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Neuanstellungen und Preise Februar 2015

Ordentliche Professorin für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte

Als Nachfolgerin von Marina Cattaruzza hat die Universitätsleitung Julia Richers auf den 1. Januar 2015 zur ordentlichen Professorin für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte gewählt. Sie ist Mitdirektorin des Historischen Instituts, Studienleiterin der interuniversitären Osteuropa-Studien der Universitäten Bern und Fribourg sowie Mitglied des Center for Global Studies.

Julia Richers (40) wurde in Basel geboren und studierte Osteuropäische Geschichte und Anglistik an den Universitäten Budapest (Ungarn) und Basel. Sie arbeitete daraufhin als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Basel und promovierte dort 2005 mit einer Arbeit zur ungarisch-jüdischen Geschichte. Archiv- und Forschungsaufenthalte brachten sie unter anderem nach Budapest, Kaluga, Moskau, Paris und Wien. Das Interesse an Raumtheorien, mental maps und biopolitischen Entgrenzungsutopien führte sie zu ihrer Habilitationsschrift über das Kosmos- und Raumfahrtfieber in der Sowjetunion. Im Frühjahr 2013 habilitierte sie sich mit dieser Studie an der Universität Basel in Neuerer Allgemeiner und Osteuropäischer Geschichte. Danach hatte sie von 2013 bis 2014 die Dozentur für Geschichte Osteuropas an der Universität Bern inne.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben der Geschichte der Sowjetunion und des Kalten Krieges, die Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Ostmitteleuropa, die transnationale jüdische Geschichte Osteuropas sowie das Bildmedium als historische Quelle.

Ordentlicher Professor für Pädagogische Psychologie

Als Nachfolger von Walter Herzog hat die Universitätsleitung Alex Bertrams zum ordentlichen Professor für Pädagogische Psychologie gewählt. Er hat seine Stelle am 1. Februar angetreten und ist Mitdirektor des Instituts für Erziehungswissenschaft.

Alex Bertrams (38) ist in Düsseldorf und Herzogenaurach, Deutschland, aufgewachsen und hat an der Universität Erlangen-Nürnberg (Deutschland) und der Cardiff University (Grossbritannien) Psychologie studiert. Im Jahr 2006 schloss er sein Studium mit dem Diplom in Psychologie ab. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Mannheim. Er promovierte 2009 in Mannheim, wo er anschliessend als Postdoktorand arbeitete. Einen Ruf auf eine Juniorprofessur für Allgemeine Psychologie an der Universität Koblenz-Landau (Deutschland) schlug er aus und nahm dafür einen Ruf auf eine Juniorprofessur für Pädagogische Psychologie an der Universität Mannheim (Deutschland) an, die er 2010 antrat. Die im Jahr 2013 erfolgte Zwischenevaluation der Leistungen im Rahmen der Juniorprofessur fiel positiv aus.

Im Zentrum von Alex Bertrams Forschungstätigkeit steht die Regulation von Aufmerksamkeit, Emotionen und Verhalten im Lern- und Leistungskontext.

Ordentlicher Professor für Anorganische Chemie

Martin Albrecht wurde per 1. Februar 2015 zum ordentlichen Professor für Anorganische Chemie als Nachfolger von Silvio Decurtins ernannt. Er ist Mitdirektor des Departements für Chemie und Biochemie sowie Mitglied der Departementsleitung.

Martin Albrecht (43) studierte Chemie an der Universität Bern und promovierte im Jahr 2000 an der Universität Utrecht (Niederlande). Danach arbeitete er als Postdoc an der Yale University (USA) sowie bei der Ciba AG in Basel. 2003 trat er die Stelle als Alfred-Werner-Assistenzprofessor an der Universität Freiburg (Schweiz) an, wo er ein eigenständiges Forschungsprogramm führte. 2009 erfolgte der Ruf als ordentlicher Professor ans University College Dublin (Irland).
Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt in der selektiven Steuerung von Metallen für verschiedene Anwendungsbereiche. Diese finden zum Beispiel als molekulare Einheiten für elektronische und magnetische Schalter und insbesondere auf dem Gebiet der Katalyse Verwendung. Energierelevante Ansätze stehen dabei im Vordergrund: So entwickelte seine Arbeitsgruppe unter anderem Katalysatoren für die chemische Wasserspaltung zur Herstellung von Wasserstoff. Diese Form der  nachhaltigen Energiegewinnung ist eine potentielle Alternative für fossile Energie.

Für seine Arbeiten erhielt er unter anderem den «Friedrich Wilhelm Bessel Research Award» der Humboldt Stiftung sowie eine Auszeichnung der «Catalysis Society of South Africa». Zusammen mit einer begeisterten Forschungsgruppe brachte er auch den prestigeträchtigen «Consolidator Grant» des Europäischen Forschungsrats (ERC) mit nach Bern.

Ausserordentliche Professorin für spanische Sprachwissenschaft

Für die neu geschaffene ausserordentliche Professur für spanische Sprachwissenschaft am Institut für spanische Sprache und Literatur hat die Universitätsleitung Yvette Bürki gewählt. Sie hat ihre Stelle am 1. Februar angetreten.

Yvette Bürki (46) ist in Lima, Peru, geboren und aufgewachsen. Sie studierte spanische Sprache und Literatur mit Schwerpunkt Linguistik an der Universidad Católica in Lima.1992 kam sie in die Schweiz und setzte ihr Studium am Seminar für Iberoromanistik der Universität Basel fort, wo sie 2003 auch promovierte. Von 2005 bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen des SNF-Projektes «‹Por los caminos del adelantamiento›: Recepción y popularización del pensamiento europeo en textos judeoespañoles (siglos XIX y XX)». Sie habilitierte 2012 an der Universität Basel über die Anfang des 20. Jahrhunderts auf Judenspanisch verfasste sephardische Presse aus Saloniki (Griechenland). Seit 2010 war sie Assistenzprofessorin für spanische Sprachwissenschaft an der Universität Bern und hat hier die sprachwissenschaftliche Abteilung mit einem Forschungsprofil in Diskurs- und Soziolinguistik (19.-21. Jh.) aufgebaut.

Im Zentrum von Yvette Bürkis Forschungstätigkeit stehen verschiedene Diskurspraktiken und deren Pragmatik und Konstruktion in verschiedenen Medien, Genres und Texttypen sowohl im Judenspanischen, in hispanoamerikanischen Ländern wie Mexiko und Peru und in der Spanisch sprechenden Bevölkerung der Vereinigten Staaten. Gegenwärtig fokussiert sie sich besonders auf die Sprachperzeption und Spracheinstellungen in hispanoamerikanischen Regionen.

Preise und Ehrungen

Ehrendoktor der Universität Sibiu

Die Lucian-Blaga-Universität Sibiu (Rumänien) verlieh auf Antrag der orthodoxen Theologischen Fakultät Andrei Șaguna dem Berner Prof. em. Dr. Urs von Arx den Ehrendoktortitel für seinen wissenschaftlichen Beitrag zur Klärung ökumenischer Fragen und für sein ökumenisches Engagement, insbesondere im Hinblick auf die Beziehungen zwischen Altkatholizismus und Orthodoxie.

FRIAS Fellow

Prof. Dr. Michael Stolz vom Institut für Germanistik wurde zum FRIAS Fellow (German Studies) am Freiburg Institute for Advanced Studies an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Deutschland ernannt.

Ehrenmitglied VWG Bern

Prof. em. Dr. Norbert Thom wurde zum Ehrenmitglied der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons Bern (VWG) ernannt. Als langjähriger Vizepräsident (2002–2014) war Norbert Thom unter anderem für den Kontakt zur Universität Bern und die Verleihung des jährlichen Schmeller-Preises für die besten Masterarbeiten in den Fächern Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre zuständig.

Deutscher Schulbuchpreis

Das Lehrmittel «Volkswirtschaftslehre. Eine Einführung für Deutschland» von Prof. Dr. Aymo Brunetti und dem deutschen Wirtschaftsjournalisten Thilo Grosser aus dem Schweizer Bildungsverlag hep wurde mit dem deutschen Schulbuchpreis «Schulbuch des Jahres – Ökonomische Bildung» ausgezeichnet.

11.02.2015