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Architekturwettbewerb für Uni-Areal Muesmatt entschieden

Ein neuer Campusplatz öffnet sich grosszügig dem Quartier und wird zur Hauptadresse des Forschungsstandortes Uni Muesmatt im Berner Länggassquartier. Die Siegerprojekte des Architekturwettbewerbes auf dem Muesmatt-Areal stehen fest. Den städtebaulichen Part hat eine Berner Arbeitsgemeinschaft gewonnen, beim Neubau für die Naturwissenschaften kam ein Zürcher Architekturbüro zum Zug.

Das Muesmatt-Areal ist einer der vier räumlichen Schwerpunkte für die zukünftige Entwicklung der Universität Bern. Einige Gebäude auf dem Areal sind stark sanierungsbedürftig und können den Naturwissenschaften mit einem grossen Bedarf an Laborflächen weder den nötigen Platz noch zeitgemässe Infrastrukturen für Lehre und Forschung bieten. Konkret soll in einer ersten Bauetappe in der Arealmitte entlang der Gertrud-Woker-Strasse ein Neubau für die Naturwissenschaften entstehen. Die zweite Bauetappe beinhaltet Neubauten entlang der Freiestrasse. Das Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) hatte für diese Aufgabe einen Architekturwettbewerb lanciert. Im Wettbewerb wurde ein Projekt für die erste Bau-Etappe mit dem Ersatzneubau im Zentrum des Areals sowie eine überzeugende städtebauliche Gesamtsicht über beide Bauetappen gesucht.

26 Projekte beurteilt    

Das Preisgericht beurteilte insgesamt 26 Projekte hinsichtlich des städtebaulichen Gesamtkonzeptes und des Projektvorschlages für die erste Bauetappe. Das breit aufgestellte Preisgericht entschied sich einstimmig für beide Siegerprojekte. Das Projekt «Symbiosis» der ARGE Grimshaw/Archipel mit Sitz in Bern gewinnt den städtebaulichen Ideenpart. Das Projekt «Kosmos» des Zürcher Büro Gunz & Künzle Architekten GmbH siegt mit dem Projektvorschlag für den Neubau Naturwissenschaften.

Symbiose mit dem Quartier

Die Wettbewerbsbeiträge zeigten auf, dass die hohe Verdichtung im Arealinnern entlang der Gertrud-Woker-Strasse entsprechend kleinere Bauvolumen entlang den Rändern bedingt. Der Ideenbeitrag «Symbiosis» der ARGE Grimshaw/Archipel überzeugte das Preisgericht in dieser Hinsicht mit drei in den Dimensionen gut austarierten Baukörpern im Zusammenspiel mit einem Aussenraum, welcher das Potential hat, eine wirklich lebendige Schnittstelle zwischen Universität und Quartier zu werden. 

Kosmos der Wissenschaften

Der Projektvorschlag «Kosmos» des Büros Gunz & Künzle Architekten GmbH aus Zürich liefert ein modernes transparentes Gebäude mit einem hohen Grad an Öffentlichkeit. Das Preisgericht würdigt den Beitrag als passende Antwort auf die komplexe Aufgabestellung eines Laborgebäudes in dem sensiblen städtischen Umfeld. 

Wie geht es weiter

Im Rahmen der erforderlichen Priorisierung der Nettoinvestitionen für Hochbauten hat der Regierungsrat entschieden, dass die Realisierung des Projekts um 5 Jahre verschoben werden muss. Aus diesem Grund wird der Start der 1. Bauetappe in Abhängigkeit der Priorisierung erst ab 2031 erfolgen. Die Wettbewerbsergebnisse werden entsprechend finalisiert und gesichert. 

Ausstellung

Die Ergebnisse des Wettbewerbs können in einer öffentlichen Ausstellung besichtigt werden,
Einlass mit gültigem Covid-Zertifikat.

Zeit: 11. – 25. November 2021
Ort: Hochschulzentrum vonRoll, Fabrikstrasse 2E, Dachgeschoss
Öffnungszeiten: Mo – Fr 11:30 – 19:00 Uhr, Sa 10:00 – 16.00 Uhr

Der Jurybericht kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

11.11.2021