Medienmitteilungen, Infos für Medienschaffende und Medienecho Media Relations

Die Rolle der Medien im Ukraine-Krieg

Am Donnerstag, 2. Juni 2022 organisieren Forscherinnen der Universität Bern ein Podiumsgespräch zum Thema «Macht und Ohnmacht der Medien im Ukraine-Krieg». Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Journalismus diskutieren, welche Rolle die Medien in der Ukraine, Russland und der Schweiz einnehmen und wie der kritische Umgang mit Informationen und Wissensbeständen gelingt.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs veranstalten Forscherinnen der Universität Bern am Donnerstag, 2. Juni 2022 ein Podiumsgespräch unter dem Titel «Macht und Ohnmacht der Medien im Ukraine-Krieg». Die Veranstaltung vereint journalistische und wissenschaftliche Perspektiven und thematisiert Bedeutung, Funktion und Einfluss verschiedener Medien in der Ukraine, Russland und der Schweiz. «Der Angriffskrieg auf die Ukraine wurde und wird weitgehend über Medien der Weltöffentlichkeit vermittelt. Eine journalistisch anspruchsvolle, möglichst objektive Berichterstattung in Kriegszeiten ist schwierig, da sich viele Nachrichten nicht verifizieren oder falsifizieren lassen. Für eine angemessene Einordnung der jeweiligen Berichterstattung bedarf es zudem einer fundierten Expertise zu den betreffenden Staaten», betonen die Organisatorinnen des Anlasses.

Seitens Universität Bern werden die Osteuropa-Historikerinnen Prof. Dr. Julia Richers und Dr. habil. Carmen Scheide die Medienlandschaft in der Ukraine beleuchten, die Berichte über Russland den Berichten aus Russland gegenüberstellen und auf Kriegsberichterstattung und journalistische Standards eingehen. Die Slavistin Prof. Dr. Katrin Bente Karl gibt Einblicke in die Ergebnisse ihres aktuellen Forschungsseminars zur Rolle der Sprache im Ukraine-Krieg: neben einer punktuellen Auswertung von Zeitungen steht hier die linguistische Analyse ausgewählter Reden von Selenskyj im Vordergrund. Aus journalistischer Perspektive werden Expertinnen und Experten Einblicke in ihre Erfahrungen und ihren Medienalltag geben. Hierfür sind Igor Petrov, Leiter der russischsprachigen Redaktion von SWI swissinfo.ch, Ina Kirsch, Kennerin und Beobachterin der ukrainischen Medienlandschaft, sowie Christof Franzen, langjähriger Russland-Korrespondent vom Schweizer Fernsehen SRF (Teilnahme noch offen), eingeladen.

Datum:    Donnerstag, 2. Juni 2022 um 12.15 bis 14.00 Uhr
Ort:

   Universität Bern, Gebäude Unitobler, Lerchenweg 36, 3012 Bern
   Hörsaal F021, Eintritt frei, Vortragssprache Deutsch

Weitere Informationen:  Informationsflyer zur Veranstaltung
Medienschaffende sind herzlich zu der öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Wir bitten um eine Anmeldung an medien@unibe.ch

Osteuropa-Studien Bern-Fribourg

Seit dem epochalen Umbruch 1989/91 hat sich Osteuropa und mit ihm Europa stark gewandelt. Die Ursachen und Folgen dieser Zäsur sind Gegenstand des Studienprogramms. Die Osteuropa-Studien behandeln in Forschung und Lehre die Veränderung von Lebenswelten, Sprach- und Kulturwandel, Nationalstaatsbildung, Diktaturerfahrung, Demokratieverständnis und den Umgang mit Geschichte. Die Analyse dieser Aspekte erfordert nachhaltig die Ausbildung von Expertinnen und Experten für die Gesellschaften und Kulturen Osteuropas.
Mehr Informationen

Universität Bern: Krieg in der Ukraine

Die Universität Bern verurteilt die Invasion Russlands in die Ukraine aufs Schärfste und unterstützt ukrainische Studierende und Forschende. Die Universität Bern steht solidarisch an der Seite der Ukraine und ihrer Hochschulen. Sie unterstützt die Erklärung von swissuniversities, den Aufruf des Hochschulnetzwerks The Guild sowie Statements ihrer Partner-Institutionen und Netzwerke zur Solidarität aller demokratischen Staaten mit der Ukraine.
Mehr Informationen

 

30.05.2022