Testen und Impfen

Der Krisenstab der Universität Bern hat sich intensiv mit den Möglichkeiten und Auswirkungen von Massentestungen auf den Alltag an der Universität auseinandergesetzt. Im Grundsatz gilt: Das Durchführen von Tests erlaubt keine Erleichterungen in Bezug auf die geltenden Schutzmassnahmen.

Q&A zu SARS-CoV2-Massentests

Die Teststrategie der Universität Bern orientiert sich grundsätzlich am Rahmen, der durch den Kanton und den Bund gesetzt wird. Auf dieser Basis wurde eine 3-stufige Teststrategie entwickelt, welche die individuellen Ansprüche in Lehre, Forschung und Dienstleistung angemessen berücksichtigt und dynamisch je nach Verlauf der Pandemie integriert. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf universitären Veranstaltungen. Der Krisenstab überprüft dabei die Durchführungsbedingungen von Veranstaltungen und kann für die Durchführung eine Testpflicht vorschreiben oder eine Testempfehlung aussprechen. Die für die Veranstaltungen zuständigen Personen werden direkt informiert. Wichtig ist, dass bei allen Stufen auf hohe Qualität, methodisch korrekte und angemessene Verfahren und epidemiologisch sinnvolle Indikationsstellungen geachtet wird. Im Grundsatz gilt: Das Durchführen von Tests erlaubt keine Erleichterungen in Bezug auf die geltenden Schutzmassnahmen.

Stufe 1

Niederschwelliges individuelles Testen: Um dies zu erleichtern, können sich Universitätsangehörige ohne Kostenfolgen sehr niederschwellig im COVID-Track des Inselspitals mittels PCR testen lassen. Dies wird ergänzt durch die Möglichkeit von Selbsttests (Antigentests), die auf individueller Basis bei Apotheken für den Eigengebrauch bezogen werden können.

Stufe 2

Repetitive Tests bei regelmässig stattfindenden Veranstaltungen oder Arbeiten vor Ort: Diese Stufe kommt in Betracht, wenn eine Veranstaltung vor Ort stattfindet (z.B. Praktika, Kurse) oder Arbeiten vor Ort ausgeführt werden (z.B. Laborarbeiten). Organisationseinheiten (z.B. Institute, Departemente und Forschungsgruppen) können diesem Testprogramm beitreten.

Neu: Für Mitarbeitende in Bürotätigkeit besteht auf dieser Stufe ebenfalls die Möglichkeit zu repetitiven Tests. Organisationseinheiten können durch dieses Angebot ihren Mitarbeitenden die Rückkehr aus dem Home-Office ermöglichen. Die Entscheidung über die Durchführung von repetitiven (wöchentlichen) Tests liegt bei den geschäftsführenden Direktoren und Direktorinnen.

Teilnehmende verpflichten sich, die definierten Standards und Vorgehensweisen einzuhalten und erhalten die entsprechenden Materialien und Unterstützung (Merkblatt zu SARS-CoV-2 Massentestungen (PDF, 191KB). Antworten auf Fragen rund um den Testvorgang erhalten Sie werktags Montag bis Freitag von 09:00 – 12:00 Uhr sowie 13:00 – 16:00 Uhr unter der Telefonnummer +41 31 684 81 11.

Die Organisation und Durchführung vor Ort bleibt Sache der antragstellenden Einheit. Diese Stufe ist freiwillig für Organisationseinheiten und Teilnehmende. Dieses Testprogramm wird Anfangs Mai implementiert.

Stufe 3

Testen bei mehrtägigen Exkursionen und Anlässen vor Ort, die nicht durch eine alternative Veranstaltungsform ersetzt werden können. Diese Teststufe ist obligatorisch sowohl für die Organisationseinheit als auch für die Teilnehmenden und wird in enger Absprache mit dem Betriebsarzt durchgeführt (massentests@unibe.ch).

Die Universität sieht die Verwendung von Tests als eine zusätzliche Möglichkeit, um die Sicherheit von Studierenden und Dozierenden bei Veranstaltungen zu erhöhen, die aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen mit Präsenz stattfinden dürfen – und nicht als Massnahme, um mehr Präsenzveranstaltungen anzubieten oder vermehrt Mitarbeitende wieder vor Ort arbeiten zu lassen (Homeoffice ist nach wie vor da Pflicht, wo es mit verhältnismässigem Aufwand umgesetzt werden kann). Bei Veranstaltungen, die mit Präsenz stattfinden, bietet die Universität, in Absprache mit dem Institut für Infektionskrankheiten (IFIK), die Möglichkeit Speichel-PCR-Test zu verwenden. Diese Tests bieten eine höhere Zuverlässigkeit als die Selbsttests, die man in der Apotheke abholen kann und sind in diesem Sinne komplementär und ergänzend zur Selbstteststrategie der Bundesrates. Bei gewissen Veranstaltungen kann der Krisenstab die Verwendung dieser Tests als Pflicht anordnen (Stufe 3). Für die Organisation der Durchführung nach dem von Krisenstab definierten Verfahren sind die Verantwortlichen des Anlasses zuständig.

Die Tests ersetzen in keiner Art und Weise die üblichen Schutzmassnahmen (Maske, Hygiene usw.)

Stufe 1

Der Bund übernimmt alle Kosten, die Sie in einem Testzentrum, bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, in Spitälern oder Apotheken durchführen lassen. Somit können Sie sich mit diesen Tests auch gratis testen lassen, wenn Sie keine Symptome des Coronavirus haben. Wichtig: immer Krankenkassen Nummer angeben.

Stufe 2 und 3

Die Universität übernimmt alle direkten Kosten, sofern diese nicht vom Bund oder dem Kanton übernommen werden. Den Antragstellenden Organisationseinheiten bleiben die indirekten Kosten für die Organisation vor Ort.

  • PCR Tests: Direkter Nachweis von genetischem Virusmaterial. Kann an Abstrichen der Schleimhäute oder aus Spuckproben durchgeführt werden. Das Verfahren ist sensitiv, aber aufwändig. Auch symptomfreie Virusträger können so identifiziert werden.
  • Antigen Tests:  Direkter Nachweis eines Eiweissbestandteils des Virusmaterials anhand eines Abstrichs aus der Nasen- oder Mundschleimhaut. Das Verfahren ist weniger sensitiv als PCR Tests, aber einfach durchzuführen. Der Nachweis von Virusmaterial bei symptomfreien Personen ist eingeschränkt. Wird auch als Selbsttest oder Schnelltest bezeichnet. Testkits können in Apotheken kostenfrei bezogen werden.
  • Schnelltests: bezieht sich auf Antigen-Tests
  • Selbsttests: bezieht sich auf Antigen-Tests
  • Massentestungen:  Systematische Testungen einer bestimmten Kohorte, kann einmalig oder repetitiv erfolgen. Sowohl Antigen Tests als auch PCR Tests werden hierzu eingesetzt. Die Teststrategie der Universität basiert ausschliesslich auf PCR Tests.
  • Pool oder Minipools im Testverfahren: Speichelproben von 5-8 Probanden werden für den PCR Test gleichzeitig in einem Pool untersucht. Nur wenn diese Pooltest positiv ausfällt, werden anhand der aufbewarten Speichelproben, individuelle Nachtests durchgeführt. Dieses Verfahren ist bei tiefer Vortestwahrscheinlichkeit effizient und kostengünstiger als Einzeltestungen.

Bei Veranstaltungen wie Exkursionen und Praktika, welche in Präsenz stattfinden müssen und keine virtuelle Alternative bieten, hat der Krisenstab für alle eingereichten Veranstaltungen einzeln geprüft, ob die Indikation für eine Massentestung besteht (Stufe 2 oder Stufe 3). Bei den entsprechend identifizierten Veranstaltungen besteht die Pflicht zur Testung für teilnehmende Studierende und Mitarbeitende. In diesen Fällen stellt die Universität Tests zur Verfügung. Ob im Einzelfall Einmaltestungen oder repetitive Massentestungen durchgeführt werden, hängt von der Art der Veranstaltung ab.

Bei Mitarbeitenden, welche vor Ort arbeiten müssen, können Organisationseinheiten dem Testprogramm gemäss Stufe 2 beitreten.  Es besteht zudem die Möglichkeit (Stufe 1), sich individuell ohne Kostenfolgen im COVID-Track des Inselspitals mittels PCR testen lassen oder Selbsttests (Antigentests) anzuwenden, die auf individueller Basis bei Apotheken für den Eigengebrauch bezogen werden können.

Neu: Für Mitarbeitende in Bürotätigkeit besteht auf dieser Stufe ebenfalls die Möglichkeit zu repetitiven Tests. Organisationseinheiten können durch dieses Angebot ihren Mitarbeitenden die Rückkehr aus dem Home-Office ermöglichen. Die Entscheidung über die Durchführung von repetitiven (wöchentlichen) Tests liegt bei den geschäftsführenden Direktoren und Direktorinnen.

Ja. Der Krisenstab hat für alle eingereichten Veranstaltungen einzeln geprüft, ob aus ihrer Sicht die Indikation für eine Massentestung besteht. Bei Veranstaltungen, bei denen eine Massentestung angeordnet wurde, stehen Speichel-PCR-Tests zur Verfügung. Es wird je nach Ausgangslage geprüft und entschieden, ob die Analyse in Pools oder Einzelproben erfolgt. Wie bei den vom Krisenstab empfohlenen Massentests vorzugehen ist, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zu SARS-CoV-2 Massentestungen (PDF, 191KB).

Der Krisenstab hat eine Testmethode definiert. Sie sieht den Einsatz von PCR_Testverfahren mit Speichelproben vor. Dabei wird mit einer Spülflüssigkeit Speichel gewonnen, der individuell asserviert wird. Wo sinnvoll, werden Minipools gebildet. Das IFIK asserviert diese Proben individuell, testet aber via PCR jeweils gepoolte Proben gleichzeitig. Falls ein Minipool positiv testet, werden aus den Asservaten individuelle Nachtests durchgeführt. Als Anleitung zur Durchführung der Tests wird ein Merkblatt zu SARS-CoV-2 Massentestungen (PDF, 191KB) mitgeliefert.

Der Zweck von Massentests ist es, bei Veranstaltungen in physischer Präsenz den Teilnehmenden eine zusätzliche Sicherheit zu den Hygiene-Regeln zu bieten.

Insbesondere bei Veranstaltungen mit grosser Personenanzahl können Massentests ein wirksames Werkzeug sein, um asymptomatisch positive Personen zu identifizieren und ob der hohen Teilnehmerzahl und Kontaktmöglichkeiten Infektionen Dritter und ein etwaiges nachgeschaltetes aufwändiges Contact-Tracing zu vermeiden.

Für Veranstaltungen, bei welchen der Krisenstab den Einsatz von Speichel-PCR-Tests empfiehlt oder anordnet, werden diese vom Institut für Infektionskrankheiten (IFIK) der Universität Bern gestellt und ausgewertet. Details zum Vorgehen entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Merkblatt zu SARS-CoV-2 Massentestungen (PDF, 191KB).

Organisationseinheiten, welche dem Testprogramm gemäss Stufe 2 beitreten, organisieren die Tests selber.

Grundsätzlich dürfen Institute auch selbstständig Tests organisieren und durchführen. Des Weiteren gilt: Für Tests, die auf eigene Initiative und selbstständig durchgeführt werden, sind von den jeweiligen Initiatoren auch selbstständig die Beschaffung, Kosten und Konsequenzen zu tragen.

Massentests sind immer nur als ergänzende Massnahme zu den bestehenden Hygiene-Regeln und Schutzkonzepten zu sehen. Wie bei den vom Krisenstab empfohlenen Massentests vorzugehen ist, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt zu SARS-CoV-2 Massentestungen (PDF, 191KB). Für Massentestungen, die von Instituten selbstständig organisiert werden, kann der Krisenstab keine Empfehlungen abgeben.

Nein, in der  jetzigen Situation ist damit keine «Erleichterung» verbunden. Im Grundsatz gilt: Das Durchführen von Tests erlaubt keine Erleichterungen in Bezug auf die geltenden Schutzmassnahmen.

Der Krisenstab überprüft aber die Lage sorgfältig, falls künftig eine solche Option ev. im Zusammenhang mit einem Impfschutz entstehen könnte und würde in diesem Fall auch das Testkonzept anpassen. Zurzeit steht im Vordergrund, dass jede Testform ein gewisses Restrisiko für einen falsch-negativen Befund birgt. Insofern sind auch bei negativem Befund Schutzkonzepte und Hygiene-Regeln weiter einzuhalten.

Die Universität sieht die Verwendung von Tests als eine zusätzliche Möglichkeit, um die Sicherheit der Veranstaltungen zu erhöhen, die aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen mit Präsenz stattfinden dürfen.

Der Krisenstab überprüft die Durchführungsbedingungen von Veranstaltungen und kann für die Durchführung eine Testpflicht vorschreiben oder eine Testempfehlung aussprechen. Die für die Veranstaltungen zuständigen Personen werden direkt informiert.

Die 'Richtlinien für die Lehre und Prüfungen im FS21" regeln die Durchführungsmodalitäten der Prüfungen. Die von der Universität organisierten Tests spielen für die Durchführung der Prüfungen keine Rolle.

Sollte es sich bei der Testung um eine obligatorische Testung der Stufe 3 handeln, ist die Testung stets am Vortag vorzunehmen. Bei Testungen der Stufe zwei können sachbezogene Ausnahmen bzgl. des Testtags gemacht werden (Details, s. (Merkblatt zu SARS-CoV-2 Massentestungen (PDF, 191KB)).

Falls der Krisenstab das Testen als Voraussetzung für die Durchführung einer Veranstaltung definiert, dann ist es für das Personal und die Studierenden Pflicht, sich testen zu lassen, weil dies eine Voraussetzung für die Teilnahme an der Veranstaltung ist.

Siehe vorstehend.

Die Universität Bern bietet den Organisationseinheiten mit Mitarbeitenden, die besonderer Gefährdung ausgesetzt sind (kein konsequente Abstandhalten möglich, potentiell SARS-CoV2 ausgesetzt etc.), die Möglichkeit an, regelmässige Tests zu organisieren. Es gelten die gleichen Verfahren wie bei den Lehrveranstaltungen. Zudem steht der COVID-Track am Inselspital für individuelles, niederschwelliges Testen bei Verdacht oder Kontakt für alle Universitätsangehörigen kostenfrei zur Verfügung.

Q&A zu Impfungen

Ja. Der Krisenstab empfiehlt allen nicht-schwangeren Personen ab 16 Jahren ohne weitere Kontraindikationen (wie z.B. schwere allergische Impfreaktion) die Impfung gegen Covid-19, bittet aber im Individualfall oder Zweifel um die Indikationsklärung mit dem behandelnden Arzt (z.B. Hausarzt). Die Pandemie und die lokalen Auswirkungen können nur über eine hohe Impfbeteiligung beendet werden. Der Krisenstab appelliert an die Verantwortung jeder einzelnen Person hier beizutragen.

Zurzeit bestehen noch keine Erleichterungen, aber je nach Fortschritt der Impfkampagne sind Szenarien mit Erleichterungen für geimpfte Personen möglich. Die Impfung bietet Personen im Falle einer Infektion die Chance den Krankheitsverlauf abzumildern; sie schützt aber nach aktuellem Wissensstand nicht per se vor der Ansteckung und auch nicht vor der Übertragung auf Dritte. Aus diesem Grunde müssen auch nach erfolgter Impfung die Hygiene-Regeln weiter eingehalten werden. Erleichterung diesbzgl. sind – zumindest vorderhand - nicht vorgesehen.

Siehe vorstehend.

Die Universität hat ein Impfprogramm für gefährdete Personen mit Patientenkontakten oder Kontakt mit biologischen Proben initiiert, das gut voranschreitet. Die involvierten Institute sind hier aktiv involviert.

Dies kann nicht ausgeschlossen werden.

Das Personal der Volksschule und der Sek II im Kanton Bern erhält die Gelegenheit, sich freiwillig gegen Covid-19 impfen zu lassen. Damit will der Kanton jene Personen schützen, welche es ermöglichen, den Schulbetrieb auf diesen Bildungsstufen weitestgehend in Präsenz zu halten. Da der Präsenzbetrieb an den Hochschulen weiterhin sehr eingeschränkt bleibt, kann das Personal der Tertiärstufen von diesen Impfterminen jedoch nicht profitieren.