Medienmitteilungen, Infos für Medienschaffende und Medienecho Media Relations

Neuanstellungen und Preise August 2015

Neuer Direktor der Universitätsbibliothek Bern

Auf den 1. September 2015 übernimmt Niklaus Landolt als neuer Direktor die Leitung der Universitätsbibliothek Bern als Nachfolger von Marianne Rubli Supersaxo.

Niklaus Landolt (53) ist in Basel geboren und aufgewachsen. In seiner Heimatstadt studierte er Geschichte, deutsche Literaturwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften. Nach Studien- und Auslandaufenthalten in Paris und München sowie Assistenzjahren an der Universität Basel promovierte er im Fach Geschichte mit einer Arbeit über frühneuzeitliche Widerstandsbewegungen. Stets interessiert am Schnittstellenbereich von Wissenschaft und Öffentlichkeit und den vielfältigen Aspekten der Informationsvermittlung sowie nach verschiedenen Praktika und befristeten Anstellungen in Archiven entschloss sich Landolt zur Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar (1995 bis 1997), begleitet von einem Volontariat an der damaligen Stadt- und Universitätsbibliothek Bern. Nach einer längeren Veloreise durch Nordamerika und Mexiko arbeitete Landolt von 1997 bis 2001 als Adjunkt und Leiter der Bildersammlung im Staatsarchiv Basel-Stadt, anschliessend leitete er während sieben Jahren die Stadtbibliothek Biel und absolvierte ein Nachdiplomstudium MBA Integrated Management FH/HES an der Berner Fachhochschule.

Seit 2009 war Landolt Vizedirektor der Universitätsbibliothek Bern und Leiter der Zentralbibliothek. In diesen Funktionen zeichnete er für die betrieblichen Belange der Universitätsbibliothek verantwortlich sowie für die Neukonzipierung der zurzeit sich im Umbau befindlichen Zentralbibliothek an der Münstergasse.

 

Ordentlicher Professor für Klinische Mikrobiologie

Als Nachfolger von Kathrin Mühlemann hat die UniversitätsleitungStephen Leib auf den 1. September 2015 zum ordentlichen Professor für Klinische Mikrobiologie und zum Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten ernannt.

Stephen Leib (53) ist in New York, Basel und Zuoz aufgewachsen, studierte Humanmedizin an der Universität Basel und promovierte 1988 in klinischer Mikrobiologie. Nach seiner Ausbildung in experimenteller Medizin und Biologie an der ETH und Universität Zürich arbeitete er am Universitätsspital Basel und erhielt 1995 den Facharzttitel FMH für Innere Medizin. Es folgte ein 2-jähriger Forschungsaufenthalt an der University of California, San Francisco (USA). Danach arbeitete er als Infektiologe am Universitätsspital Basel und ab 1997 als Oberarzt am Inselspital Bern. Gleichzeitig baute er am Institut für Infektionskrankheiten eine Forschungsgruppe auf. Er erhielt 1999 den Facharzttitel FMH für Infektiologie und 2002 eine Förderungsprofessur des Schweizerischen Nationalfonds. Er habilitierte 2001 an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern, welche ihn 2006 zum Titularprofessor und 2008 zum Assoziierten Professor ernannte. Seit 2012 leitete er als Mitglied der Geschäftsleitung am Labor Spiez den Fachbereich Biologie, der das einzige Biosicherheitslabor der höchsten Sicherheitsstufe in der Schweiz betreibt. Stephen Leib ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie.

Im Zentrum seiner Forschung stehen die Mechanismen der Schädigung und Regeneration des Gehirns bei Infektionen und Entzündungsreaktionen.


Ordentlicher Professor für Kardiologie

Als Nachfolger von Bernhard Meier hat Stephan Windecker am 1. August 2015 die Stelle als ordentlicher Professor für Kardiologie angetreten. Er ist Direktor und Chefarzt für Kardiologie an der Universitätsklinik für Kardiologie.

Stephan Windecker (51) ist in Deutschland aufgewachsen und hat an der Universität des Saarlandes in Homburg sowie der University of Alabama at Birmingham (USA) studiert. Nach der Promotion 1992 an der Universität Heidelberg absolvierte er eine Facharztausbildung in Innerer Medizin sowie eine Ausbildung in kardialer Elektrophysiologie in Birmingham. Danach schloss er die Facharztausbildung zum Kardiologen mit nachfolgender Spezialisierung in Invasiver Kardiologie an der Universitätsklinik für Kardiologie des Berner Inselspitals ab. Zwischen 1999 und 2002 wirkte Windecker als Oberarzt und habilitierte sich 2002 in Kardiologie an der Universität Bern. Im gleichen Jahr wurde er zum Leitenden Arzt sowie Leiter der Invasiven Kardiologie an der Universitätsklinik für Kardiologie des Inselspitals ernannt. 2006 wurde er assoziierter Professor für Kardiologie und 2010 erfolgte die Wahl zur neu geschaffenen ausserordentlichen Professur für Invasive Kardiologie an der Universität Bern.

Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen klinische Studien zur Wirksamkeit von Koronarprothesen (Stents) in der Behandlung der koronaren Herzkrankheit, intrakoronare, bildgebende Verfahren zur Erfassung der Plaqueprogression sowie neue Methoden zur minimalinvasiven Behandlung von Herzklappenerkrankungen (TAVI – Transkatheter Aortenklappen-Implantation).

 

Preise und Ehrungen


Astronomer Lectureship Award

Prof. Dr. Kevin Heng wurde mit dem NCU-Delta Young Astronomer Lectureship Award ausgezeichnet. Der Preis wird von der National Central University und der Delta Electronics Foundation in Taiwan für herausragende Beiträge zur Astronomie vergeben. Er ist unter anderem mit einem längeren Aufenthalt in Taiwan sowie mit Vorträgen verbunden.

ISSLS Poster Award

Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Benjamin Gantenbein, Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik, hat am International Society for the Study of the Lumbar Spine Meeting in San Francisco einen mit 1000 Franken dotierten Poster Award für das Poster «Nucleus pulposus Cells inhibit Osteogenesis of Mesenchymal Stem Cells» erhalten.

SSB+RM Awards

Daniela Frauchiger aus der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Benjamin Gantenbein, Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik, hat den mit 500 Franken dotierten Poster Award an der 21st Swiss Conference on Biomaterials and Regenerative Medicine für das Poster «Annulus Fibrosus Repair with the help of a novel Silk membrane-fleece and Genipin-enhanced Fibrin Hydrogel» erhalten. Die Forschungsgruppe wurde zudem mit einem Travelaward in der Höhe von 1000 Franken ausgezeichnet.

 

27.08.2015