Doppeltes Vermächtnis: Gemeinschaftliche Jungenaufzucht und die Evolution der Sprache
Mittwoch, 01.04.2026, 18:15 Uhr
| Veranstaltende: | Collegium generale |
|---|---|
| Referierende: | Prof. Dr. Judith Burkart, Evolutionäre Anthropologie, Universität Zürich |
| Datum: | 01.04.2026 |
| Uhrzeit: | 18:15 - 19:45 Uhr |
| Ort: |
Auditorium maximum, Raum 110 Hauptgebäude Hochschulstrasse 4 3012 Bern |
| Anmeldung: | Keine Anmeldung erforderlich |
| Merkmale: |
Öffentlich kostenlos |
Abstract
Um den evolutionären Ursprung der Sprache zu verstehen, können wir einerseits auf unseren nächsten Verwandten, die anderen Menschenaffen (Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans) schauen. Mit ihren grossen Hirnen sind sie so schlau, dass sie ein gewisses Mass an Sprachfähigkeit erlernen können. Trotzdem sind sie nicht sehr «gesprächig», und verwenden solche Fähigkeiten in erster Linie zu ihrem eigenen Nutzen. Dies ist anders bei den kleinen, südamerikanischen Krallenaffen. Wie bei Menschen, aber anders als bei anderen Menschenaffen, kümmert sich hier die ganze Gruppe um die Nachkommen. Sie haben einen stark ausgeprägten Gemeinschaftssinn und helfen einander, was sich auch in der Kommunikation untereinander zeigt. In diesem Vortrag werden wir uns anschauen, wie dieses doppelte Vermächtnis als grosshirnige Menschenaffen, die ihre Kinder in der Gruppe grossziehen, die Evolution der Sprache beim Menschen ermöglicht hat.
