Studienwahl

Die Studienwahl ist stark geschlechtsspezifisch geprägt. Frauen, die sich für die Fächer Volkswirtschaft, Informatik oder Physik entscheiden, sind nach wie vor in der Minderheit. Dagegen beträgt der Männeranteil in der Veterinärmedizin oder der Theaterwissenschaft nur 20 Prozent. Diese Unterschiede in der Verteilung der Geschlechter auf die Fächer und Disziplinen bezeichnet man als horizontale Segregation. Die Universität Bern setzt sich dafür ein, Stereotype aufzubrechen und damit die horizontale Segregation abzuschwächen.

Hier finden Sie Informationen zu verschiedenen Aktivitäten an der Universität Bern:

Nationaler Zukunftstag

Seitenwechsel für Mädchen und Jungs: Der nächste Zukunftstag der Universität Bern findet am 14. November 2019 statt.

Am Nationalen Zukunftstag öffnet die Universität Bern ihre Türen für Jugendliche der 5.-7. Klasse. Mädchen und Jungen wechseln an diesem Tag die Seiten; das heisst, sie lernen geschlechtsuntypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennen. So öffnen sich Horizonte und Mädchen und Jungen bekommen Mut und Selbstvertrauen, ihre Zukunft losgelöst von starren Geschlechterbildern an die Hand zu nehmen. Verschiedene Institute der Universität Bern beteiligen sich schon seit längerem an diesem Projekt, welches einst aus dem nationalen Tochtertag entstanden ist. Seit 2013 bietet die Universität Bern auf Initiative des Generalsekretariats und der Abteilung für Gleichstellung ein zentral koordiniertes Programm an.

Auch 2019 wird die Universität wieder mit einem vielfältigen Programm den Seitenwechsel für Jungs und Mädchen ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen werden dann erneut Gelegenheit haben, aus verschiedenen Fächern der Universität eines auszuwählen und dieses auf interaktive Weise zu entdecken. Dabei können sie von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern viel Spannendes über die Fächer selbst lernen wie auch von möglichen beruflichen Werdegängen erfahren.  Da der Seitenwechsel im Vordergrund steht, schnuppern in der Regel die Knaben in Fächer mit einem hohen Frauenanteil unter den Studierenden, die Mädchen erkunden typische Männerdomänen.

Weitere Informationen zum Zukunftstag finden Sie hier: www.nationalerzukunftstag.ch

Bericht Zukunftstag 2018

Chancengleichheit bei der Berufs- und Studienwahl an Berner Hochschulen

chance_be

Das von Swissuniversities geförderte Kooperationsprojekt chance_be verbindet und vernetzt die Universität Bern, die Berner Fachhochschule BFH und die Pädagogische Hochschule Bern PHBern im Bereich der Berufs- und Studienwahl. Welche Fächer sind besonders nach Geschlecht segregiert und warum? Welche Massnahmen existieren bereits im Kanton Bern und welche zusätzlichen Massnahmen müssen die drei Hochschulen ergreifen? Wie können die Erkenntnisse aus der Theorie in die Praxis transferiert werden? Diese Fragen stehen beim Praxis-Theorie-Dialog im Zentrum.

Kontakt: Lilian Fankhauser lilian.fankhauser@afg.unibe.ch

Schnuppertag für Mittelschülerinnen phil.nat

Gut die Hälfte der Studierenden an der Universität Bern sind heute Frauen. Bei genauerem Hinschauen zeigt sich jedoch, dass Studentinnen in den naturwissenschaftlichen Fächern nach wie vor untervertreten sind. Am augenfälligsten ist die Diskrepanz in der Informatik, wo der Frauenanteil im Bachelorstudium 16 Prozent beträgt. In der Mathematik beträgt der Anteil der Studentinnen mittlerweile 42 Prozent, in der Physik sind es lediglich 25 Prozent und in der Chemie 24 Prozent. (Zahlen Herbstsemester 2018).

Mit dem Schnuppertag für Mittelschülerinnen soll für eine starke Präsenz von Frauen in naturwissenschaftlichen und mathematischen Studiengängen geworben werden. Stereotypen sollen aufgebrochen und junge Frauen für ein Studium der Naturwissenschaften begeistert werden.

Der Schnuppertag für Mittelschülerinnen ist ein gemeinsames Projekt der Abteilung für die Gleichstellung von Frauen und Männern der Universität Bern und der Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät.