Evaluationsformen und deren Auswirkungen
Die Lehrveranstaltungsevaluation an der Universität Bern ist auf drei Erhebungszeitpunkte pro Semester verteilt:



Aber keine Sorge: Das bedeutet nicht, dass ihr für alle eure Lehrveranstaltungen dreimal im Semester Umfragen ausfüllen müsst. Mehr erfahrt ihr, wenn ihr auf die einzelnen Evaluationsformen klickt.
Zwischenevaluation
Zwischenevaluation – Eure Chance zur Mitgestaltung der Lehre
Die Zwischenevaluation ist für die Dozierenden in den meisten Fällen freiwillig.
Sie findet in der Mitte der Durchführungstermine, in der Regel in der ersten Hälfte des Semesters, statt. Sie bietet euch die Gelegenheit, frühzeitig Feedback zu geben.
Hier könnt ihr den Dozierenden mitteilen, wie ihr mit der Lehrveranstaltung zurechtkommt. So können sie noch während des Semesters gezielte Anpassungen vornehmen, um euer Lernen im weiteren Verlauf zu verbessern.
Mehr Informationen über die Zwischenevaluation findet ihr hier.
Beispiel-Umfrage Zwischenevaluation
Schlussevaluation
Eure Meinung zählt!
Die Schlussevaluation findet gegen Ende der Lehrveranstaltungstermine statt und bietet euch die Möglichkeit, aktiv zur Verbesserung der Lehre beizutragen.
Euer Feedback liefert den Dozierenden wertvolle Informationen: Wie habt ihr die Lehrveranstaltung erlebt? Hat sie eure Kompetenzen erweitert? Wie zufrieden seid ihr insgesamt?
Die Ergebnisse der Schlussevaluation helfen nicht nur, die Qualität einzelner Lehrveranstaltungen zu beurteilen, sondern dienen auch der kontinuierlichen Verbesserung der Lehrqualität an der Universität Bern. Basierend auf eurem Feedback setzen die Fakultäten gezielt Massnahmen um, um die Lehre auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln.
Turnus
Jede Lehrveranstaltung wird mindestens einmal in drei Jahren schlussevaluiert. Sollte eine Lehrveranstaltung bei der letzten Evaluation als «unzureichend»
eingestuft worden sein, ist eine erneute Schlussevaluation verpflichtend.
Mehr Informationen über die Schlussevaluation findet ihr hier.
Beispiel-Umfrage Schlussevaluation
Evaluation der Leistungskontrolle
Warum Evaluation von Leistungskontrollen?
Leistungskontrollen (Prüfungen) – ob mündlich oder schriftlich – sind ein zentraler Bestandteil eures Studiums. Häufig richtet sich euer Lernverhalten stärker nach den Prüfungen als nach den Lehrveranstaltungen selbst. In diesem Sinne steuern Prüfungen, wie und was ihr lernt.
Eine gute Prüfung zeichnet sich dadurch aus, dass sie inhaltlich gut auf die Lehrveranstaltung abgestimmt ist. Deshalb ist es besonders wichtig, eure Meinung zu den Prüfungen zu hören. Mit eurem Feedback können wir gezielt Anpassungen vornehmen und die Qualität der Prüfungen sowie der Lehre verbessern.
Durchführung
Die Evaluation der Leistungskontrolle erfolgt in der Regel um 20:00 Uhr am Tag eurer schriftlichen oder mündlichen Prüfung. Den Link zur anonymen Umfrage bekommt ihr direkt per E-Mail.
In den meisten Fällen sollte die Umfrage vor der Bekanntgabe der Noten ausgefüllt werden.
Die Auswertung der Evaluationen wird den Dozierenden erst nach der Notenvergabe und nur dann zur Verfügung gestellt, wenn mindestens fünf Rückmeldungen vorliegen.
Turnus
Die Universität Bern hat sich verpflichtet, mindestens 50 % der Prüfungen innerhalb eines Drei-Jahres-Zeitraums zu evaluieren. Für spezielle Prüfungsformate, wie Hausarbeiten oder Referate, sowie Prüfungen mit wenigen Teilnehmenden, dürfen die Fakultäten eigene Evaluationsmethoden einsetzen.
Mehr Informationen über die Evaluation der Leistungskontrolle findet ihr hier.
Beispiel-Umfrage Evaluation der Leistungskontrolle
Was passiert mit den Ergebnissen?
Eure Teilnahme an den Lehrveranstaltungsevaluationen ist entscheidend, um die Qualität der Lehre an der Universität zu verbessern. Doch was passiert eigentlich mit eurem Feedback?
1. Auswertung der Ergebnisse
Nach Abschluss der Evaluationen werden eure Rückmeldungen anonym ausgewertet und in Form eines Berichts den Dozierenden zugestellt. So sehen sie, welche Aspekte der Lehrveranstaltung gut funktioniert haben und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.
Siehe Beispielbericht Schlussevaluation für Dozierende
2. Teilen der Ergebnisse mit Studierenden
Nach Möglichkeit besprechen die Dozierenden die Evaluationsergebnisse mit euch. Ziel ist es, die Rückmeldungen im Detail zu verstehen und konkrete Massnahmen abzuleiten.
3. Massnahmen zur Verbesserung
Die Dozierenden können basierend auf eurem Feedback direkt Anpassungen an der Lehrveranstaltung vornehmen, sei es im Bereich der Wissensvermittlung, der Lehrmethoden oder der Struktur des Kurses. In Fällen, in denen das Feedback auf strukturelle oder grössere organisatorische Themen hinweist, arbeiten die Fakultäten eng mit den Dozierenden zusammen, um geeignete Massnahmen umzusetzen.
4. Langfristige Qualitätsentwicklung
Die Ergebnisse der Evaluationen werden auch in die langfristige Planung und Weiterentwicklung der Lehre einbezogen. Nach dem Semesterende bekommen die Qualitätsverantwortlichen in den Fakultäten alle Ergebnisse in aggregierter Form. Sie treffen vordefinierte Massnahmen bei Lehrveranstaltungen, die negativ bewertet wurden. Hervorragend bewerte Kurse können mit einer Auszeichnung prämiert werden.
Die Ergebnisse werden genutzt, um Trends und wiederkehrende Themen zu identifizieren und strategische Entscheidungen zur Verbesserung des Studienangebots zu treffen.
5. Kommunikation der Ergebnisse an die Universitätsleitung
Am Ende des akademischen Jahres reflektieren die Qualitätsverantwortlichen der Fakultäten die Ergebnisse und berichten über die getroffenen Massnahmen. Im Anschluss werden die Ergebnisse in zusammengefasster Form der Universitätsleitung präsentiert.
Mehr Informationen zum Qualitätssicherungs- und -entwicklungsprozess im Bereich Lehre siehe hier.
