Data-Sharing

Die Entscheidung darüber, welche Daten eines Projekts für wie lange archiviert werden sollen, hängt vom wissenschaftlichen Wert der Daten sowie rechtlichen, regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen ab.

Im Minimum müssen aber alle der Publikation zugrundeliegenden Daten aufbewahrt die entsprechenden Metadaten online publiziert werden.

Das Digital Curation Centre (DCC) und forschungsdaten.info führen Sie in fünf Schritten zur richtigen Datenauswahl.

Wann immer möglich sollten Daten in fachspezifischen Repositorien hinterlegt werden. Diese sind auf die Bedürfnisse des Fachgebietes eingestellt, kennen sich mit spezifischen Datenformaten aus und bieten oft auch fachspezifische Metadaten an.

Der SNF stellt auf seiner Webseite eine Checkliste (Pkt. 5.1) zur Verfügung, mit der Sie überprüfen können, ob Ihr ausgewähltes Repositorium den FAIR Prinzipien entspricht.

Fachspezifische Repositorien

Der beste Ausgangspunkt für Ihre Suche nach einem geeigneten Repositorium ist das Registry of Research Data Repositories (re3data.org). Eine umfassende Liste an Datenrepositorien bietet auch das Open Access Directory sowie PLoS.

Allgemeine Repositorien

Die folgenden Repositorien erfüllen die FAIR-Prinzipien und sind vom SNF anerkannt. Sie sind offen für Forschende aus allen Disziplinen. Die Liste ist nicht abschliessend.

BORIS

BORIS erfüllt die vom SNF gestellten Ansprüche an ein Repositorium. Für publikationsbegleitende Daten für die noch kein fachspezifisches Repositorium existiert, besteht zurzeit also die Möglichkeit der Ablage in BORIS. Für grosse Rohdatensätze ist BORIS jedoch nicht geeignet und wir empfehlen die Ablage in einem allgemeinen Repositorium.

Ein institutionelles Datenrepositorium (BORIS Research Data) befindet sich derzeit im Aufbau.

Daten sollten vor der Veröffentlichung mit einer Lizenz versehen werden. Eine Möglichkeit bieten die Creative Commons Lizenzen ab Version 4.0. Nähere Informationen zu den Creative Commons Lizenzen finden Sie hier.

Als Bestandteil der FAIR Prinzipien wird von Forschungsfördern die Ausstattung Ihrer veröffentlichten Daten mit einem eindeutigen Identifikator verlangt. Bei der Hinterlegung Ihrer Daten auf BORIS wird jedem Datensatz ein Digital Object Identifer (DOI) zugewiesen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Forschungsdaten, die während eines Projekts generiert und gesammelt wurden, können auch über ihren ursprünglichen Erhebungszweck eine Verwendung finden. Es lohnt sich deshalb, die gewonnenen Daten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass Ihre Daten mit persistenten Identifikatoren versehen werden, gute Metadaten generiert werden und eine ausreichende Dokumentation für eine Nachnutzung der Daten vorliegt.
Zurzeit gibt es drei mögliche Wege Forschungsdaten zu veröffentlichen.

Publikation in einem Repositorium

Forschungsdaten können in einem disziplinären oder einem allgemeinen Repositorium veröffentlicht werden. Dabei ist die Publikation der Daten in einem fachspezifischen Repositorium gegenüber der Publikation in einem generischen Repositorium vorzuziehen. Weitere Informationen zur Wahl eines geeigneten Repositoriums finden Sie unter Repositorium finden.

Publikation in einem Data-Journal

Die in Data-Journals veröffentlichen Data Papers sind Dokumente die der erleichterten Verbreitung und Nachnutzung publizierter Daten dienen. Diese Publikationen enthalten alle Informationen zur Datenerhebung, Methoden, Lizenzen und Zugangsrechte sowie Informationen zu potenziellen Nachnutzungsmöglichkeiten. Die Daten selbst sind meist in einem Repositorium abgelegt.

Eine Liste mit Data-Journals findet sich auf der Webseite der Humboldt-Universität zu Berlin.

Veröffentlichung als Supplement zu einem Zeitschriftenartikel

Daten können auch als Zusatzinformation zu Zeitschriftenartikel veröffentlicht werden. Es handelt sich dabei meist um die Daten, welche einer Publikation zugrunde liegen und das Nachvollziehen der Resultate ermöglichen. Die Daten können dafür entweder auf der Zeitschriftenplattform direkt oder in einem externen Datenrepositorium abgelegt sein.  

Für die Zitation von Daten sollten die im Forschungsgebiet vorhanden Standards oder der Vorschlag des Repositoriums, in dem ein Datensatz abgelegt wurde, verwendet werden. Sollte keine Standards/Empfehlungen existieren, empfiehlt Datacite folgende Minimalangaben:

  • Autor
  • Publikationsjahr (des Datensatzes)
  • Titel
  • Edition oder Version (optional)
  • Verleger (für Daten ist dies meist das Archive, in welchem die Daten gespeichert sind)
  • Resource Typ (optional)
  • Persisierender Identifikator (als persistenter, verlinkbarer URL)