Klimaverträgliche Stadtentwicklung
Städte werden oft als „Brennpunkte der Klimakrise“ bezeichnet: Während Städte bis zu 70 % der anthropogenen Treibhausgasemissionen verursachen, sind die städtische Bevölkerung und die Infrastruktur aufgrund der Verschärfung negativer Klimafolgen wie Hitzewellen, Starkniederschläge oder Anstieg des Meeresspiegels erhöhten Risiken ausgesetzt. Daher sind Städte nicht nur für die Minderung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung, sondern müssen sich auch an dessen Folgen anpassen, um ein sicheres Lebesumfeld gewährleisten. Die Gesamtheit Strategien und Massnahmen zur Minderung von und Anpassung an den Klimawandel in urbanen Räumen wird als „klimaverträgliche Stadtentwicklung“ bezeichnet.
Dieses Seminar konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen urbanen Räumen und dem Klimawandel auf verschiedenen Masstabsebenen (lokal bis global) und in verschiedenen Sphären (Atmosphäre, Biosphäre, Pedosphäre, Hydrosphäre, Anthroposphäre) des Erdsystems. Es zielt darauf ab, einen Überblick sowie exemplarische Vertiefungen in zentrale Konzepte, Herausforderungen und Lösungsansätze der klimaverträglichen Stadtentwicklung zu geben. Auf der Grundlage konzeptioneller und methodischer Inputs von einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe von Expert*innen und lokalen Akteur*innen, werden die Studierenden die thematisierten Konzepte und Methoden in problemlösungsorientierten Projektarbeiten auf lokale Beispiele in Bern anwenden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf das „UrbanLab Viererfeld” gelegt wird.
Zielgruppe: Masterstudierende Geographie und Klimawissenschaften mit Grundlagenwissen in Klimatologie (z.B. "Klimatologie I & II")
