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Semesterstart: Präsenzunterricht wo immer möglich

Die Organisation des Herbstsemesters 2020 und der zweiten Session der Prüfungen bis im September an der Universität Bern steht fest: Prüfungen und Lehrveranstaltungen sollen soweit möglich in Präsenz durchgeführt werden. Die Gesundheit von Studierenden und Dozierenden hat stets oberste Priorität. Kann diese nicht garantiert werden, werden digitale Alternativen zum Einsatz kommen.

An der Universität Bern soll der Präsenzunterricht im Herbstsemester 2020, das am 14. September 2020 startet, soweit möglich wieder aufgenommen werden. Die Gesundheit der Studierenden und Dozierenden hat dabei jedoch stets oberste Priorität. Deshalb muss der Abstand von 1.5m zwingend eingehalten werden, ansonsten ist das Tragen einer Schutzmaske während des Unterrichts obligatorisch. Zudem darf höchstens die Hälfte der im Hörsaal zur Verfügung stehenden Plätze belegt werden. Die Abstandsregelungen gelten auch in den Gängen der Universitätsgebäude. Wenn es zu einem grösseren Personenaufkommen kommt und 1.5m Abstand nicht mehr eingehalten werden kann, müssen ebenfalls Masken getragen werden. Im Weiteren gelten die üblichen Schutz- und Hygienemassnahmen. «Da die Gefahr besteht, dass sich die Situation im Laufe des Semesters verschlechtert, müssen wir schnell auf Online-Unterricht umstellen können», sagt Bruno Moretti, Vizerektor Lehre. Entsprechend ist für jede Lehrveranstaltung ein «Plan B» mit einer reinen Online-Lösung vorzusehen.

Digital gut vorbereitet

Die Universität Bern hat bereits vor der Corona-Krise den Bereich «digitale Unterstützung der Lehre» weiterentwickelt, indem sie beispielsweise ihre Podcast-Infrastruktur ausgebaut oder indem sie zahlreiche Projekte im Bereich «Blended Learning» unterstützt hat. Entsprechend steht es den Dozierenden frei, auch reine Online-Durchführungen ihrer Veranstaltungen zu planen. «Bereits während des Lockdowns konnten wir den gesamten Betrieb dank des grossartigen Einsatzes von Dozierenden, Mitarbeitenden und Studierenden innerhalb von drei Tagen auf digital umstellen», sagt Moretti. «Sollte es also nötig sein, sind wir auf eine rasche Umstellung vorbereitet». «Die Universität Bern ist aber auch vom besonderen Wert der Präsenzlehre überzeugt und sieht die sinnvollere Entwicklung in einer vorteilhaften Kombination von Präsenz- und Online-Unterricht», ergänzt Moretti. So sollte besonders für Lehrveranstaltungen mit einem hohen Interaktivitätsgrad wie Seminare oder für Praktika und Laborunterricht Präsenzunterricht vorgesehen werden. «Zudem ist uns wichtig, dass vor allem Erstsemestrige nach Möglichkeit Präsenzveranstaltungen besuchen können, damit sie sich besser ins Studium und in das universitäre Leben integrieren können.»

Durchführung von Präsenzprüfungen

Bei den Präsenzprüfungen, die im August und September vor Semesterbeginn stattfinden, müssen die üblichen Abstände gewahrt bleiben – mit einem leeren Sitzplatz zwischen zwei Studierenden. Bietet der Raum genug Platz, um den vorgeschriebenen Abstand von 1.5m einhalten zu können, muss keine Schutzmaske getragen werden. Ansonsten besteht während der Prüfung Maskenpflicht für alle Anwesenden, auch für die Mitarbeitenden. Studierenden, die zur Risikogruppe gehören, werden wenn immer möglich alternative und sichere Lösungen wie Online-Prüfungen angeboten. Auch in den Gängen der Gebäude, in denen die Prüfungen stattfinden, müssen die Masken getragen werden. Studierende ohne Masken werden zu den Prüfungen nicht zugelassen. «Die Studierenden sind für die Beschaffung der Masken für die Prüfungen selber zuständig, zum Semesteranfang wird die Universität Bern aber allen Studierenden je zwei waschbare Stoffmasken zur Verfügung stellen», sagt Moretti. Zudem empfiehlt die Universität Bern den Studierenden und Mitarbeitenden, die SwissCovid App zu verwenden.

Tag des Studienbeginns in dezentraler Form

Die diesjährigen Einführungstage vom 09.-11. September, an dem die neuen Studierenden von der Universitätsleitung und den Instituten begrüsst werden, finden dezentral und teilweise digital statt. Die Studierenden müssen sich für die Einführung registrieren. Der Rektor und der Generalsekretär werden die Studierenden statt in der vollgefüllten Aula im Hauptgebäude per Videoansprache begrüssen.  

18.08.2020