Porträt Selbstverständnis

Gleichstellung

"Die Universität ist kein politikfreier Raum"

Prof. Dr. Martin Reisigl, Assistenz-Professor für Soziolinguistik, Mitglied der Kommission für die Gleichstellung, hat den Sprachratgeber in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gleichstellung verfasst. Interview auf Uni Intern

 

 

"Die Frage des geschlechtergerechten Sprachgebrauchs ist eine sprachpolitische Frage. Sie betrifft das Recht auf sprachliche Inklusion und auf Schutz vor Diskriminierung. Für die Universität Bern kommen die neuen Empfehlungen zur geschlechtergerechten Sprache zum richtigen Zeitpunkt: Denn obwohl psychologische und linguistische Studien, die auf Wirkungsforschung beruhen, längst gezeigt haben, dass Frauen seltener mitgedacht werden und sich seltener angesprochen fühlen, wenn ausschliesslich männliche Personenbezeichnungen Erwähnung finden, werden immer noch männliche Sprachformen wie «Student»  und «Professor» verwendet, wenn auch auf Frauen Bezug genommen wird.

Ich hoffe, dass diese Empfehlungen einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Geschlechterverhältnisse an der Universität Bern leisten, auch wenn klar ist, dass Sprache auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit nur ein Hebel von vielen sein kann." 

Hier finden Sie weitere Porträts von Universitätsangehörigen zum Thema Gleichstellung.

News und Veranstaltungen

Reduktion Beschäftigungsgrad bei Elternschaft

Auszug aus der Personalverordnung des Kantons Bern:

Art. 60c Reduktion des Beschäftigungsgrads nach der Geburt oder Adoption
1 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ab der Geburt oder Adoption eines Kindes auf Gesuch hin Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrads in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent, sofern keine erheblichen organisatorischen oder betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen.

2 Der Anspruch auf Reduktion des Beschäftigungsgrads ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Geburt oder der Adoption geltend zu machen.

3 Die Arbeit mit reduziertem Beschäftigungsgrad beginnt spätestens am ersten Tag nach Ablauf der zwölfmonatigen Frist nach Absatz 2.

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