CAS Forschungsmanagement 2026/27

Lifelong Learning Center (LLC)

Forschungsmanagement bedeutet, Forschende in ihrer täglichen Tätigkeit zu unterstützen, zu beraten und Prozesse aktiv mitzugestalten. Im Forschungsmanagement schaffen Sie bestmögliche Bedingungen, um Forschung auf höchstem Niveau zu ermöglichen, und tragen damit zu einem starken Wissenschaftsstandort bei. An der Schnittstelle zwischen Forschung und Administration begleiten Sie Projekte von der Idee über die Umsetzung bis zum Abschluss und sorgen für Effizienz und Effektivität. Der CAS Forschungsmanagement vermittelt forschungsadäquate Managementkenntnisse, die helfen, diese Aufgaben im Alltag umzusetzen und zu erleichtern.

CAS Forschungsmanagement
Überblick
Abschluss Certificate of Advanced Studies Forschungsmanagement, Universität Bern (CAS FM Unibe)
Start 16.04.2026
Dauer 1 Jahr
Umfang 12 ECTS
Turnus jährlich
Flexibler Einstieg möglich Ja
Einzelmodul besuchbar Ja
Ort Bern und Gunten am Thunersee
Sprache Deutsch
Zulassung Hochschulabschluss (Stufe Master), konkrete Forschungserfahrung oder Tätigkeit im Forschungskontext
Anmeldung bis 10.03.2026
Kosten CHF 8700 (exkl. Beherbungskosten Modul Laterale Führung in Höhe von CHF 338)
Trägerschaft Lifelong Learning Center (LLC)
Anmeldung

Im April 2026 startet die 16. Durchführung des CAS-Studiengangs. Die Bilanz der schweizweit einzigartigen, berufsbegleitenden Weiterbildung ist mit über 200 Absolventinnen und Absolventen sehr erfreulich. Zusätzlich haben sich viele Teilnehmende in Einzelmodulen mit den verschiedenen Facetten des Forschungsmanagements befasst. Durch die Studiengang- und Einzelmodulteilnehmenden hat sich ein interessantes Netzwerk von Forschungsmanagerinnen und Forschungsmanagern gebildet, die den Transfer der Inhalte des Studiengangs in die Hochschulen, Bundesämter und in Forschungsabteilungen und -institute ermöglichen. Unsere Absolventinnen und Absolventen tragen so massgebend zur Professionalisierung der Schweizer Forschungslandschaft bei und gestalten aktiv den Third Space.

Pflichtmodule

Forschungspolitik und Strategie in der Schweiz, 16./17. April 2026

Dieses Modul bietet einen Überblick über die Schweizer Forschungspolitik und die BFI-Landschaft (BFI: Bildung, Forschung und Innnovation). Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den wichtigsten Akteurinnen und Akteuren in der schweizerischen Forschungspolitik. Vor diesem Hintergrund werden Instrumente des Strategischen Managements für den Forschungsbereich vorgestellt, Handlungsfelder aufgezeigt und Umsetzungsmöglichkeiten geprüft.

Forschungsförderung und Finanzmanagement, 28./29. Mai 2026

Dieses Modul gibt einen Einblick in die nationalen und internationalen Forschungsförderungsmöglichkeiten sowie in andere Förderquellen wie Fundraising und Sponsoring. Die Teilnehmenden werden mit den Grundlagen des Finanzmanagements vertraut gemacht und wenden diese auf den eigenen Forschungsbereich an.

Management in Forschungsprojekten, 25./26. Juni 2026

Die Leitung, Planung und Steuerung von Forschungsprojekten stellen eine Herausforderung für Projektverantwortliche dar. Mitarbeitende müssen (oftmals lateral) geführt und zeitliche sowie finanzielle Ressourcen eingeteilt werden. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, können methodische Grundlagen sowie konkrete Werkzeuge und Instrumente helfen, das Projektteam erfolgreich zu führen und ein zielorientiertes Projektmanagement durchzuführen. Die Diskrepanz zwischen notwendiger Struktur und kreativer Arbeitsfreiheit wird hierbei im Besonderen diskutiert.

Laterale Führung, 3./4. September 2026

Im Forschungskontext und in -projekten werden Teams oftmals lateral (ohne Weisungsbefugnis) geführt. Dieses Modul vermittelt neben grundlegenden Kenntnissen zu Gruppendynamik, wie die Zusammenarbeit durch gemeinsame Ziele und festgelegte Kommunikationswege gestaltet werden kann.

 

Wahlmodule

Management in inter- und transdisziplinären Kooperationen und Verbünden, 22./23. Oktober 2026

Inter- oder transdisziplinäre Forschung und Forschungsverbünde sind Forschungsvorhaben mit besonderen Herausforderungen an die Prozessgestaltung. Dieses Modul behandelt wesentliche Aspekte solcher Forschungskooperationen, wie beispielsweise die Orientierung an gemeinsamen Zielen, die Integration der Ergebnisse zu einer Synthese, das Ausbalancieren von Eigen- und Gesamtinteresse und zeigt auf, wie mit den speziellen Herausforderungen umgegangen werden kann und welche Art des Projektmanagements in diesem Zusammenhang gefragt ist.

Qualitätssicherung und Entwicklung im Forschungskontext, 19./20. November 2026

Um die Qualität von Forschung sicherzustellen und stetig weiterzuentwickeln, müssen Forschende ihre eigenen Vorgehensweisen kritisch reflektieren und den Fortschritt in Bezug auf die gesetzten Ziele kontinuierlich überprüfen. Die Kriterien werden nicht nur von den Forschenden definiert, sondern immer häufiger von aussen vorgegeben, beispielsweise durch Rahmenbedingungen der Hochschulen oder der Geldgeber. Forschungsmanager/-innen unterstützen Forschende innerhalb dieses Prozesses. In diesem Modul werden Instrumente zur Messung und Sicherung von Forschungsleistungen und -ergebnissen, die auf institutioneller Ebene zum Einsatz kommen, vorgestellt und es werden Strategien zur Qualitätsentwicklung erarbeitet.

Wissenschaftskommunikation und Forschungsmarketing, 3./4. Dezember 2026

Stakeholdern aus Wirtschaft und Politik und der interessierten Öffentlichkeit müssen Forschungsergebnisse zugänglich gemacht und der Einsatz der Mittel plausibilisiert werden. Dafür benötigen Wissenschaftler/-innen und Forschungsmanager/-innen Kenntnisse in professioneller Wissenschaftskommunikation und im Einsatz von gezielten Marketingmassnahmen im Forschungskontext. In diesem Modul erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über gängige Formate der Wissenschaftskommunikation in analogen und virtuellen Räumen und erlernen die Grundlagen, um eine eigene Kommunikations- bzw. Marketingstrategie zu entwickeln.

Innovation, Transfer und Translation im Forschungskontext, 28./29. Januar 2027

Dieses Modul vermittelt, wie Forschungsergebnisse in praxisrelevante Innovationen überführt werden können. Es behandelt den Innovationsprozess von der Idee bis zur Umsetzung unter Berücksichtigung von verschiedenen Mechanismen (z.B. Patente und Kooperationen). Zudem wird aufgezeigt, wie der Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Translation in verschiedene Disziplinen erfolgreich umgesetzt werden kann. Ziel ist es, Forschenden sowie Forschungsmanager/-innen, die diese Prozesse begleiten, Instrumente mitzugeben, damit Innovation, Transfer und Translation aktiv so gestaltet werden können, dass der Impact der Forschung gesteigert und die gesellschaftliche Relevanz von Forschung sichtbar gemacht wird.

Data Governance im Forschungskontext, 18./19. Februar 2027

Forschende und Forschungsmanager/-innen stehen in einem zunehmend datenbasierten Hochschul- und Wissenschaftsumfeld vor der Herausforderung, Forschungsdaten einerseits sicher und vorschriftengemäss zu verwalten und andererseits den Forschungsoutput transparent zu gestalten und zugänglich zu machen. Sie befinden sich dabei in einem Spannungsfeld, das mit «as open as possible, as closed as necessary» umschrieben wird.

Diversitymanagement im Forschungsumfeld, 18./19. März 2027

Dieses Modul bietet im ersten Teil einen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Bedeutung von Diversity im Forschungskontext. Die Teilnehmenden lernen, wie diverse Teams das eigene Forschungsumfeld beeinflussen und wie ein Team zusammengesetzt und geleitet werden kann, damit es möglichst zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit kommen kann. Die Teilnehmenden erarbeiten im praxisorientierten zweiten Teil Strategien, um ihr eigenes Team unter Diversitätsaspekten zu führen bzw. erarbeiten Strategien, um ein Diversitymanagement in ihrer Institution zu implementieren. Dabei werden Erfolgsfaktoren und Herausforderungen in der Umsetzung von Diversitätsstrategien analysiert.

Trägerschaft

Trägerin des Studiengangs «CAS Forschungsmanagement» ist das Lieflong Learning Center LLC der universität Bern.

Programmleitung

Die Programmleitung des «CAS Forschungsmanagement» ernennt die operative Leitung des Studiengangs (Studienleitung) und genehmigt das Studienprogramm. Sie entscheidet über die Zulassung von Studierenden und Dozierenden, über die Prüfungsmodalitäten sowie die Verleihung des Abschlusses. Zugleich ist sie verantwortlich für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Studiengangs.

Prof. Dr. Yvonne Döring, Forschungsleiterin DBMR, Medizinische Fakultät, Universität Bern

Dr. Jill Bühler (mit beratender Stimme), Leiterin Bereich Hochschulmanagement und -leadership, Lifelong Learning Center LLC, Universität Bern

Dr. Christina Cuonz, Direktorin des Lifelong Learning Center LLC, Universität Bern

Dr. Antonietta Di Giulio, Leiterin der internationalen und interuniversitären Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität, Programm MGU (Mensch Gesellschaft Umwelt), Universität Basel

Prof. Dr. Andreas Lienhard, Kompetenzzentrum für Public Management, Universität Bern

Prof. Dr. Peter Messerli, Direktor der Wyss Academy for Nature und Mitglied der Weiterbildungskommission, Universität Bern

Maddalena Tognala, lic. phil. nat., Leiterin Grants Office, Universität Bern

Dr. Marc Zbinden, Leiter Abteilung Karrieren, Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

 

 

Studienleitung

Dr. Jill Bühler, Leiterin Bereich Hochschulmanegement und -leadership, LLC

Der Studiengang richtet sich an Personen, die in Organisationen des Wissenschaftssystems, in Unternehmen oder der öffentlichen Verwaltung arbeiten, die vorwiegend in einer mittleren Führungsebene («research manager») tätig sind und komplexere Forschungsprojekte (mit Teilprojekten) leiten.

Die Entwicklung von Forschungsstrategien, das Akquirieren von Forschungsaufträgen, das Einreichen von Projektanträgen, die Vergabe von Forschungsaufträgen und Forschungsbeiträgen sowie die Leitung, Koordination und Beratung von Forschungsteams (oder «Ressorts») sind dabei bekannte oder vertraute Aufgaben.

Zulassungsvoraussetzung

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang sind ein Hochschulabschluss (Stufe Master) sowie konkrete Forschungserfahrungen respektive der Nachweis einer Tätigkeit im Forschungskontext, Aufnahmen «sur dossier» sind möglich.

Unterrichtssprache

Die Unterrichtssprache ist Deutsch, einzelne Referate können auf Französisch oder Englisch gehalten werden.

Kosten

Der CAS Forschungsmanagement kostet bei direkter Anmeldung zum CAS CHF 8700. Der Betrag ist zahlbar in zwei Raten gegen Rechnung. Der Preis schliesst die Kursunterlagen und Pausenverpflegung ein. Transportkosten, Hauptmahlzeiten sowie Übernachtungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.

Wenn Sie über MiCAS oder Einzelmodule das Zertifikat erreichen wollen, fallen für Zertifikatsarbeit, Eröffnungs- und Abschlussworkshop zusätzliche Gebühren an.

Die Beherbergungskosten von Modul Laterale Führung (Übernachtung im Einzelzimmer mit Vollpension) in Höhe von CHF 338 werden vor Ort im Seminarhotel bezahlt.

Anmeldung

Anmeldefrist für den Studiengang ist der 10. März 2026. Die Anmeldung erfolgt mittels Anmeldeformular. Sie erhalten eine Eingangsbestätigung; den Bescheid über die definitive Aufnahme in den Studiengang erhalten Sie nach Anmeldeschluss.

Dr. Catherine Ferris

Wissenschaftliche Referentin, Pädagogische Hochschule St. Gallen, Abschluss 2024

Der CAS Forschungsmanagement hat es mir ermöglicht, meine im Berufsalltag gesammelten Erfahrungen durch fundierte theoretische und methodische Grundlagen zu ergänzen. Dabei konnte ich neue Ansätze und Methoden kennenlernen, die mir helfen, meine Tätigkeit im Forschungsmanagement gezielter und wirkungsvoller zu gestalten. Besonders wertvoll war für mich der kontinuierliche Austausch mit Dozierenden und Mitstudierenden, der mir auch über den Lehrgang hinaus Impulse für meine berufliche Praxis gibt. Das gewonnene Wissen kann ich nun direkt in meine Arbeit einfliessen lassen und damit meine Expertise nachhaltig stärken.

Sina Maletti

Lab Manager, Department for BioMedical Research, Universität Bern, Abschluss 2023

Mit meinem Hintergrund als Biologin hatte ich während meiner Ausbildung wenig Kontakt mit Managementthemen. Infolgedessen habe ich nach dem Grundsatz „training on the job“ gearbeitet. Durch den CAS Forschungsmanagement konnte ich die theoretischen Grundlagen dazu erlernen sowie Lösungen für Fragestellungen aus dem Alltag durch die praxisnahen Fallbeispiele und Diskussion mit den anderen Teilnehmenden erarbeiten. Diese Weiterbildung ermöglicht es mir nun, meine strategischen und operativen Aufgaben effizienter und kompetenter zu erledigen. Der Studiengang hat ausserdem dazu beigetragen, mein Netzwerk zu vergrössern. Da der CAS Forschungsmanagement eine breite Spannweite an Themen im Forschungsalltag abdeckt, bin ich überzeugt, dass jede:r sich neues Wissen aneignen und im eigenen Tätigkeitsbereich anwenden kann. Ich empfehle diesen Weiterbildungsstudiengang definitiv weiter.

Dr. med. vet. Henning Richter

Abteilungsleiter Diagnostic Imaging Research Unit (DIRU) und Hundestation (VSF Stiegenhof), Universität Zürich, Abschluss 2023

Der Studiengang hat mir den Blick für verschiedene Aspekte und Fragen im Zusammenhang mit dem Forschungsmanagement geweitet. Durch die Vielfalt der Modulthemen konnte ich an bestehendes Wissen anknüpfen und Neues erlernen. Neben den fachlichen Inhalten und der Möglichkeit, auch kontroverse Debatten zu führen, war es bereichernd, Erfahrungen mit den Kursteilnehmenden auszutauschen, die aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen kamen. Als Leiter der Diagnostic Imaging Research Unit (DIRU) an der Vetsuisse Fakultät Zürich kann ich täglich Gebrauch vom Gelernten machen. Sowohl bei der Planung und Durchführung eigener Projekte als auch bei der Bearbeitung von externen Anfragen im Rahmen einer neuen Forschungskollaboration oder -dienstleistung.

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