Coronavirus

Coronavirus: Informationen zum Krisenstab

Der Krisenstab ist das ordentliche Koordinations- und Entscheidungsgremium in Krisensituationen. Seine Zusammensetzung und Zuständigkeiten sind im offiziellen Krisenhandbuch der Universität (PDF Präsentation) geregelt. Darin finden sich auch die Grundlagen zum Alarmierungsverfahren sowie für die Benutzung von räumlicher und technischer Infrastruktur.

Aktuell gehören dem Krisenstab folgende Personen an:

  • Rektor Christian Leumann
  • Verwaltungsdirektor Markus Brönnimann
  • Vizerektor Lehre Bruno Moretti
  • Vizerektor Forschung Daniel Candinas
  • Generalsekretär Christoph Pappa
  • Leiter Kommunikation & Marketing Christian Degen
  • Leiter Fachstelle Risikomanagement Urs Zehnder
  • Leiter Betrieb und Technik Erich Zahnd
  • Leiter ID Urs von Lerber
  • Leiterin Personal Barbara Engel

Der Krisenstab traf sich zu Beginn der Pandemie drei Mal wöchentlich zuerst im Krisenraum im UniH6 und ab der dritten Woche per MS-Teams und hat nun aufgrund der Stabilisierung der Situation die Treffen auf zwei Mal pro Woche, jeweils Mittwoch und Freitag, reduziert.

Eine Krise ist ein drohendes oder bereits eingetretenes Ereignis, welches die Entscheidungsfähigkeit im Alltag stört oder verunmöglicht.

Das Ereignis kann unter anderem auch durch einen eskalierenden Verlauf und intensive Aufmerksamkeit von aussen geprägt sein. Es stehen bedeutende Interessen, der gute Ruf oder sogar die Existenz auf dem Spiel.

Die Ernsthaftigkeit der Lage verlangt das Definieren von Handlungsrichtlinien sowie das rasche Fällen von zukunfts- und lösungsorientierten Entscheiden.

Im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie hat der Krisenstab einen Masterplan erarbeitet. Er orientiert sich an folgenden allgemeinen Prinzipien und Grundsätzen.

Allgemeine Prinzipien und Grundsätze

  1. Die Gesundheit aller Personen hat oberste Priorität.
  2. Die Entscheide des Bundesrats und des Kantons Bern geben die Leitlinien vor.
  3. Keine Studierende / kein Studierender soll wegen Corona ein Semester oder ein Jahr verlieren.
  4. Ausstieg ist nicht einfach das Inverse des Übergangs zum Notbetrieb, sondern ein eigenständiger Prozess. Wenn immer möglich soll vermieden werden, dass einmal getroffene Lockerungen und Verein­fachungen nachträglich wieder zurückbuchstabiert werden müssen.
  5. Experimentelle Forschung soll rasch möglichst und dauerhaft wieder aufgenommen werden können.
  6. Wirtschaftlicher Schaden der Dienstleistungsbetriebe soll minimiert werden.
  7. Das Schutzkonzept der Universität Bern ist Grundlage dafür, dass die universitären Einheiten ihre Tätigkeiten in den Räumen und Anlagen der Universität wieder aufnehmen können. Es ist der jeweils aktuellen Lage anzupassen.

Der Krisenstab plant grob in drei Szenarien. Diese sagen nichts über die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens aus, sondern beziehen sich auf mögliche Konstellationen, die aufgrund der aktuellen Lage grundsätzlich denkbar wären.

In seinen Entscheiden ist der Krisenstab keineswegs unabhängig. Vielmehr muss er auf oft kurzfristige Entwicklungen und Vorgaben reagieren und diese im Sinne der Universität bestmöglichst umsetzen.

Beschreibung der Szenarien

Die Situation in der Schweiz entwickelt sich weiterhin positiv. Die schrittweise Lockerung kann ohne neuerliche Einschränkungen durchgesetzt werden. Abstands- und Verhaltensregeln bleiben bestehen und werden eingehalten. Entsprechend sind die Neuinfektionen weiterhin rückläufig respektive verharren auf tiefem Niveau. Ab August pendelt sich ein «neuer Normalzustand» ein (da COVID-19 immer noch eine Bedrohung bleibt). Dies bedeutet weiterhin Vorgaben etwa in Bezug auf

  • Verhaltens- und Hygieneregeln
  • Veranstaltungen
  • Mobilität
  • Maskenpflicht
  • Tracing

Unter «wiederkehrenden Wellen» wird ein Szenario verstanden, an dem der sogenannte R-Wert, also die Anzahl Menschen, die eine Coronavirus-Infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, in der Schweiz sich so ungünstig verändert, dass der Bund erneut mit einem teilweisen «Lock-Down» reagiert.

Als «chronischen Schwelbrand» wird ein Szenario verstanden, bei dem sich über viele Monate bis Jahre die Bedrohung durch SARS-CoV-2 in der Bevölkerung hält und so bedeutend bleibt, dass keine «Normalität» im früher gelebten Sinn möglich ist. Dies könnte zum Beispiel erfolgen, wenn keine Impfung in Sicht ist, wenn analog zu anderen Viruserkrankungen (Hep C, HIV) keine Immunität oder nur eine Teilimmunität erworben oder induziert werden kann und auch keine wirksamen Medikamente verfügbar werden.