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Sinergia-Fördergelder für drei Forscherinnen der Uni Bern

Für ihre Forschungsprojekte erhalten drei Forscherinnen der Universität Bern Sinergia-Beiträge des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Während drei bis vier Jahren werden die Projekte vom SNF mit Geldern in der Höhe von insgesamt rund 7,3 Millionen Franken unterstützt.

Das Sinergia-Programm des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) fördert die Zusammenarbeit von zwei bis vier Forschungsgruppen. Wie der Name bereits sagt, sollen Synergien zwischen verschiedenen Forschungsbereichen nutzbar gemacht werden, um so interdisziplinäre Forschung mit der Aussicht auf bahnbrechende Erkenntnisse zu ermöglichen («breakthrough research»). 

Daniel Candinas, Vizerektor Forschung der Universität Bern, freut sich über den Erfolg: «Die interdisziplinär ausgerichtete Forschung der Universität Bern zahlt sich einmal mehr aus und zeigt, dass sie hochaktuell und bestens vernetzt ist. Zudem zeichnen sich die drei Sinergia-Projekte der Berner Forscherinnen vor allem durch ihr Potenzial aus, einen grossen Nutzen für die Gesellschaft zu generieren.»

Insgesamt bewarben sich 71 Projektleitende um die in einem kompetitiven Verfahren vergebenen Sinergia-Fördergelder. 15 Forschungsprojekte wurden bewilligt, was einer Erfolgsquote von 21% entspricht. Davon wurden der Universität Bern mit drei Projekten schweizweit mit am meisten zugesprochen. Insgesamt betragen die Fördergelder 36 Millionen Franken. Im Schnitt dauert ein einzelnes Sinergia-Projekt rund vier Jahre und erhält durchschnittlich 2,4 Millionen Franken.

Hautkrankheiten, Prostatakrebs und erneuerbare Energien

Die drei Berner Sinergia-Projekte befassen sich mit Geweberegeneration bei Hautkrankheiten, personalisierter Therapie bei Prostatakrebs-Patienten sowie mit Lösungen, um volatile erneuerbare Energien zu speichern.

Ein internationales Konsortium rund um die Forschungsleiterin Prof. Eliane J. Müller der Universitätsklinik für Dermatologie am Inselspital, Universitätsspital Bern und vom Department for BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern untersucht die Kommunikation zwischen Zellen bei der Geweberegeneration mittels ganzheitlichen systembiologischen Ansätzen. Die Erkenntnisse sollen dazu dienen, künftig bessere Behandlungen schwerer entzündlicher und neoplastischer Erkrankungen des Menschen zu ermöglichen. Eliane Müller hebt die idealen Bedingungen an der Universität Bern für ihr Sinergia-Projekt hervor: «In der medizinischen Forschung bietet die Universität Bern einen optimalen Rahmen für die Vernetzung, Unterstützung und Erarbeitung von Forschungsresultaten sowie deren Transfer in klinische Anwendungen.»

PD Dr. Marianna Kruithof-de Julio und ihr Team vom Department für BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern und Universitätsklinik für Urologie, Universitätsspital Bern streben mit einem Ansatz der personalisierten Medizin eine effizientere Therapie für Prostatakrebspatienten an. Marianna Kruithof-de Julio erklärt: «Die Heterogenität der erkrankten Menschen, aber auch der Tumore soll besser berücksichtig werden, um Therapien massgeschneidert auf den Patienten abzustimmen. Dies soll die Erfolgsaussichten der Behandlungen erhöhen.»

Das dritte Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Isabelle Stadelmann-Steffen vom Institut für Politikwissenschaft (IPW) der Universität Bern befasst sich mit der Förderung der noch kaum angewendeten Technologien zur saisonalen thermischen Energiespeicherung (STES). Ihr Projekt hat zum Ziel, optimale STES-Lösungen zu finden, die sowohl technologisch als auch in der breiten praktischen Anwendung umsetzbar sind. STES-Verfahren sollen den im Sommer produzierten Energieüberschuss von volatilen erneuerbaren Energien für den Winter speicherbar machen. «Dies hat eine hohe Relevanz und Dringlichkeit für die Energietransition», betont Isabelle Stadelmann-Steffen.

 

Detaillierte Beschriebe der Projekte und Kurzbiografien der Forschungsleiterinnen finden Sie unten zum Download.

29.06.2021