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Urte Krass

Ausserordentliche Professorin für Kunstgeschichte der Neuzeit

Urte Krass (41) ist in Norddeutschland (Schleswig-Holstein) aufgewachsen und hat 2003 das Studium der Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Hamburg abgeschlossen. Ihre Dissertation zum Phänomen des Abdrucks in Reliquien- und Bildkult italienischer Heiliger der Frührenaissance verfasste sie am Kunsthistorischen Institut in Florenz/Max-Planck-Institut, wo sie als Wissenschaftliche Assistentin des Direktors tätig war. Nach der Promotion an der Universität Hamburg wirkte sie von 2009 bis 2018 als Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der LMU München. Während dieser Zeit forschte sie als Junior Researcher in Residence am Münchner Center for Advanced Studies und war mehrere Monate als Gerda-Henkel-Stipendiatin sowie mit einem Forschungsstipendium der Fritz-Thyssen-Stiftung als Visiting Fellow am Lissabonner CHAM (Centro de Humanidades) angesiedelt. Die Habilitationsschrift mit dem Titel «Bilderwelten 1640. Zur globalen Visualisierung der portugiesischen Restauration« wurde im April 2018 von der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU München angenommen.

Im Zentrum ihrer Forschungen stehen bildwissenschaftliche und bildanthropologische Fragen. Urte Krass ist interessiert an den Gegenströmungen zur humanistisch-intellektuellen Kunst in der italienischen Renaissance, an politischer Ikonographie und dem politischen Gebrauch von Bildern sowie der Verquickung von Kunst und Expansion in der Zeit der so genannten ersten Globalisierung.