben werden können.
Sprache Deutsch
Zulassung Universitärer Hochschulabschluss auf Stufe Master in Theologie, Praxiserfahrung von mindestens 1 Jahr in Spital- oder Klinikseelsorge oder in ähnlichen Bereichen von Begleitung und Beratung im Gesundheitswesen. Zulassung sur Dossier möglich
Kosten CHF 8'000 – 12'000
Trägerschaft Theologische Fakultät der Universität Bern, Theologische Hochschule Chur, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz
Partner Zentrum für Gesundheitsrecht und Management im Gesundheitswesen
Anmeldung

Der Studiengang CAS Spital- und Klinikseelsorge SPKS verfolgt die folgenden Lernziele:

Die Teilnehmenden werden zu einer reflektierten und professionellen Tätigkeit im Bereich der Spital- und Klinikseelsorge befähigt. Sie

  • verfügen über vertiefte Kenntnisse im Schnittbereich von Theologie und Kirche auf der einen sowie Medizin und Gesundheitswesen auf der anderen Seite. Sie kennen verschiedene Konzepte von Seelsorge, spiritueller Begleitung und Spiritual Care im Gesundheitswesen und sind vertraut mit deren spezifischen Möglichkeiten und Grenzen,
  • sind fähig, die eigene theologische, berufliche und persönliche Identität zu reflektieren und sich als kompetente Fachpersonen in den akademischen Diskurs und die klinische Praxis einzubringen,
  • sind in der Lge zur Kooperation mit anderen Berufsgruppen. Sie können die eigene Arbeit transparent machen sowie spirituelle, christliche und seelsorgliche Perspektiven in einen multireligiösen und interkulturellen Dialog einbringen.

Modul A1:

Einführung CAS und Rückblick bisheriger Werdegang

Umfang: 1 Tag / 0.5 ECTS-Punkte

Themen:

  • Information über Inhalte, Ziele, Methoden und Anforderungen des Studiengangs.
  • Konstitution der Kursgruppe, gegenseitiges Kennenlernen.
  • Ausblick auf die kommenden Module, organisatorische Fragen.
  • Grundverständnis von Seelsorge, Selbstverständnis als Seelsorgende, Standortbestimmung.
  • persönliche Selbstsorge, Umgang mit den eigenen Ressourcen.

Lernziele

Die Teilnehmenden sind über den Ablauf des Studiengangs und ihre Aufgaben für einen Abschluss informiert. Sie sind sich ihrer Ressourcen und Grenzen bewusst und in der Lage, sich auf den neuen Studiengang einzulassen. Sie erkennen den aktuellen Stand ihres Könnens und sind bereit, sich darin weiter zu entwickeln.

Modul A2:

Pastoralpsychologie und Theologie

Umfang: 3 Tage / 1.5 ECTS-Punkte

Themen

  • nationale und internationale Entwicklungen in der Spitalseelsorge.
  • aktueller Forschungsstand in Pastoralpsychologie und Spiritual Care.
  • Krankheit, Schmerz und Leid in theologischer Perspektive.
  • Einführung in empirische Studien.

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen aktuelle Entwicklungen im Bereich Pastoralpsychologie und Theologie, die für ihre Praxisfelder relevant sind. Sie verfügen über das nötige methodische Rüstzeug für den Studiengang. Sie sind in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse mit ihren persönlichen Erfahrungen zu verbinden und den eigenen Standpunkt zu reflektieren.

Modul A3:

Das schweizerische Gesundheitswesen sowie strukturelle Besonderheiten von Spitälern und psychiatrischen Kliniken

Umfang: 3 Tage / 1.5 ECTS-Punkte

Themen

  • Die Institution Spital/psychiatrische Klinik und der evidenzbasierte Denk- und Handlungsansatz.
  • aktuelle Entwicklungen im schweizerischen Gesundheitswesen, internationale Trends.
  • somatische Medizin und Psychiatrie: Gemeinsamkeiten und Besonderheiten.

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen Voraussetzungen und aktuelle Entwicklungen des schweizerischen Gesundheitswesens. Sie wissen um Spezifika der Arbeitsweise in den Institutionen «Spital» resp. «Klinik», des evidenzbasierten Denk- und Handlungsansatzes sowie betriebswirtschaftlicher Gegebenheiten und haben die Fähigkeit, strukturelle Zusammenhänge wahrzunehmen, sich in ihnen zu bewegen und sie für die eigene Arbeit zu nutzen.

Modul A4:

Interprofessionalität und Diversität

Umfang: 4 Tage / 2 ECTS-Punkte

Themen

  • interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation.
  • Unterschiede zwischen somatischer Medizin und Psychiatrie.
  • Diversität und Multikulturalität.
  • Seelsorge und Spiritual Care.
  • juristische Aspekte, Seelsorge-/Berufsgeheimnis.
  • Dokumentation.
  • Qualitätsentwicklung und Evaluation.

Lernziele

Die Teilnehmenden vertiefen interdisziplinäre, interreligiöse und interkulturelle Kenntnisse und haben die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kooperation mit anderen Berufsgruppen, anderen Religionen und Kulturen. Sie können die eigene Arbeit transparent machen, konzeptuell verantworten und sowie spirituelle, christliche sowie seelsorgliche Perspektiven in einen interdisziplinären, interreligiösen und interkulturellen Dialog einbringen.

Modul A5:

Medizinethik

Umfang: 3 Tage / 1.5 ECTS-Punkte

Themen

  • grundsätzliche Fragen der theologischen Ethik im Gesundheitswesen.
  • exemplarische Querschnittsthemen der Medizinethik.
  • Methodik der ethischen Entscheidungsfindung.
  • Gesundheitsbegriff, Krankheitsbilder.
  • ethische Fragen in der Psychiatrie.
  • Anwendung auf den Alltag im Spital und in der psychiatrischen Klinik.

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen aktuelle medizinethische Themenbereiche der somatischen und psychiatrischen Medizin und verbinden sie mit ihrem eigenen theologisch-seelsorglichen Selbstverständnis. Sie verfügen über einen reflektierten Gesundheitsbegriff und können ihre seelsorgliche Fachkompetenz je nach Krankheitsbildern und -verläufen einbringen.

Modul A6:

Spitalseelsorge in systemischer Sicht

Umfang: 3 Tage / 1.5 ECTS-Punkte

Themen

  • Überblick über das systemische Denken und die daraus entstandenen Ansätze in der Therapie, die zur systemischen Seelsorge führten.
  • Systemische Betrachtung von Seelsorgesituationen in der Spital- und Klinikseelsorge.
  • Arbeit mit Genogramm, Hypothesenbildung, systemischem Fragen, Lösungs- und Entwicklungsorientierung, Reframing und Neutralität.

Lernziele

Die Teilnehmenden reflektieren und erweitern ihr eigenes Seelsorgekonzept mit dem Fokus des systemisch-therapeutischen Ansatzes. Sie erhalten theoretische Inputs und üben kreativ im geschützten Rahmen anhand von Rollenspielen. Dadurch vertiefen sie ihre Fähigkeit, Gespräche so zu führen, dass es die Betroffenen als hilfreich erleben.

Modul A7

Praxisgemeinschaft

Umfang: 3 Tage / 1 ECTS-Punkt

Themen

Selbstorganisierte Intervision zur Vor- und Nachbereitung von Lernprozessen und der Arbeit an selbstgewählten Themen anhand von Lektüre, Praxiserfahrung und Forschungsfragen.

Lernziele

Die Teilnehmenden organisieren sich in kleinen Gruppen und vertiefen gemeinsam ausgewählte Fragestellungen aus dem Studiengang und ihrer Praxis. Sie erhalten Einblick in andere Praxisfelder und geben einander Impulse für den eigenen Alltag.

Modul A8:

Trainingstage

Umfang: 2 Tage / 0.5 ECTS-Punkte

Themen

Aktuelle Fragestellungen aus den Praxisfeldern der Teilnehmenden. 

Lernziele

Die Teilnehmenden trainieren im geschützten Umfeld berufsspezifische Kompetenzen. Dadurch vertiefen und erweitern sie ihre Berufsidentität im Kontext von Spital und Klinik.

Modul A9:

Praktika und praktikumsbezogene Supervision

Umfang: 6 Tage / 3 ECTS-Punkte

Themen

Individuelle Leistungen werden im Rahmen des Lernvertrags vereinbart. Die Anrechnung von Vorleistungen ist möglich.

Lernziele

Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle, Erweiterung und Vertiefung des persönlichen Handlungsfeldes, individuelle Spezialisierung.

B-Module:

Studiengangübergreifende B-Module

Umfang: 4 Tage / 2 ECTS-Punkte

Themen

Studiengangübergreifende B-Module sind thematische Vertiefungsmodule, die von Teilnehmenden aus allen Weiterbildungsstudiengängen im Bereich Seelsorge an der Universität Bern und/oder der Theologischen Hochschule Chur besucht werden können. Es werden zwei zweitägige studiengangübergreifende B-Module (bzw. ein viertägiges) besucht.

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen neuste Entwicklungen in den Bereichen Seelsorge, Pastoralpsychologie, Spiritual Care oder angrenzenden Disziplinen.

Trägerschaft

  • Aus- und Weiterbildung in Seelsorge AWS
  • Theologischen Fakultät der Universität Bern
  • Theologischen Hochschule Chur
  • Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
  • Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz

Dozierende

  • Dr. theol. Claudia Graf, Pfarrerin, Studienleiterin CAS SPKS
  • Prof. Dr. iur. Regina E. Aebi-Müller, Universität Luzern
  • Dr. phil. Gina Atzeni, Ludwig-Maximilians-Universität München, für die Professionssoziologie
  • Ulrike Büchs, Pfarrerin, Supervisorin CPT, Seelsorgerin PUK
  • Prof. Dr. theol. Eva-Maria Faber, Theologische Hochschule Chur
  • Prof. Dr. med. habil. Dr. phil. (Univ. Basel) Ralf J. Jox 
  • PD Dr. theol. Claudia Kohli, Universität Bern
  • Dr. phil. Karma Lobsang
  • Nicole de Lorenzi, Pfarrerin, Spitalseelsorgerin, Supervisorin CPT
  • Susanna Meyer Kunz, Leitende Pfarrerin Universitätsspital Zürich USZ, MAS Palliative Care Wien, Psychoonkologin, dipl. Pflegefachfrau
  • Prof. Dr. theol. Isabelle Noth, Universität Bern
  • Prof. Dr. iur. Franziska Sprecher, Co-Direktorin des Zentrums Management im Gesundheitswesen MiG, Universität Bern
  • Prof. Dr. theol. Christiane Tietz, Universität Zürich
  • Prof. Dr. theol. Matthias Wirth, Universität Bern
  • Dr. theol. Karin Tschanz, Pfarrerin, Systemtherapeutin, Supervisorin, Ausbildungsleitung Palliative Care und Begleitung

Zulassungsbedingungen sind

  • Universitärer Hochschulabschluss auf Stufe Master in Theologie.
  • Praxiserfahrung von mindestens 1 Jahr in Spital- oder Klinikseelsorge oder in ähnlichen Bereichen von Begleitung und Beratung im Gesundheitswesen.

Ausnahmen bezüglich der Zulassungsvoraussetzungen können von der Programmleitung „sur Dossier“ genehmigt werden. Bei Personen ohne Hochschulabschluss oder Berufspraxis kann sie weitere Auflagen für die Zulassung machen, damit sichergestellt ist, dass sie den Studiengang erfolgreich absolvieren können.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Formular an.


Die Anmeldung für Einzelkurse erfolgt hier, für B-Module hier.

Kosten

Die einzelnen Module werden in der Regel auf der Grundlage von  CHF 275.- pro Tag (inkl. Kursunterlagen) berechnet , ausser die Kurskosten sind anders ausgeschrieben.  Allfällige Transportkosten, Verpflegung sowie Übernachtungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden. 

Ein CAS-Studium kostet zwischen CHF 8'000.-­ und CHF 12'000.-,

Für den Studienabschluss werden folgende Gebühren erhoben: CAS: CHF 150.- 

Eine Annullationskostenversicherung muss privat abgeschlossen werden.

Einzelmodule

CHF 275.- pro Tag. Allfällige Transportkosten, Verpflegung sowie Übernachtungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.

Kontakt

Vorherige

Elmar Bortlik

«Die ersten beiden Module waren sehr anregend. Es gab wie in einer Ellipse zwei Brennpunkte: Theologische Fragen und die Wirklichkeit in den Spitälern andererseits. Spannend!»

Abschlussjahr: voraussichtlich 2021

Anschlussmöglichkeiten / thematisch verwandte Studiengänge