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Universitätssport

Unisport Jahresbericht 2021/2022

Liebe Unisportler:in

«Der Jahresbericht 2021/22 kommt in neuer Form daher. Der Trend geht von gedruckten Jahresberichten weg, hin zu interaktiven Lösungen. Diesen Weg wollen wir auch im Unisport gehen. Wir erarbeiten zurzeit das Konzept für die künftige Form. In diesem Jahr wird der Jahresbericht, als Zwischenschritt, als Weblösung publiziert und nicht mehr postalisch verschickt. Auch die wenigen, noch verbleibenden postalischen Versände, werden wir per Ende Jahr komplett auf digital umstellen. Ich wünsche dir viel Vergnügen bei der Online-Lektüre.»

Reto Zimmermann, Leiter Universitätssport Bern

Das Studienjahr 2021/22 war geprägt von sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Das erste Halbjahr war von der Pandemie beeinflusst und erforderte die Umsetzung neuer Lösungen. Das zweite Halbjahr führte uns so schnell aus der Pandemie heraus, wie sie zwei Jahre zuvor über uns hereingebrochen war. Seither können wir im Unisport endlich wieder uneingeschränkt das tun, was wir am liebsten machen – Menschen zusammenbringen und bewegen.

 

Eine grosse Enttäuschung erlebten wir mit der Covid bedingten Absage der Winteruniversiade 2021 in der Innerschweiz. Die Absage dieses Jahrhundertprojekts 10 Tage vor der Eröffnung, betraf zwar in erster Linie Swiss University Sports, den nationalen Hochschulsportverband, dem auch der Unisport angehört. Aber da wir im Vorfeld diesen Mega-Event auch in Bern stark promoteten, war auch im Unisport die Enttäuschung über die Absage gross. Die speziellen Werbemassnahmen rund um die Winteruniversiade 2021 sind unser Schwerpunktthema im diesjährigen Jahresbericht.

In der Rubrik «Zahlen und Fakten» vergleichen wir die Zahlen nicht wie üblich nur mit dem von der Pandemie stark betroffenen Vorjahr, in welchem zum grössten Teil kein normales Sportangebot möglich war, sondern auch mit dem Referenzjahr 2018/19, dem letzten vollständigen Jahr vor der Pandemie. Für die Analyse und die weitere Planung liefert dieser Vergleich die wertvolleren Erkenntnisse.

Die Planung für das kommende Studienjahr beschäftigte uns im Berichtsjahr besonders. Die Unsicherheit, was nach der Pandemie sein wird, war gross, die Planung entsprechend herausfordernd. Kommen die Studierenden, die Mitarbeitenden und die weiteren Ausweisbesitzenden von alleine in die Unisportangebote zurück, oder braucht es dazu Revitalisierungsmassnahmen? Welchen Effekt hat vermehrtes Homeoffice auf die Besuche in den Unisporttrainings? Werden Online-Angebote beliebt bleiben? Sollen wir verstärkt in hybride Formen investieren, oder suchen die Sportler:innen vor allem das soziale Miteinander vor Ort? Die Antworten auf all diese Fragen kennen wir wohl erst in einem Jahr.

Herbstsemester: Noch durch Pandemie beeinflusst

18 Monate Pandemie-Erfahrung haben uns gelehrt, Corona Fallzahlen aufmerksam zu verfolgen und auf Unvorhergesehenes rasch und flexibel zu reagieren. Wir waren zuversichtlich, auf alles Mögliche vorbereitet zu sein, um bei einer Veränderung der Lage rasch eines unserer bewährten Schutzkonzepte reaktivieren zu können – es kam jedoch anders.

Zum Start der Phase 1 präsentierte sich die Situation erfreulich: Wir konnten das Unisportprogramm ohne Masken bei der Sportausführung, ohne Mengenbeschränkungen in den geleiteten Trainings und ohne Einschreibelisten (Ausnahme in den Fitnessräumen) starten. Trotz leichtem Angebotsausbau (+7.3%) besuchten weniger Teilnehmende (-8.7%) die Angebote in der Phase 1. Dies dürfte auf die Einführung der Zertifikatspflicht während der Phase 1, zuerst an der Universität Bern, wenig später auch auf Bundesebene, zurückzuführen sein.

Die überraschend schnelle Verfügung der Zertifikatspflicht (3G; geimpft-genesen-getestet) führte zu einer der grössten Herausforderungen für den Unisport in dieser Pandemie. Wir konnten kein bewährtes Schutzkonzept aus der Schublade ziehen. Im Gegenteil: Innert Tagen mussten Zertifikatskontrollen in allen geleiteten Angeboten und die Kontrolle der Fitnessraumzugänge während der gesamten Öffnungszeit sichergestellt werden. Hinzu kam, dass sich die Polarisierung in der Bevölkerung betreffend Zertifikate auch bei unseren Trainingsleitenden zeigte. Als Angestellte des Universitätssports galt auch für sie 3G. Weiter mussten sie einen Grossteil der Zertifikatskontrollen vor Trainingsbeginn selbstständig durchführen. Fast 20 Trainingsleitende mussten wir kurzfristig ersetzen, da diese unter den gegebenen Umständen nicht mehr bereit waren, ihre Angebote zu leiten. Diejenigen, welche nicht geimpft oder genesen waren, konnten von einem schlanken Testverfahren an der Uni profitieren. Trotzdem war das Testen vor der Trainingsleitung für diese Trainingsleitenden eine zeitliche Zusatzbelastung.

Der grosse Vorteil der Zertifikatspflicht war, dass die Unisportangebote ohne Masken, ohne Kapazitätsbeschränkungen und sogar ohne Contact-Tracing stattfinden konnten. Abgesehen von der Zertifikatspflicht und der Maskentragpflicht in den Gebäuden ausserhalb der sportlichen Tätigkeit, konnte der Unisport so gewöhnlich wie seit 1.5 Jahren nicht mehr stattfinden.

Die Teilnehmendenzahlen waren im Herbstsemester dann auch erfreulich hoch. In den meisten Angeboten konnten wir gute bis sehr gute Zahlen registrieren, ja es gab sogar einzelne Teilnahmerekorde. Deutlich tiefer als gewohnt blieben aber die Beteiligungen im Bereich der geleiteten Fitnesstrainings.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Angebotsstunden im Herbstsemester um über 100% und die Teilnehmendenzahlen um rund 80%, was auf der Hand liegt, da wir im letzten Jahr ab Ende Oktober im Lockdown waren. Interessanter ist der Vergleich zum Studienjahr 2018/19, dem letzten vollständigen Studienjahr vor der Pandemie: In diesem Vergleich lagen die Besucher:innenzahlen dann doch rund 30% tiefer, bei fast identischem Angebotsumfang.

Ab 20. Dezember 2021 galt aufgrund steigender Fallzahlen und Kapazitätsengpässen in den Spitälern auch während der Sportausübung wieder Maskenpflicht und zusätzlich 2G (geimpft-genesen) resp. 2G+ (geimpft-genesen + getestet), dort wo keine Maske getragen werden konnte (Schwimmen, teilweise Kampfsport u.a.). Diese strikteren Bedingungen dauerten bis 17. Februar 2022, unmittelbar vor dem Beginn des Frühjahrssemesters, an und drückten deutlich auf die Beteiligung. Der in der Tabelle 5 ausgewiesene Wert von -27% gegenüber Studienjahr 2018/19 beinhaltet die gesamte Phase 3 des Studienjahres 2021/22, welche gegenüber dem Studienjahr 2018/19 eine Woche länger dauerte. Korrigieren wir die Verzerrung durch die zusätzliche Woche, beträgt der Rückgang -38%. Sport mit Maske funktioniert eingeschränkt zwar schon, macht aber definitiv keinen Spass.

Frühjahrssemester: Zurück zur Normalität

Ab Februar fielen die Corona-Fallzahlen rasant. Als Reaktion auf die sinkenden Fallzahlen hob der Bundesrat pünktlich auf den Frühjahrssemesterstart weitestgehend alle Massnahmen auf. So schnell und überraschend wie vor fast genau zwei Jahren der erste Lockdown verhängt wurde, so schnell gehörten die Pandemiemassnahmen in der Schweiz grösstenteils der Vergangenheit an. Sport konnte von da an wieder ohne Masken, ohne Zertifikatspflicht, ohne Contact-Tracing und ohne Kapazitätsbeschränkungen genossen werden. Die Teilnehmendenzahlen stiegen ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich an. Gegenüber dem Vorjahr resultierte in der Phase 4 ein Plus von 180% (im Vorjahr konnte Sport in diesen Monaten lange nur im Freien ausgeübt werden und es galten Obergrenzen von 5 und später 15 Personen pro Trainingsgruppe). Gegenüber dem Referenzjahr vor Corona (2018/19) lagen die Besucherzahlen noch bei minus 25%, in der Phase 5 dann noch bei minus 21%.

Während in den meisten Sportarten, insbesondere in den Spielsportarten, die Teilnehmendenzahlen wieder auf die für uns normalen Werte stiegen, blieben die Zahlen in den geleiteten Fitnessangeboten auch im Frühjahrssemester deutlich tiefer als vor der Pandemie. Über die Gründe können wir nur spekulieren. Gut möglich, dass die Pandemie hier eine Verhaltensänderung bewirkt hat (Online-Angebote aus dem Internet, eigene Fitnesseinrichtung zuhause, vermehrtes Sporttreiben im Freien, verbreitetes Homeoffice etc.).

 

Sehr geschätzt wurde die Wiederaufnahme der Sportevents. Die Pandemie hatte während fast zwei Jahren solche Events verunmöglicht. Unsere beliebten Spielturniere konnten endlich wieder stattfinden und die Studierenden schätzten nicht nur den sportlichen Wettstreit, sondern vor allem auch den sozialen Kontakt an den diversen Anlässen.

Auch Swiss University Sports nahm seine Turniere wieder auf. Der grösste dieser Anlässe, die Swiss University Games im Centro Sportivo in Tenero, die vom 29.04.-01.05.2022 stattfanden, konnten einen Teilnehmendenrekord verzeichnen, was unterstreicht, wie sehr solche Anlässe in den letzten beiden Jahren vermisst wurden.

Fitnessräume

Ungebrochen beliebt war das individuelle Training in unseren beiden Fitnessräumen (ZSSw und vonRoll). Über das ganze Studienjahr betrachtet beträgt der Besucherrückgang gegenüber dem Referenzjahr 2018/19 nur -20% und ist somit kleiner als bei den geleiteten Angeboten (-26%). Keine Zahlen haben wir zur Geschlechterverteilung. Aufgrund unserer Beobachtungen stellen wir aber einen zunehmenden Frauenanteil, insbesondere auch im Freihantelbereich, fest.

Ausweisverkäufe

Gegenüber dem Vorjahr wurden gut 1'000 Ausweise mehr gelöst, was einem Plus von 58% entspricht. Gegenüber dem Referenzjahr 2018/19 beträgt der Rückgang der Ausweisverkäufe aber 28%. In der Tabelle (siehe unten) fällt auf, dass während den Monaten mit den strikten Corona-Massnahmen (2G und Maskenpflicht) die Ausweisverkäufe einbrachen (dunkler eingefärbt). Gegenüber dem Referenzjahr erreichten sie nur noch 45%, während sie im restlichen Studienjahr (von August 2021 bis Mai 2022) durchschnittlich 75% erreichten. Die verschärften Coronamassnahmen hielten also nicht nur die Studierenden und die Ausweisbesitzenden von der Teilnahme ab, sondern führten insbesondere auch dazu, dass man unter diesen Bedingungen sein Geld nicht für einen neuen Ausweis ausgeben wollte.

Bei der Betrachtung der einzelnen Ausweiskategorien fällt auf (siehe Grafik 2 Kapitel "Statistik"), dass die Studierenden der Berner Fachhochschule, die für die Teilnahme einen Ausweis lösen müssen, zurück im Unisport sind. Gleiches gilt für die Studierenden der Uni und der PHBern. Die Mitarbeiter:innen und die Akademiker:innen lösten wieder deutlich mehr Ausweise als im Vorjahr, aber deutlich weniger als im Vergleich zum Referenzjahr. Vermehrtes Homeoffice oder oben erwähntes verändertes Bewegungsverhalten könnten mögliche Erklärungen sein. Bei den Gymnasiasten und den Partnerausweisen zeigt sich ein ähnliches Bild, wenn auch in der Ausprägung geringer.

Trainings- und Kursleitende

Im Studienjahr 2021/22 unterrichteten 423 Trainings- und Kursleitende. Im Rahmen des Trainingsleiter:innen-Abends wurden folgende Personen für ihr langjähriges Engagement für den Universitätssport geehrt:

  • 25 Jahre:    Manoel Matias Lopes (Capoeira)
  • 20 Jahre:    Antonio Currao (Fussball)
  • 15 Jahre:    Tina Danzeisen (Step&Tone), Beat Kehrli (Geräteturnen)
  • 10 Jahre:    Manuel Stefan Bühler (Lacrosse), Nicole Rebecca Hegner (Volleyball), Uriel Nyffenegger (Basketball), Valentin Raemy (Kajak)

Chancengleichheit, Diversität und Inklusion

Die Geschlechterverteilung der 423 Trainingsleitenden war 2021/22 mit 49% Frauen und 51% Männern praktisch ausgeglichen. Die Anzahl Trainingsleitende nahm leicht ab, jedoch haben sich auch die Angebote mit den Lockerungen der Covid-Einschränkungen verändert. Bei den Online-Angeboten reduzierte sich die Anzahl der Trainingsleitenden von 50 auf 15, 14 davon waren Frauen. Auf der Website des Unisports wurde in der Rubrik «Beratung» eine Anlaufstelle für Chancengleichheit, Diversität und Inklusion geschaffen. Bislang sind noch keine Anfragen eingegangen.

Nachhaltigkeit

Im Zusammenhang mit der ökologischen Nachhaltigkeit hat der Unisport im vergangenen Studienjahr eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe gegründet, mögliche Handlungsfelder (Lebensmittel, Textilien, Mobilität, Abfall, Papiergebrauch etc.) festgelegt und Daten für künftige Projekte beschafft. Einzelne Beschlüsse, wie die Anreise mit dem ÖV (anstelle Universitätssport-Bus) an unsere externen Angebote, setzten wir in mehreren Kursen und Wettkämpfen um. Durch digitale Lösungen konnten die ersten Events (Futsal- und Fussballnacht) und der vorliegende Jahresbericht erstmals ohne Papierverbrauch realisiert werden.

Projekt Aufwertung Aareraum Worblaufen

Vor einigen Jahren lancierte der Kanton Bern zusammen mit der Gemeinde Ittigen das Projekt «Aufwertung Aare-Raum Worblaufen». Ziel dieses Projektes war, den Aareraum zwischen Löchligut und Worblaufen den heutigen Bedürfnissen von Natur, Naherholung und Freizeit anzupassen.

Auf diesem Abschnitt der Aare führt der Universitätssport seit vielen Jahren Kanukurse durch. Als Vertreter der «Benutzergruppe Kanu» arbeiteten fachkundige Personen des Universitätssports im Projektteam mit. Im Fokus standen dabei kanuspezifische Optimierungen auf und neben dem Wasser (Blockwürfe für Kehrwasser, verbesserte Ein- und Ausstiegssituation u.a.). Im Oktober 2021 wurden die Bauarbeiten mit der Konstruktion der Ufermauer gestartet. Mit einer wertvollen Erweiterung der Übungsmöglichkeiten auf der rechten Uferseite wurde diese Etappe im Frühjahr 2022 abgeschlossen.

Winteruniversiade 2021 – Die Uni Bern war bereit

Die Winteruniversiade «Lucerne 2021» hätte vom 11. bis 21. Dezember 2021 in der Schweiz ausgetragen werden sollen, musste aber wenige Tage vor der Eröffnung pandemiebedingt abgesagt werden.

Wie das grosse Organisationsteam war auch die Universität Bern startklar. 11 Studierende der Uni Bern waren für diesen nach den Olympischen Winterspielen zweitgrössten Winter-Multisport-Anlass selektioniert worden und der Unisport hatte mit diversen lokalen Projekten und Events die Vorfreude auf diesen einmaligen Grossanlass geweckt. Die Tatsache, dass es nach fast 60 Jahren (Villars 1962) wieder gelungen war, die Austragung einer Universiade in die Schweiz zu holen, musste gebührend gefeiert werden.

Analog zum olympischen Fackellauf wurde von Swiss University Sports ein «Wasserlauf» konzipiert, der im Vorfeld der Universiade an den verschiedenen Schweizer Universitäten und Hochschulen Halt machte. Am Donnerstag, 11. November 2021 war die Uni Bern an der Reihe. Der Unisport entschied sich, den Water Relay mit drei voneinander unabhängigen Events zu feiern:

Offizielle Feier mit geladenen Gästen, UniS

Die offizielle Feier fand im Foyer der UniS statt. Die rund 80 geladenen Gäste wurden von Moderator Christian Graf durch einen unterhaltsamen Abend geführt. Begrüsst wurden die Anwesenden von Alt Vizerektor Prof. Dr. Achim Conzelmann. In einer Talkrunde mit Snowboarderin und Studentin Ariane Burri, der Astrophysikerin Prof. em. Dr. Kathrin Altwegg, Simone Righenzi, Head of Elite Sports von Swiss University Sports und Peter Matti, Universitätssportlehrer und Koordinator Spitzensport und Studium an der Universität Bern, wurden die Themen «Duale Karriere und Excellence an der Uni Bern» erörtert.

Videoeinspielungen zeigten den Weg der Wasserkaraffe vom letzten Austragungsort in Turin bis nach Bern inklusive des eigens gedrehten Clips mit dem WU2021-Maskottchen «Wuli» beim «Aare-Böötle» und stellten die selektionierten Universiaden-Athletinnen und -Athleten der Uni Bern vor.

Eine spektakuläre Akro-Show boten die Berner Styleacrobats. Umrahmt wurde der Anlass vom Berner Liedermacher Oli Kehrli und von Wuli. Höhepunkt bildete die Übergabe der stilvollen Wasserkaraffe, mit der schliesslich in Luzern die Universiade hätte eröffnet werden sollen.

 

Als Besonderheit wurde die Wasserkaraffe vom Verwaltungsdirektor Markus Brönnimann mit einem 2000 Jahre alten Eisstück ergänzt, das aus einer Gletscher-Eiskernbohrung der weltweit renommierten Klimaforschung der Uni Bern stammte. Nach einem Apéro riche wurde der Water Relay in Richtung Fribourg/Neuenburg fortgesetzt.

WU2021 Spielrausch für Unisportler:innen, ZSSw

Bereits am Nachmittag fand im Zentrum Sport und Sportwissenschaft der Sportevent «WU2021 Spielrausch» statt, der auf grossen Anklang stiess. In der Qualifikationsrunde massen sich die 4er-Teams im «Biathlon» (ein Geschicklichkeitsparcours in Kombination mit Laserpistolenschiessen), Eisstockschiessen und Tischcurling. Die besten zwei Teams durften das Finalspiel im Eishockey auf dem Eisfeld bestreiten.

Studierendenparty, Eisfeld ZSSw

Am späten Abend verwandelte sich das temporäre Eisfeld beim ZSSw schliesslich in eine sehr gut besuchte Open-Air-Party-Location, die in Zusammenarbeit mit der Fachschaft der Sportstudierenden organisiert wurde.

Der Unisport konnte sich dank der abwechslungsreichen, hervorragend organisierten offiziellen Feier uniintern als versierter Eventorganisator über den Sport hinaus profilieren. Das temporäre Eisfeld inklusive dem Winteruniversiade-Promohäuschen «Wuli’s Lodge» hatte die wohl stärkste und nachhaltigste Aussenwirkung.

Über den Beachvolleyballfeldern wurde für sechs Wochen ein echtes Eisfeld aufgebaut, das ein zusätzliches Unisportprogramm ermöglichte, das sehr gut nachgefragt wurde. Zudem war das Eisfeld auch für extern Interessierte wie Schulen, Quartierbewohnende und für Spezialevents zugänglich. Das gesamte Sportmaterial (Schlittschuhe, Eishockeystöcke, Eisstockschiessen, Curling u.a.m.) stand bei einer Miete des Eisfeldes zur Verfügung. Das Projektmanagement für das Eisfeld übernahm der Trainingsleiter Benjamin Anliker. Der Betrieb stellte sich allerdings als sehr aufwändig heraus. Das Reinigen der Eisfläche verursachte insbesondere an den Wochenenden zusätzliche Arbeit für den Hausdienst. Die Verpflegung an den Events konnte dem zfv übertragen werden.

Dass die WU2021 schliesslich wenige Tage vor der Eröffnungsfeier abgesagt wurde, betraf den Unisport zwar nur indirekt, wurde aber nicht als minder schmerzlich empfunden.

Sieger:innen an den Berner Events

Die meisten Berner Events und Meisterschaften konnten im Berichtsjahr wie geplant stattfinden (18 Berner Events). Wenn ein Event abgesagt werden musste, war dies meist auf kurzfristige Teamabmeldungen zurückzuführen.

  • Beach Tennis (offene Kat.) 27.09.2021: Pascal Maurer (AKAD)/Nicolas Frautschi (AKAD)
  • Beachvolleyball Mixed 28.09.2021: Muriel Geissberger (WISO)/Jonathan Matzinger (WISO)
  • Beachvolleyball Männer 29.09.2021: Joel Wieland (phil.-hum.)/Enrico De Lucia (phil.-hum.)
  • Tischtennis 20.10.2021: Wim Runkel (Med.)/David Schumacher (ETHZ)
  • Badminton 28.10.2021: Rahel Bär (phil.-hum.), Julian Eychmüller (Med.); Linda Dang (phil.-nat.)/Jonas Infanger (Rw)
  • Fechten 22.11.2021: Louise Probst (Rw), Nicolas Dränert (AKAD)
  • Futsal 26.11.2021: Team «FC Öptait» mit Adam Begbie (phil.-hum.), Nico Clausen (Med.), Maxim Pürro (Rw), Leonardo Giorgio Ferrari (WISO), David Kurz (phil.-hum.), Raphael Stieger (phil.-hum.), Noah Uche (Med.), Yanis Haribe (WISO), Simon Gössi (phil.-hum.), Luca Zubler (phil.-hum.), Gregory Bissegger (phil.-hum.), Alejandro Henzi (WISO)
  • Squash 24.02.2022: Christina Mathis (AKAD), Sandro Thom (phil.-hum.)
  • Roundnet 27.04.2022: Merlin Baumeler (phil.-hum.)/Carole Gassner (phil.-hum.)
  • Fussball 06.05.2022: Team «Lord Bendtner» mit Rabio Rochhinotti (phil.-hum.), Matteo Stamm (phil.-hum.), Tano Baumann (phil.-hum.), Miguel Lopez (Rw), Gian Jäger (phil.-hum.), Cyril Künzler (phil.-hum.), Andrin Umiker (phil.-hum.), Simon Lieffering (phil.-hum.), David Bieri (phil.-hum.), Noah Benhauresch (phil.-hum.), Amir Ryser (phil.-hum.), Sandro Rüeger (phil.-hum.), Oliver Gehrig (Rw), Remo Kilchhofer (phil.-hum.)
  • Wasserspringen 24.05.2022: Isabelle Stadelmann (Uni-MA), Lorenz Geissbühler (AKAD)
  • Volleyball 25.05.2022: Team «Smash & Dash» mit Livio Abächerli (phil.-hum.), Patrik Thaler (phil.-hum.), Anna Loosli (Vet.), Till Gygax (phil.-hum.), Sarah Häfliger (Rw), Marcia Rohrer (phil.-nat.)
  • Beachvolleyball Frauen 31.05.2022: Andrina Lüthi (phil.-hum.)/Joëlle Vetter (PHBern)
  • Beachvolleyball Männer 02.06.2022: Joel Wieland (phil.-hum.)/Patrik Thaler (phil.-hum.)
  • Beach Tennis (offene Kat.) 01.06.2022: Alessio Petrone (phil.-nat.)/Mirco Petrone (WISO)

Sieger:innen an Swiss University Championships

An 17 von insgesamt 19 durchgeführten Swiss University Championships nahmen Berner Studierende teil. Im Eishockey und beim Schiessen holten sich die Berner Athlet:innen den Titel.

  • Schiessen Einzel und Team 18.09.2021: Uni Bern Team mit Anja Senti (BFH), Martina Kaufmann (phil.-nat.), Patrick Oesch (WISO).
  • Eishockey 25.03.2022: Uni Bern Team mit Kevin Geissbühler (WISO), Melchior Lanz (Rw), Thierry Bessire (WISO), Gregory Felder (Rw), Gianni Stiffler (WISO), Jordi Rozijn (phil.-hum.), Cedric Bracher (Rw), Christoph Hirsbrunner (WISO), Andrej Maraffio (UNI ZH), Chris Gujan (phil.-nat.), Yanneck Kumli (WISO), Julian Klingele (WISO), Andrea Robbi (Med.), Olivier Rütz (WISO).

Im Berichtsjahr wurden mit den Ansprechpersonen und Studienberatungen der Fakultäten individuelle Lösungen für die ausgewiesenen Sportler:innen ausgearbeitet (basierend auf den Studienreglementen). Ausserdem fand ein Austausch mit Swiss University Sports, dem BIZ, Berufsberatungs- und Informationszentren des Kantons Bern und weiteren Partnern statt. Im 2021/22 gab es wiederum herausragende Leistungen von Spitzensportler:innen der Uni Bern zu feiern, welche über die Social-Media Kanäle kommuniziert wurden.

  • Judo: Evelyne Tschopp (Med.): 3. Platz European Open, Tschechien, März 2022
  • Kanuslalom: Dimtri Marx (WISO): Gold U23, Weltmeisterschaften, Slowenien, August 2021; 4. Platz Weltmeisterschaften, Deutschland, Juli 2022
  • Orientierungslauf: Simona Aebersold (phil.-hum.): EM Gold Mittelstrecke, Estland, August 2022. 3 x Gold (Sprint, Mittelstrecke und Staffel), World Games, USA («Olympische Spiele der nicht-olympische Sportarten»), Juli 2022
  • Sportklettern: Sascha Lehmann (phil.-nat.): 3. Platz IFSC Weltcup Elite Lead, Österreich, Juni 2021
  • Stabhochsprung: Angelica Moser (WISO): 4. Platz Hallenweltmeisterschaften, Serbien, März 2022
  • Beachsoccer: Ariel Schranz (PHBern): Europameister Beachsoccer, Italien, September 2022.

Personelles

Auf das neue Studienjahr hin konnten wir das Support-Team mit einer neuen Mitarbeiterin, Francine Schmid, ergänzen. Mit Ausnahme der jährlich alternierenden Praktikantenstelle im Unisport Sekretariat gab es im Studienjahr keine personellen Wechsel. Im Herbst kumulierten sich leider unfall- und krankheitsbedingte Ausfälle im Team. So mussten Pendenzen stark priorisiert und laufende Projekte für einige Wochen zurückgestellt werden. Der personelle Engpass konnte dank guter gegenseitiger Unterstützung im Team bewältigt werden und wir entwickelten uns weiter, indem Stellvertretungen mit allen administrativen Rechten noch besser umgesetzt wurden.

Digitalisierung

Die digitale Zukunft macht auch vor der Uni Bern nicht Halt. Mit der Digitalisierungsstrategie der Universität soll eine neue Arbeits- und Denkweise Einzug halten. Ein erster Schritt in diese Richtung unternahm der Unisport mit der Einführung des Wissensmanagements. Eine Arbeitsgruppe definierte neue Richtlinien für die Bezeichnung und die Ablage von Dokumenten und führte die verschiedenen Ablagesysteme zu einem einzigen zusammen.

Innerhalb der webbasierten Datenbank «Sportwedo» haben unsere IT-Spezialisten weitere Prozesse eingeführt und optimiert. Bei der Onlineanmeldung für die Paartanzkurse erfolgt neu eine automatisierte Gültigkeitsprüfung beider Ausweise. Zum Abschluss des Studienjahrs haben wir eine langersehnte Erleichterung im Zahlungsprozess der Massagen einführen können. Neu müssen die Massagen nicht mehr bar bei den Masseurinnen bezahlt werden, sondern werden durch «Sportwedo» automatisch in Rechnung gestellt.

UniBE Mobile

Der Plan, den Unisportbereich bis Ende Dezember zu entwickeln und in die App der Universität Bern zu integrieren, ging nicht auf. Der mit der UniBE Mobile Entwicklung betraute Leiter der Forschungsstelle für digitale Nachhaltigkeit wechselte im Sommer 2021 an die Berner Fachhochschule und per Anfang 2022 folgten ihm zahlreiche seiner Mitarbeitenden. Schliesslich konnte im Frühling 2022 die Firma «The Swiss Digital» für die Weiterführung der begonnenen UniBE Mobile App-Entwicklung gewonnen werden. Mit dem neuen Team konnte das Konzept für den Unisportbereich finalisiert und das Design festgelegt werden. Der Relaunch der UniBE Mobile App – komplettiert mit dem Unisport – ist auf Beginn des Frühlingssemesters 2023 geplant.

Hauskommission

Die Kooperation der drei Hauptnutzenden des ZSSw in der Hauskommission ist sehr erfreulich. Die Herausforderungen, die sich oft aufgrund der extrem hohen Auslastung der Sportanlagen ergeben, werden immer positiv und lösungsorientiert angegangen.

Die im letzten Jahr begonnene Arbeit an der neuen Vermietungs- und Tarifordnung für die Vermietung des ZSSw an Dritte konnte beendet und durch den Verwaltungsdirektor genehmigt werden.

Die Entwicklungsarbeit des neuen Reservationssystems ist fast abgeschlossen. Der Einführung im Verlauf des nächsten Studienjahres steht nichts mehr im Wege. Das webbasierte Reservationssystem wird die Arbeit der Stundenplaner:innen und des Betriebsleiters für die Belegung aller Räume im ZSSw wesentlich vereinfachen.

Personelles

Im Berichtsjahr verliessen uns zwei langjährige Hausdienstmitarbeiter. Hans Oberli durfte in den wohlverdienten Ruhestand eintreten und Ewald Sele wollte sich neu orientieren. Als Nachfolger starteten mit Yannick Bossert (September 2021) und Khalid Manchoube (März 2022) zwei junge, in der Hausdienstarbeit vollständig ausgebildete und erfahrene Mitarbeitende.

Betrieb

Das «Zurück» nach der Pandemie erforderte hie und da vermehrten Abstimmungsbedarf und zusätzliche Kommunikation zwischen den Nutzenden und der Betriebsführung. Der Betrieb verlief aber insgesamt gut. Erfreulich sind die vielen positiven Rückmeldungen, die das Hausdienst- und Reinigungspersonal immer wieder von allen Seiten entgegennehmen darf. Das ZSSw hat denn auch den Ruf einer sehr gut geführten Infrastruktur.

Wochenendvermietungen

Die Unisportclubs konnten nach dem schwierigen Pandemiejahr ihren Meisterschaftsbetrieb wieder durchführen. Für sie galten im Grossen und Ganzen die gleichen Regelungen wie für die Unisportangebote.

Auch grössere Events waren wieder möglich. So konnte im ZSSw ein internationales Karate Camp, die Senioren-SM Badminton, die Activity Days sowie ein Slackline-Grossanlass durchgeführt werden. Das ZSSw war an über 20 Wochenenden vermietet. Insgesamt fanden mehr als 50 externe Veranstaltungen in den verschiedenen Räumlichkeiten des ZSSw statt.

In den Statistiken haben wir die Zahlen nicht wie üblich nur mit dem von der Pandemie stark betroffenen Vorjahr verglichen, in welchem zum grössten Teil kein normales Sportangebot möglich war, sondern auch mit dem Referenzjahr 2018/19, dem letzten vollständigen Jahr vor der Pandemie. Für die Analyse und die weitere Planung liefert dieser Vergleich die wertvolleren Erkenntnisse.

Organisation per 31.05.2022 (Ende Vorlesungszeit im Frühjahrssemester 2022)