Examzone

Im Schulunterricht programmieren lernen, aber die Prüfung auf Papier absolvieren? Damit das nicht sein muss, Lehrpersonen aber auch nicht befürchten müssen, dass Schülerinnen und Schüler einfach in der Prüfung auf dem eigenen Laptop ChatGPT nach der Lösung einer Aufgabe anfragen, hat das UniBE Startup Examzone eine Prüfungssoftware für "Bring Your Own Device" (BYOD)-Geräte entwickelt.

Portraits Anja Mühlemann, Sebastian Gygax, Lukas Diener
Portraits Anja Mühlemann, Sebastian Gygax, Lukas Diener

Die Statistikerin Anja Mühlemann, die nach ihrem Studium auch an der Uni Bern doziert, erinnert sich: «Die Idee für unsere Software entstand aus einem praktischen Problem an einer Berufsschule. Diese nutzte für die Abschlussprüfungen bereits private Geräte der Lernenden. Doch die Prüfungsdurchführung war sehr aufwendig und erforderte technisches Expertenwissen. Indem wir eine bedienerfreundlichere Lösung entwickelten, konnten Prüfungen im 'ernsten' Setting während des gesamten Schuljahres stattfinden, was auch die Unsicherheit bei den Schüler:innen reduzierte.»

Unser Hauptbeitrag für die Gesellschaft liegt darin, die Diskrepanz zwischen modernem, digitalem Unterricht und traditionellen Prüfungen zu verringern.

UniBE-Alumnus Lukas Diener, als erfahrener Informatiker und ehemaliger Berufsschullehrer, ist der Kopf hinter der Software Examzone. Sebastian Gygax, der an der Uni Bern Business Administration studierte, verantwortet das Projektmanagement und das Marketing, während Anja Mühlemann als Entwicklerin vielseitig eingesetzt wird.

Schummeln gibt's nicht! Wie auch bei einem fairen Spiel müssen Prüfungssituationen das tatsächliche Wissen/Geschick aufzeigen.

Dass ihr Jungunternehmen lokale Wurzeln hat, statt sich wie viele andere auf grössere Zentren wie Zürich zu konzentrieren, sehen die drei als Plus. «Unser Hauptbeitrag für die Gesellschaft liegt darin, die Diskrepanz zwischen modernem, digitalem Unterricht und traditionellen Prüfungen zu verringern und eine Umgebung zu schaffen, die den realen Arbeitsweisen entspricht. Gleichzeitig stärken wir den Wirtschaftsstandort Bern, indem wir hier ein innovatives Startup aufbauen,» fasst Lukas Diener zusammen. 

Wer hat's programmiert? Lukas Diener (Mitte) ist der Kopf hinter der Software Examzone.

Möglich gemacht hat die Gründung des Startups auch der unternehmerische Support an der Universität Bern: «Insbesondere das Innovation Office hat uns in der Anfangsphase massgeblich unterstützt», sagt Sebastian Gygax. «Wir erhielten wertvolle Beratung bei der Suche nach potenziellen Interessenten und konnten wichtige Kontakte knüpfen. Angesichts dieser für uns neuen Herausforderung war die Hilfe bei Marketingstrategien und der Erstellung von Präsentationen besonders wertvoll. Weiter hatten wir die Chance am Programm "STAGE UP" teilzunehmen, wo wir professionelles Feedback erhielten.»

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