Mit den "Nationale Forschungsschwerpunkten" (NFS) der Schweizerischen Nationalfonds (SNF) werden langfristig angelegte Forschungsprojekte zu Themen von strategischer Bedeutung für die Schweiz unterstützt. Die NFS sind Netzwerke, in denen Forschende an verschiedenen Hochschulen und Forschungsanstalten aus der ganzen Schweiz zusammenarbeiten. Ein NFS wird von einer oder mehreren Heiminstitutionen geleitet, die zusätzlich zur SNF-Finanzierung auch Eigenmittel einsetzen.
Die Universität Bern fungiert als Heiminstitution für zwei laufenden NFS und hat diese Rolle bei fünf abgeschlossenen NFS eingenommen.
Laufende NFS an der Universität Bern
NFS CLIM+ (2026-)
Heiminstitutionen: ETH Zürich, Universität Bern
Der NFS "CLIM+" (Klimaextreme und Gesellschaft: Resilienz stärken) wurde vor Kurzem bewilligt. Weitere Informationen folgen.
Abgeschlossene NFS an der Universität Bern
Die NFS haben die Forschungsschwerpunkte und -strukturen der Universität Bern nachhaltig beeinflusst. Es wurden zum Beispiel neue Professuren und Ausbildungsgänge geschaffen, neue Infrastrukturen und Plattformen zur Verfügung gestellt sowie neue Zentren geschaffen.
NFS RNA & Disease (2014-2026)
Heiminstitutionen: Universität Bern, ETH Zürich
Der “NFS RNA & Disease” brachte Forschungsgruppen zusammen, die sich mit verschiedenen Aspekten der RNA-Biologie befassten, um ein besseres Verständnis der Rolle von RNA bei Krankheiten zu erlangen und RNA-basierte Therapien zu entwickeln. Es wurden Krankheiten untersucht, die durch Störung der Genregulation entstanden, wie z.B. Herzkrankheiten, Krebs, Hirnerkrankungen und Stoffwechselstörungen.
Der NFS RNA & Disease legte den Grundstein für die Swiss Initiative for RNA & Disease, ein nationales Netzwerk, das die Zusammenarbeit innerhalb der Schweizer RNA-Community weiterhin fördern wird.
NFS PlanetS (2014-2026)
Heiminstitutionen: Universität Bern, Universität Genf
Der "NFS PlanetS" erforschte die Entstehung, Entwicklung und Charakterisierung von Planeten und beteiligte sich an mehreren boden- und weltraumgestützten Projekten sowie an internationalen Kooperationen. Die Forschungsgruppen kombinierten astronomische Beobachtungen, Messungen mit Raumfahrzeugen, Laborarbeiten und Modellierungen, um zu einem besseren Verständnis der Planeten beizutragen.
Der NFS PlanetS legte den Grundstein für das Swiss Institute for Planetary Sciences, das als nationales Netzwerk die Zusammenarbeit der Planetenforschungs-Community langfristig fortführen wird.
NFS TransCure (2010-2021)
Heiminstitution: Universität Bern
Der "NFS TransCure" integrierte die Disziplinen Physiologie, Strukturbiologie und Chemie, um neue Erkenntnisse über die Rolle von Transportproteinen und Ionenkanälen bei physiologischen Prozessen im menschlichen Körper zu gewinnen und dadurch neue Therapien für Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose, Neurodegeneration, Herzerkrankungen und Krebs zu ermöglichen.
Einige Aktivitäten des abgeschlossenen NFS werden im Rahmen der Sektion "Ion Channels and Membrane Transporters" der Gesellschaft "Life Sciences Switzerland" weitergeführt.
NFS MUST (2010-2021)
Heiminstitutionen: ETH Zürich, Universität Bern
Im Zentrum des "NCCR MUST" (Molecular Ultrafast Science and Technology) stand die multidisziplinäre Entwicklung experimenteller und theoretischer Instrumente zur Erforschung ultraschneller Prozesse in molekularen Bausteinen, um neue Perspektiven für das Studium molekularer Systeme und zeitaufgelöste Strukturuntersuchungen in Physik, Chemie und Biologie zu ermöglichen.
NFS Trade Regulation (2005-2017)
Heiminstitution: Universität Bern
Der "NFS International Trade Regulation" hat sich mit der Identifizierung und Analyse von spezifischen Aspekten der internationalen Handelsbeziehungen befasst, um die verschiedenen Regelwerke auf internationaler Ebene besser aufeinander abzustimmen. Das Projekt führte zum Ausbau des World Trade Institute (WTI), eines der Kompetenzzentren an der Universität Bern.
NFS Klima (2001-2013)
Heiminstitution: Universität Bern
Der "NFS Klima" baute auf der Tradition der Klimaforschung in Bern auf und verfolgte das Ziel, durch interdisziplinäre Forschung zu einem besseren Verständnis der Variabilität, Vorhersagbarkeit und Risiken des Klimasystems beizutragen. Die Aktivitäten des abgeschlossenen NFS werden am Oeschger Centre for Climate Research (OCCR) der Universität Bern weitergeführt.
NFS Nord-Süd (2001-2013)
Heiminstitution: Universität Bern
Der "NFS Nord-Süd" befasste sich mit der Bewältigung von Syndromen des globalen Wandels in Entwicklungs- und Transitionsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Aktivitäten des abgeschlossenen NFS werden an der Universität Bern im Centre for Development and Environment (CDE), das schweizerische Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung, weitergeführt.
