CAS Jugendstrafverfolgung
Rechtwissenschaftliche Fakultät, Institut für Strafrecht und Kriminologie, in Kooperation mit der Hochschule Luzern, Departement Soziale Arbeit (HSLU)
Der Umgang mit straffällig gewordenen Jugendlichen erfordert spezialisiertes, interdisziplinäres Fachwissen. Die Komplexität der Problemlagen der Jugendlichen (beispielsweise psychische Probleme, Gruppendelikte) hat zugenommen und die öffentlichen Erwartungen an die Wirksamkeit des Jugendstrafrechts sind gestiegen. Die Fachpersonen der Jugendstrafverfolgung sind herausgefordert, ihre Vorgehensweisen noch besser zu begründen und effektiv zu intervenieren. Der Studiengang befähigt einerseits Fachpersonen mit juristischer Ausbildung, die Verfahrensleitung fachlich fundiert wahrzunehmen – anderseits erweitern Sozialarbeitende ihre Kompetenzen in der Abklärung, Begleitung und Fallführung. Verschiedene Lernsettings ermöglichen die wissenschaftliche Reflexion der Praxis und den gezielten Kompetenzaufbau; sie stärken die interdisziplinäre Zusammenarbeit und fördern den interkantonalen Austausch.
| Abschluss | Certificate of Advanced Studies in Jugendstrafverfolgung Universität Bern (CAS JSV Unibe), vorbehältlich Genehmigung Senat |
|---|---|
| Start | 27.08.2026 |
| Dauer | August 2026 bis September 2027 |
| Umfang | 15 ECTS |
| Turnus | Alle 2–3 Jahre |
| Flexibler Einstieg möglich | Nein |
| Einzelmodul besuchbar | Ja |
| Ort | Bern, vereinzelt in Luzern |
| Sprache | Deutsch |
| Zulassung | Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie praktische Erfahrung bzw. Tätigkeit im Feld der Jugendstrafverfolgung. |
| Anmeldung bis | 31.05.2026 |
| Kosten | CHF 8'500 |
| Trägerschaft | Rechtwissenschaftliche Fakultät, Institut für Strafrecht und Kriminologie, in Kooperation mit der Hochschule Luzern, Departement Soziale Arbeit (HSLU) |
| Partner | Hochschule Luzern, Departement Soziale Arbeit (HSLU) |
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Allgemeines zum Studiengang
Der interdisziplinäre Studiengang vermittelt juristische, psychologische, psychiatrische, kriminologische und pädagogische Kompetenzen für Fachpersonen der Jugendstrafverfolgung. Er befähigt zum fundierten strafrechtlichen Umgang mit abweichenden Jugendlichen, ihren Eltern und dem Umfeld.
Im Rahmen der Weiterbildung sollen die Teilnehmenden:
- ihre Kenntnisse im Bereich des Jugendstrafrechts vertiefen;
- ihr psychologisches, soziologisches, forensisches und kriminologisches Wissen über das Phänomen der Jugendkriminalität erweitern;
- ihr Berufs- und Rollenverständnis reflektieren;
sich kantonsübergreifend mit anderen Fachpersonen vernetzen und sich als spezialisierte Praktikerinnen und Praktiker der schweizerischen Jugendstrafrechtspflege positionieren.
Module
Aufgegliedert ist der Kurs in die folgenden Module:
- Modul 1: Einführung in das interdisziplinäre Arbeitsfeld Jugendstrafverfolgung (2 Tage)
- Modul 2: Forensische Psychologie/Psychiatrie und Begutachtung (4 Tage)
- Modul 3: Kriminologie und Wissen-Praxis-Transfer (4 Tage)
- Modul 4: Jugendstrafverfahren (3 Tage)
- Modul 5: Diversion und Sanktionenvollzug (2 Tage)
- Modul 6: Untersuchungs- und Interventionsmethodik (4 Tage)
- Modul 7: Besondere Formen der Jugendkriminalität und aktuelle Entwicklungen (5 Tage)
Trägerschaft und Dozierende
Getragen wird der Studiengang von der Rechtwissenschaftlichen Fakultät (Institut für Strafrecht und Kriminologie), in Kooperation mit der Hochschule Luzern, Departement Soziale Arbeit (HSLU). Als Dozierende konnten zahlreiche Fachpersonen aus Theorie und Praxis gewonnen werden.
Zulassungsbedingungen
Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium und Berufserfahrung im Bereich der Jugendstrafrechtspflege.
Ausnahmen bezüglich der Zulassungsvoraussetzungen können von der Programmleitung «sur Dossier» genehmigt werden. Bei Personen ohne abgeschlossenes Hochschulstudium oder Berufspraxis kann sie weitere Auflagen für die Zulassung machen, damit sichergestellt ist, dass diese den Studiengang erfolgreich absolvieren können.
Über die Zulassung zum Studiengang entscheidet die Programmleitung auf Antrag der Studienleitung. Es besteht kein Anspruch auf Zulassung.
Anmeldung und Kosten
Anmeldefrist: 30. April 2026
Kurskosten: CHF 8’500
Kontakt
- Name / Titel
- Irene Marti, Dr., Sozialanthropologie
- irene.marti2@unibe.ch
- Telefon
- +41 31 684 48 73
Anschlussmöglichkeiten / thematisch verwandte Studiengänge
CAS Kriminologie
| Abschluss | CAS |
|---|---|
| Start | 08/2026 |
| Sprache | Deutsch |
| Kosten | CHF 8'500 |
Kriminalität ist ein komplexes gesellschaftliches Phänomen. Der Umgang damit erfordert fachübergreifendes Wissen und Zusammenwirken. Der Studiengang (15 ECTS-Punkte) befasst sich mit den Ursachen, der Wahrnehmung und der Verhütung von Kriminalität sowie mit gesellschaftlichen und institutionellen Reaktionen auf Kriminalität. Dabei wird grosser Wert auf Praxisrelevanz, Aktualität und kritische Perspektiven gelegt.
DAS Kriminologie
| Abschluss | DAS |
|---|---|
| Start | 08/2026 |
| Sprache | Deutsch |
| Kosten | CHF 17’000 |
Kriminalität ist ein komplexes gesellschaftliches Phänomen. Der Umgang damit erfordert fachübergreifendes Wissen und Zusammenwirken. Der Studiengang (40 ECTS-Punkte) befasst sich mit den Ursachen, der Wahrnehmung und der Verhütung von Kriminalität sowie mit der gesellschaftlichen und institutionellen Reaktion auf Kriminalität. Dabei werden beispielsweise gesellschaftliche Sicherheitsbedürfnisse sowie der tatsächliche oder scheinbare Bedarf nach neuen Strafnormen und verschärften Strafsanktionen thematisiert. Es wird grosser Wert auf Praxisrelevanz, Aktualität und kritische Perspektiven gelegt.
MAS Kriminologie
| Abschluss | MAS |
|---|---|
| Start | 08/2026 |
| Sprache | Deutsch |
| Kosten | CHF 21’500 |
Kriminalität ist ein komplexes gesellschaftliches Phänomen. Der Umgang damit erfordert fachübergreifendes Wissen und Zusammenwirken. Der Studiengang (60 ECTS-Punkte) befasst sich mit den Ursachen, der Wahrnehmung und der Verhütung von Kriminalität sowie mit der gesellschaftlichen und institutionellen Reaktion auf Kriminalität. Dabei werden beispielsweise gesellschaftliche Sicherheitsbedürfnisse sowie der tatsächliche oder scheinbare Bedarf nach neuen Strafnormen und verschärften Strafsanktionen thematisiert. Es wird grosser Wert auf Praxisrelevanz, Aktualität und kritische Perspektiven gelegt.
LL.M. Kriminologie
| Abschluss | MAS |
|---|---|
| Start | 08/2026 |
| Sprache | Deutsch |
| Kosten | CHF 21'500 |
Kriminalität ist ein komplexes gesellschaftliches Phänomen. Der Umgang damit erfordert fachübergreifendes Wissen und Zusammenwirken. Der Studiengang (60 ECTS-Punkte) befasst sich mit den Ursachen, der Wahrnehmung und der Verhütung von Kriminalität sowie mit der gesellschaftlichen und institutionellen Reaktion auf Kriminalität. Dabei werden beispielsweise gesellschaftliche Sicherheitsbedürfnisse sowie der tatsächliche oder scheinbare Bedarf nach neuen Strafnormen und verschärften Strafsanktionen thematisiert. Es wird grosser Wert auf Praxisrelevanz, Aktualität und kritische Perspektiven gelegt.
