Vorlesungsaufzeichnung
Konsolidierung und Ausbau der Vorlesungsaufzeichnung
An der Universität Bern sind derzeit über 60 Hörsäle mit einer funktionierenden Infrastruktur für Vorlesungsaufzeichnungen (VLA) ausgerüstet, welche durch Opencast in die Umsysteme der Dienstleistungen für die Lehre der Universität Bern eingebunden sind. Diese Basis erlaubt es bereits heute, Vorlesungen und Veranstaltungen unkompliziert automatisiert aufzuzeichnen und den Studierenden für die Nachbereitung zur Verfügung zu stellen. Zudem konnten in jüngster Zeit die Dienstleistung an sich, das Monitoring sowie der Support deutlich verbessert werden (z.B. Einführung automatischer Untertitel), was zu einer spürbaren Steigerung der Qualität für die Nutzenden geführt hat.
Trotz dieser Fortschritte zeigt sich bei den eingesetzten IT-Technologien und den Systemlösungen in den verschiedenen Hörsälen über alle Standorte hinweg ein heterogenes Bild. Die historisch gewachsene technologische Vielfalt macht den Betrieb, den Unterhalt und die Weiterentwicklung der Lehrräume äusserst aufwändig und ineffizient.
Ein weiteres Problemfeld stellt die finanzielle Planung und das Lebenszyklusmanagement der eingesetzten Hardware dar. Aktuell waren für den systematischen Ersatz und die Amortisation der bestehenden Videoaufzeichnungsgeräte keine oder deutlich zu wenig finanzielle Mittel fest eingeplant. Ohne ein solches gesichertes Lifecycle-Management droht die bestehende Infrastruktur mittelfristig zu veralten oder durch unvorhergesehene Ausfälle den Lehrbetrieb zu beeinträchtigen, weshalb eine nachhaltige Finanzierung zwingend etabliert werden muss. Diese macht eine dringende Konsolidierung und Harmonisierung der Videoaufzeichnungsinfrastruktur unerlässlich, um die Wartungsaufwände zu reduzieren und einen zukunftsfähigen, digitalen Campus weiter auszubauen.
