Studienwahl

Die Studienwahl ist stark geschlechtsspezifisch geprägt. Frauen, die sich für die Fächer Volkswirtschaft, Informatik oder Physik entscheiden, sind nach wie vor in der Minderheit. Dagegen beträgt der Männeranteil in der Veterinärmedizin oder der Theaterwissenschaft nur 20 Prozent. Diese Unterschiede in der Verteilung der Geschlechter auf die Fächer und Disziplinen bezeichnet man als horizontale Segregation. Die Universität Bern setzt sich dafür ein, Stereotype aufzubrechen und damit die horizontale Segregation abzuschwächen.

Hier finden Sie Informationen zu verschiedenen Aktivitäten an der Universität Bern:

Angebote der Universität Bern

Welche Chancenungleichheiten gibt es bei der Berufs- und Studienwahl? Welche Massnahmen existieren bereits im Kanton Bern, um diesen Ungleichheiten entgegenzuwirken und welche zusätzlichen Massnahmen müssten ergriffen werden? Im Praxis-Theorie-Dialog sitzen Fachpersonen aus der Forschung, aus der Hochschulverwaltung, der Kantonalen Bildungsdirektion und der Gleichstellung, aber auch Laufbahnberaterinnen, Lehrer, Schulleiterinnen und Leiter von innovativen Seitenwechselprojekten an einem runden Tisch zusammen. Im Gespräch werden die verschiedenen Perspektiven dargelegt, es wird voneinander gelernt und im Plenum neue Strategien diskutiert. Erkenntnisse der Theorie fliessen durch den gemeinsamen Dialog in die Praxis ein und ermöglichen so neue strategische Ausrichtungen und deren Umsetzung. Die Anlässe sind im Sinne des Wissenstransfers in die Gesellschaft auch für ein weiteres Publikum geöffnet. Der Lerneffekt wird von allen Beteiligten als sehr hoch und sehr positiv beurteilt. 

Die Treffen sind öffentlich, sie finden zwei- bis dreimal jährlich statt und werden von den Gleichstellungsstellen der Universität Bern, der Berner Fachhochschule, der PHBern und der kantonalen Fachstelle für Gleichstellung organisiert.

Kontakt: lilian.fankhauser@afg.unibe.ch

Das von Swissuniversities geförderte Kooperationsprojekt chance_be verbindet und vernetzt die Universität Bern, die Berner Fachhochschule BFH und die Pädagogische Hochschule Bern PHBern im Bereich der Berufs- und Studienwahl. Welche Fächer sind besonders nach Geschlecht segregiert und warum? Welche Massnahmen existieren bereits im Kanton Bern und welche zusätzlichen Massnahmen müssen die drei Hochschulen ergreifen? Wie können die Erkenntnisse aus der Theorie in die Praxis transferiert werden? Diese Fragen stehen beim Praxis-Theorie-Dialog im Zentrum. 

Aktuelles Projekt: fünf Studierende der drei Berner Hochschulen erzählen, warum sie ein untypisches Fach studieren: #bildungsvorbilder

Kontakt: Lilian Fankhauser lilian.fankhauser@afg.unibe.ch

Am Zukunftstag können Schüler*innen der 5. bis 7. Klasse verschiedene Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennen lernen, indem sie Eltern oder weitere Bezugspersonen zur Arbeit begleiten oder an einem Spezialprogramm teilnehmen. Mädchen und Jungen erhöhen das Selbstvertrauen, ihre Zukunft losgelöst von Geschlechterstereotypen in die Hand zu nehmen. Der «Seitenwechsel» im Rahmen des Zukunftstages fördert damit frühzeitig die Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Berufswahl und Lebensplanung.

Informationen zum Zukunftstag an der Universität Bern finden Sie hier: Zukunftstag Universität Bern

 

Die philosophisch naturwissenschaftliche Fakultät organisiert jedes Jahr einen Schnuppertag für Mittelschülerinnen. Am Schnuppertag erfahren Sie mehr über unterschiedliche Studienrichtungen, in denen Frauen noch untervertreten sind. Die Mittelschülerinnen erhalten Einblick in die Institute und in Labors, können Kontakte knüpfen und erhalten Informationen zu den Berufsperspektiven.