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2017

Michael Kaess

Ordentlicher Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Universitätsleitung hat Michael Kaess auf den 1. April 2017 zum ordentlichen Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie, verbunden mit der Stelle des ärztlichen Direktors der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern, gewählt. Er trat die Nachfolge von Benno Schimmelmann an.

Michael Kaess (37) ist in Barranquilla (Kolumbien) geboren und ab dem vierten Lebensjahr in Villingen-Schwenningen (Deutschland) aufgewachsen. Sein Studium absolvierte er von 1999 bis 2007 an der Universität Heidelberg (Deutschland), an der er 2008 auch promovierte. Seine klinische Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie durchlief er sowohl am Universitätsklinikum Heidelberg als auch am «Orygen Youth Health» in Melbourne (Australien). Aufbauend auf seinen wissenschaftlichen Arbeiten an den Universitäten Heidelberg und Melbourne habilitierte Michael Kaess im Jahr 2015 und wurde daraufhin geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg sowie Leiter der Forschungssektion «Translationale Psychobiologie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie».

Im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit von Michael Kaess stehen die Erforschung von Störungen der Stress- und Emotionsregulation im Kontext der menschlichen Entwicklung. Diese werden im Kindes- und Jugendalter besonders häufig im Rahmen der Entstehung von affektiven Störungen oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen beobachtet. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt von Michael Kaess liegt auch in der Kombination seiner neurowissenschaftlichen Forschung mit der Entwicklung und Evaluation moderner Diagnose- und (Psycho-)Therapieverfahren, die letztlich zu einer effektiveren und personalisierten Früherkennung und -intervention führen soll.