Universität für alle Collegium generale

Leitbild

Aufgabe

Das Collegium generale (Cg) der Universität Bern ist ursprünglich aus den 1929 gegründeten „Kulturhistorischen Vorlesungen“ hervorgegangen und seit 1959 als älteste eigenständige interdisziplinäre Institution der Universität Bern tätig. Es hat die Aufgabe, den fächerübergreifenden Dialog und die inter- und transdisziplinäre Vernetzung innerhalb der Universität durch Veranstaltungen für Lehrende, Nachwuchsforschende und Studierende aller Fakultäten zu fördern und in Veröffentlichungen und allgemeinbildenden Veranstaltungen einer breiteren Öffentlichkeit Beispiele dieser Arbeit zu vermitteln.

Organisation und Zusammenarbeit

Das Collegium generale setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern aller Fakultäten: der Dozierenden, Assistierenden und Studierenden. Es ist administrativ dem Rektorat unterstellt.

Lehrende und Forschende

Die Fakultätsangehörigen sowie Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher reichen Themen- und Projektvorschläge mit interdisziplinärem Anspruch ein, indem sie ihre Fakultätsvertretung im Collegium generale ansprechen oder sich direkt an die Geschäftsstelle oder das Präsidium wenden.

Zu jedem Thema wird eine Arbeitsgruppe aus Lehrenden und Forschenden gebildet, die in Zusammenarbeit mit der oder dem wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des Collegium generale für die Konzeption und Durchführung der Veranstaltungen zuständig ist.

Studierende

Das Collegium generale richtet sich insbesondere auch an die Studierenden und lädt sie dazu ein, die Veranstaltungen als Kurse zu belegen. Studierenden aller Fachrichtungen wird der Besuch der Vorlesungsreihen nach bestandenem Leistungsnachweis mit 3 ECTS-Punkten angerechnet (freie Leistungen). Die Anrechenbarkeit in verschiedenen Studienprogrammen signalisiert die Bedeutung fächerübergreifender Sichtweisen.

Öffentlichkeit

Mit Ausnahme des Münchenwiler Seminars, das für Universitätsangehörige gedacht ist, sind alle Veanstaltungen auch für ein interessiertes ausseruniversitätes Publikum unentgeltlich zugänglich.

Aktivitäten und Angebote

Interdisziplinäre Vorlesungsreihen

Vorlesungsreihen für Hörerrinnen und Hörer aller Fakultäten und ein breiteres Publikum finden in der Regel im Herbst- und im Frühjahrssemester statt. Dazu werden eigene sowie auswärtige Referentinnen und Referenten eingeladen. Parallel dazu wird je nach Möglichkeit eine Lehrveranstaltungen durch eine oder mehrerer Fakultäten angeboten. Begleitend zu den Vorlesungen können zusätzlich Workshops für Studierende angeboten werden.

Münchenwiler Seminar

Im Frühjahrssemester findet jeweils ein Wochenend-Seminar im Schloss Münchenwiler statt. Das Seminar dient der Weiterbildung und der Selbstreflektion der Universitätsangehörigen und bietet eine Plattform zur Entwicklung von inter- und transdisziplinären Fragestellungen und Kompetenzen in Lehre und Forschung.

Literarische Lesungen

Im Herbstsemester organisiert das Collegium generale die "Literarischen Lesungen" in Zusammenarbeit mit der Professur für neuere deutsche Literatur und Komparatistik. Die Autorenlesungen werden jedes Jahr zu einem ausgewählten Thema ausgerichtet, und Autoren und Autorinnen werden dazu aus dem In- und Ausland eingeladen. Die Lesungen werden von einem Seminar am Institut für Germanistik begleitet.

Wissenschaftliche Seminare und Workshops

In Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen von innerhalb und ausserhalb der Universität kann das Collegium generale zusätzlich auf aktuelle gesellschaftliche und interdisziplinäre wissenschaftliche Themenstellungen reagieren und Seminare und Workshops durchführen. 

Publikationen

Das Collegium generale erzeugt nachhaltige Sichtbarkeit durch verchiedene Publikationsformen: Die Reihe "Berner Universitätsschriften" beim Haupt Verlag, elektronische Publikationen in Form von Podcasts von Veranstaltungen und journalistische Formate in verschiedenen universitären Medien.

Die Arbeit des Collegium generale wird durch das Leitbild und die Vereinbarung mit der Universitätsleitung geregelt. Dieses Leitbild wurde vom Collegium generale am 12. März 2014 verabschiedet.