Wie und warum sich Schweizerdeutsch verändert
Mittwoch, 18.02.2026, 18:15 Uhr
| Veranstaltende: | Collegium generale |
|---|---|
| Referierende: | Prof. Dr. Adrian Leemann, Germanistik, Universität Bern |
| Datum: | 18.02.2026 |
| Uhrzeit: | 18:15 - 19:45 Uhr |
| Ort: |
Auditorium maximum, Raum 110 Hauptgebäude Hochschulstrasse 4 3012 Bern |
| Anmeldung: | Keine Anmeldung erforderlich |
| Merkmale: |
Öffentlich kostenlos |
Abstract
Basierend auf Daten des Dialektatlas (www.dialektatlas.ch) analysiert dieser Vortrag die Dynamik und den Wandel der Deutschschweizer Sprachlandschaft. Die Ergebnisse zeichnen ein komplexes Bild: Neben einer Anpassung an das Standarddeutsche (Bsp. Schmätterling) zeigen sich die Ausbreitung überregionaler helvetischer Varianten (Bsp. Rande) sowie die Verbreitung spezifischer regionaler Eigenheiten (Bsp. schlööfle) – bei gleichzeitiger Stabilität anderer Merkmale (Bsp. Stäge). Besonderes Augenmerk liegt auf den vielschichtigen sozialen Ursachen des Wandels. Es wird aufgezeigt, wie Faktoren wie Alter, Geschlecht, soziale Netzwerke, Persönlichkeitsmerkmale und individuelle Einstellungen den Sprachgebrauch steuern. Abschliessend wird ein Ausblick auf das neue Projekt CURLEW gegeben (www.curlew.info), das ab Herbst 2026 diesen fürs Schweizerdeutsche entwickelten methodischen Ansatz auf eine gross angelegte Dialektstudie in England und Wales überträgt.
