Porträt Selbstverständnis

Gleichstellung

"Die Zahlen sind ernüchternd"

Prof. Dr. Silvia Schroer

Prof. Dr. Silvia Schroer ist ordentliche Professorin für Altes Testament mit besonderer Berücksichtigung der biblischen Umwelt am Institut für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Bern. Seit letztem Herbst ist sie Vizerektorin Qualität.


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Im letzten Jahr wurden an der Universität Bern insgesamt 16 neue (ordentliche und ausserordentliche) Professuren besetzt. Nur gerade zwei davon sind Frauen. Auch bei den Assistenzprofessuren sieht es nicht viel besser aus: Nur 5 von 20 Stellen wurden mit Frauen besetzt. Und dies, obwohl sich die Uni Bern klare Zielvorgaben für die Förderung der Gleichstellung auf Stufe Professur gesetzt hat: 25% Frauen bei den ordentlichen/ausserordentlichen und 40% bei den Assistenzprofessuren.

Es gibt also noch viel zu tun. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Sachen Gleichstellung auf dem Weg der «Besserung» sind.

Link zu den aktuellen Zahlen

"Wissenschaftliche Karriere und Kinder: Allein geht es nicht"

Prof. Dr. Susan Emmenegger ist Professorin für Privatrecht und Bankrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern.

Zivilistisches Seminar: www.ziv.unibe.ch
 

Je nach Sichtweise ist das Glas beim Thema Wissenschaftskarrieren von Frauen an der Universität Bern halb voll oder halb leer. Ich bin optimistisch: Mit der institutionellen Verankerung der Gleichstellung haben wir heute ein Glas, das wir aktiv füllen können. Das gilt auch für die schwierige Balance von Beruf und Familie. Hier gehört zu den grossen Herausforderungen, dass die wissenschaftliche Karriere in der Partnerschaft effektiv als gemeinsames Projekt gelebt wird. Eine einseitige Verteilung der Familienlasten lässt sich mit den institutionellen Rahmenbedingungen nur begrenzt auffangen. Die Rolle als familieninternes Backup-System: Sie bleibt ein gefährlicher Karriere-Killer.

Porträt Susan Emmenegger / Axel Tschentscher  "Exzellenz ist vielfältig"

Hier finden Sie weitere Porträts von Universitätsangehörigen zum Thema Gleichstellung.

News und Veranstaltungen

Reduktion Beschäftigungsgrad bei Elternschaft

Auszug aus der Personalverordnung des Kantons Bern:

Art. 60c Reduktion des Beschäftigungsgrads nach der Geburt oder Adoption
1 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ab der Geburt oder Adoption eines Kindes auf Gesuch hin Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrads in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent, sofern keine erheblichen organisatorischen oder betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen.

2 Der Anspruch auf Reduktion des Beschäftigungsgrads ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Geburt oder der Adoption geltend zu machen.

3 Die Arbeit mit reduziertem Beschäftigungsgrad beginnt spätestens am ersten Tag nach Ablauf der zwölfmonatigen Frist nach Absatz 2.

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