Literarische Lesungen im Herbst 2026

Neues aus Österreich

Ist Österreich das Irland des deutschsprachigen Raums? So wie Irland herausragende Schriftsteller hervorgebracht hat, darunter vier Nobelpreisträger, die weit über das kleine Land hinaus wirkten, so ist auch die österreichische Literatur besonders eigenständig und international sichtbar – sprachkritisch, experimentell, sarkastisch und witzig: etwa mit Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und Thomas Bernhard, Marlene Streeruwitz, Elfriede Jelinek und Peter Handke. Wir lernen vier Autor’innen kennen und sprechen mit ihnen über ihre neuesten Romane: mit Tonio Schachinger über «Echtzeitalter», mit Andrea Grill über «Sonnenspiel», mit Magdalena Schrefel über «Das Blaue vom Himmel» und mit Elias Hirschl über «Schleifen».

Literarische Lesungen

Im Herbstsemester organisiert das Collegium generale die «Literarischen Lesungen» in Zusammenarbeit mit der Professur für neuere deutsche Literatur und Komparatistik.
Die Lesungen werden jedes Jahr zu einem ausgewählten Thema ausgerichtet, zu dem Autoren und Autorinnen aus dem In- und Ausland eingeladen werden.

Titelbild Literarische Lesungen 2026
Ken Lum: «Pi» (Medieninstallation 2006)

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Die Lesungen können ohne Voranmeldung besucht werden. 
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6. Oktober 2026, Hörsaal 220, 18.15 Uhr

Bild von Tonio Schachinger
© Anna Breit

Tonio Schachinger

liest aus Echtzeitalter (2023).

In einem Wiener Elite-Internat leidet ein Junge unter seinem autoritären Deutschlehrer. Er flüchtet sich in die fiktionale Welt von Computerspielen und erlebt schliesslich in der wirklichen Welt seine erste Liebe.

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27. Oktober 2026, Hörsaal 220, 18.15 Uhr

Bild von Andrea Grill
© Minitta Kandlbauer

Andrea Grill

liest aus Sonnenspiel (2026).

Eine Mode-Journalistin will über die Arbeitsbedingungen einer Näherin in Süditalien berichten, aber diese sperrt sie in ihrer Speisekammer ein. Zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Frauen, die abwechselnd die Geschichte erzählen, entwickelt sich eine besondere Zuneigung.

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17. November 2026, Hörsaal 220, 18.15 Uhr

Bild von Magdalena Schrefel
© Stefanie Kulisch/Suhrkamp Verlag

Magdalena Schrefel

liest aus Das Blaue vom Himmel (2026).

Um den Klimawandel abzumildern, sollen Partikel in die Stratosphäre geschossen werden, was jedoch die Nebenwirkung hat, dass der Himmel seine blaue Farbe verliert. Die Erzählerin arbeitet an einer Kunstausstellung, die an das Blau des Himmels erinnern soll.

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8. Dezember 2026, Hörsaal 220, 18.15 Uhr

Bild von Elias Hirschl
© Petra Weixelbraun

Elias Hirschl

liest aus Schleifen (2026).

Eine Frau nimmt die Sprache so wörtlich, dass sie alle Krankheiten oder Symptome bekommt, von denen sie hört oder liest. Erkrankt durch Sprache, sucht sie auch ihre Heilung in der Sprache – in ausgestorbenen, Universal- oder Kunstsprachen und mit immer radikaleren Sprachspielen.

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