Porträt Selbstverständnis

Gleichstellung

"Mehr Zeit zum Denken"

Wie kann der Frauenanteil im akademischen Kader erhöht werden? Die Frage der passenden Massnahmen zur Förderung gendergerechter akademischer Karrierewege ist für mich als Gleichstellungskoordinatorin zentral. Die aktive Unterstützung der wissenschaftlichen Laufbahn z. B. durch Mentoringprogramme ist wichtig, denn Nachwuchswissenschafterinnen brauchen weibliche Vorbilder. Zusätzlich bracht es ein strukturelles Umdenken weg vom Model der Vollzeitprofessur hin zu alternativen Führungsmodellen wie Jobsharing und Teilzeitstellen. Noch bedeutender scheint mir aber die vorherrschende Marktlogik des Wissenschaftssystems kritisch zu hinterfragen und - im Sinne von "Slow Science" - auf eine nachhaltige Entschleunigung der Wissenschaftskultur hin zu wirken: Denn Wissenschaft braucht Zeit. Zeit zum Denken.

Miriam Ganzfried ist Politologin und Koordinatorin für Qualitätssicherung und Gleichstellung an der WISO Fakultät der Universität Bern.

Hier finden Sie weitere Porträts von Universitätsangehörigen zum Thema Gleichstellung.

News und Veranstaltungen

Reduktion Beschäftigungsgrad bei Elternschaft

Auszug aus der Personalverordnung des Kantons Bern:

Art. 60c Reduktion des Beschäftigungsgrads nach der Geburt oder Adoption
1 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ab der Geburt oder Adoption eines Kindes auf Gesuch hin Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrads in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent, sofern keine erheblichen organisatorischen oder betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen.

2 Der Anspruch auf Reduktion des Beschäftigungsgrads ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Geburt oder der Adoption geltend zu machen.

3 Die Arbeit mit reduziertem Beschäftigungsgrad beginnt spätestens am ersten Tag nach Ablauf der zwölfmonatigen Frist nach Absatz 2.

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