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Prüfungen sollen wegen der Corona-Krise online stattfinden

Aufgrund der unsicheren Prognosen bezüglich der COVID-19-Pandemie hält die Universität Bern daran fest, Prüfungen zu den geplanten Terminen im Mai und Juni durchzuführen. Die Leistungskontrollen sollen allerdings grundsätzlich digital stattfinden.

Seit Wochen sind an der Universität Bern Gespräche mit den Fakultätsleitungen für die Organisation der Prüfungen im Gange. Aufgrund der unsicheren Prognosen bezüglich der Entwicklung der Pandemie hält die Universität an den bereits kommunizierten Grundsätzen fest. Alle Leistungskontrollen sollen an den geplanten Terminen im Mai und Juni stattfinden, sie müssen in einer Online-Form geplant werden. Eine begrenzte Anzahl begründeter Ausnahmen wurden von den Fakultäten zusammen mit der Universitätsleitung identifiziert, und deren Umsetzung ist in Planung. Details hierzu werden nach Abschluss der Planung kommuniziert. Für die medizinische Fakultät wurden besondere Massnahmen in Zusammenarbeit mit dem Dekanat erarbeitet.

Aktuell ist nicht abzusehen, ob die erhoffte Lockerung der Massnahmen am 8. Juni stattfinden wird und ob es dann möglich sein wird, Präsenzprüfungen so durchzuführen wie ursprünglich geplant. Der Bundesrat wird den Termin vom 8. Juni erst am 27. Mai 2020 bestätigen und definitiv kommunizieren, in welchem Rahmen Präsenzveranstaltungen und damit Prüfungen möglich sein werden. Aus diesem Grund müssen Online-Lösungen für die Prüfungen geplant werden.

Online-Lösung unerlässlich

Für den Fall, dass Präsenzprüfungen nach dem 8. Juni unter normalen Bedingungen möglich sein sollten, behalten bestehende Raumreservationen, die anfangs Semester für die Prüfungen getätigt wurden, ihre Gültigkeit. «Die Wahrscheinlichkeit, dass dies ohne erschwerende Auflagen geschieht, erscheint aber im Moment extrem klein», sagt Prof. Bruno Moretti, Vizerektor Lehre der Universität Bern. «Fundamental für diese Entscheidung wird die Bestätigung oder Anpassung der Massnahmen durch den Bundesrat sein, die aber erst am 27. Mai kommuniziert wird.»

Eine Verschiebung der Prüfungen auf August oder September hätte die Universität vor eine unlösbare Aufgabe gestellt, falls sich die Lage zu diesem Zeitpunkt nicht verbessert, oder neu verschlechtert haben sollte. Aus diesen Gründen bleibt die Universität Bern bei der Planung, die nach dem 20. März eingeleitet wurde. «Der Universitätsleitung ist es sehr bewusst, dass Online-Prüfungen sich nicht einfach mit Präsenzprüfungen vergleichen lassen. Aber die Ausnahmesituation gebietet die Anwendung von besonderen Massnahmen», sagt Moretti. Zudem seien die Prüfungen für dieses Semester nur eine Etappe innerhalb der Studienkarriere der Studierenden, in welcher es mehrere Leistungskontrollen geben wird. Die Fakultäten und Institute werden nun in den nächsten Tagen die Studierenden über die genaue Form, in der die Prüfungen stattfinden werden, informieren.

30.04.2020