Campus und Infrastruktur Bauprojekte für die UniBE

Bauprojekte

Uni Muesmatt Arealentwicklung

Neubau Naturwissenschaften

Projektwettbewerb, Projektlaufzeit 2018 bis ca. 2035

Ausgangslage

Mit der im kantonalen Richtplan verankerten räumlichen Entwicklungsstrategie «Strategie 3012» wird die Universität Bern als Stadtuniversität positioniert und es werden die Grundsätze für die künftige räumliche Entwicklung festgelegt. Das Areal «Uni Muesmatt» ist Teil des universitären Schwerpunkts mittlere Länggasse. Das auf dem Areal bestehende Gebäude des Departements Chemie, Biochemie und Pharmazie (DCBP) Freiestrasse 3 wurde 1974 in Betrieb genommen. Zahlreiche Komponenten der technischen Infrastruktur stammen noch aus der Erstellungszeit und haben die erwartete Lebensdauer bereits deutlich überschritten. Gleichzeitig entsprechen die Raumhöhen und die bestehenden Grundrisstiefen nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein naturwissenschaftliches Lehr- und Forschungsgebäude und verunmöglichen eine einfache Anpassung an sich stets verändernde Bedürfnisse in Lehre und Forschung.

2015 / 2016 wurde mittels Studienauftrag das quartierverträgliche Verdichtungspotential, der Umgang mit den denkmalgeschützten Gebäuden sowie die baulichen Etappierungsschritte für das Areal ermittelt.


Vision

Durch eine bauliche Verdichtung des Areals Muesmatt sollen zusätzliche, für die Entwicklung der Universität dringend benötigte Flächen für die naturwissenschaftliche Lehre und Forschung geschaffen werden. In einem ersten Schritt muss die Verortung des Departements Chemie, Biochemie und Pharmazie (DCBP) sichergestellt werden, so dass das veraltete Chemiegebäude abgebrochen werden kann. In der Uni Muesmatt soll eine Atmosphäre entstehen, welche den Austausch zwischen Studierenden, Forschenden und Mitarbeitenden fördert. Gleichzeitig soll das Areal ein attraktives Stück Quartier sein. Dies wird durch den Nutzungsmix von Universität, Primarschule und Quartier, durch eine sinnvolle Durchwegung und eine sorgfältige Aussenraumgestaltung angestrebt.


Projektwettbewerb

Ein öffentlicher Projektwettbewerb wurde 2020 / 2021 durchgeführt. Die Wettbewerbsaufgabe gliederte sich im Wesentlichen in zwei Teilaufgaben. Einerseits sollte für das Muesmattareal insgesamt – aber mit Fokus auf die Baubereiche 1 + 2 – eine städtebauliche Lösung sowie ein Gesamtkonzept für den Freiraum und den Verkehr gefunden werden (Ideenteil). Andererseits war ein konkretes Projekt für den Ersatzneubau der Naturwissenschaften im Baubereich 1 zu entwerfen (Projektteil).

Der Ideenbeitrag "Symbiosis" der ARGE Grimshaw/Archipel konnte die Jury überzeugen.
Auszug aus dem Jurybericht:
«Insgesamt besticht das Projekt durch die städtebauliche Setzung im Zusammenspiel mit dem schlüssigen Freiraumsystem und erfüllt die Anforderungen an eine zukunftsfähige und flexible Stadtuniversität in hohem Masse. Dadurch kann ein signifikanter Mehrwert für das Quartier generiert werden.»

 

Projektbeitrag "Kosmos"

Das Architekturbüros Gunz & Künzle aus Zürich konnte mit ihrem Projektbeitrag "Kosmos“ alle Beteiligten für sich gewinnen.  

Auszug aus dem Jurybericht:
«Das Projekt “KOSMOS“ ist eine stringente Antwort auf die komplexe Aufgabenstellung eines Laborgebäudes in diesem sensiblen Kontext. Eine überzeugende Nutzungsverteilung, ein robuster Regelgrundriss sowie das öffentliche Erdgeschoss erfüllen die Anforderungen an eine zukunftstaugliche Universität sehr gut. In den Bereichen Gebäudetechnik und Statik sind in der nächsten Phase jedoch Präzisierungen, respektive Optimierungen nötig.
Im städtebaulichen Teil des Wettbewerbs ist die vorgeschlagene Strategie nachvollziehbar und schafft viele räumliche Qualitäten. Deren Umsetzung vermag jedoch bezüglich ihrer Massstäblichkeit einer massvollen Ergänzung der Ränder noch nicht vollumfänglich zu überzeugen.»


Eckdaten

Eigentümerin: Kanton Bern
Nutzerin: Universität Bern,
Departement Chemie, Biochemie und Pharmazie (DCBP)

Projektlaufzeit 2018 – ca. 2035
Projektwettbewerb: 2020 – 2021
Projektabschluss: geplant ca. 2035