Medienmitteilungen, Infos für Medienschaffende und Medienecho Media Relations

Neuanstellungen und Preise

Neuanstellungen

Ausserordentliche Professorin für Ältere Kirchen- und Dogmengeschichte sowie die Geschichte interreligiöser Begegnungen
 

Die Universität Bern hat Katharina Heyden zum 1. Januar 2014 auf die Ausserordentliche Professur für Ältere Kirchen- und Dogmengeschichte sowie die Geschichte interreligiöser Begegnungen berufen.

Katharina Heyden wurde 1977 in Ost-Berlin geboren. Sie studierte evangelische und katholische Theologie in Berlin, Jerusalem und Rom und wurde im Jahr 2008 in Jena im Fach Kirchengeschichte promoviert. Ihre Dissertation «Die Erzählung des Aphroditian. Eine Legende im Spannungsfeld von Christentum und Heidentum» wurde mit dem Preis der Gesellschaft zum Studium des Christlichen Ostens ausgezeichnet.

Ab 2008 arbeitete Katharina Heyden an der Universität Göttingen zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 2012 als Forschungsstipendiatin. Sie habilitierte sich dort mit der Arbeit: «Orientierung. Die westliche Christenheit und das Heilige Land in der Antike.»

Für ihr Engagement in der Lehre verlieh ihr die Theologische Fakultät zweimal den Lehrpreis. In Bern wird Katharina Heyden ihre Forschungen zu literarischen Religionsdialogen in Spätantike und Mittelalter, zur spätantiken Religionsgeschichte sowie zu christlicher Archäologie und Ikonographie weiter ausbauen.

Die Mutter von drei Kindern ist ordinierte Pastorin und seit 2012 berufenes Mitglied der Jungen Akademie, in der 50 herausragende Nachwuchswissenschaftler aller Fachrichtungen gemeinsam interdisziplinär forschen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern.


Ausserordentlicher Professor für Veterinärvirologie
 

Die Universitätsleitung und der Vetsuisse-Rat haben Volker Thiel auf den 1. Januar 2014 zum ausserordentlichen Professor für Veterinärvirologie gewählt. Thiel wird als Nachfolger von Ernst Peterhans die Forschung und Lehre der Veterinärvirologie an der Universität Bern vertreten und die Abteilung Virologie des Instituts für Virologie und Immunologie (IVI) an den Standorten Bern und Mittelhäusern leiten.

Volker Thiel (47) ist in Augsburg aufgewachsen und hat an der Universität Würzburg Biologie studiert. Nach der Promotion am Institut für Virologie der Universität Würzburg arbeitete er als Postdoktorand und anschliessend als Gruppenleiter am Institut.

2003 wechselte er als Gruppenleiter an das Kantonsspital St. Gallen zum heutigen Institut für Immunbiologie des Medizinischen Forschungszentrums. Im gleichen Jahr war er als «Temporary Advisor» der WHO zum Thema «Needs and Opportunities for SARS Vaccine Research and Development» tätig.

An der Universität Zürich wurde er 2008 von der Vetsuisse Fakultät Zürich zum Privatdozenten im Fach Virologie gewählt. Ein Meilenstein in Thiels wissenschaftlicher Karriere war die Entwicklung eines revers-genetischen Systems für Coronaviren, das die Grundlage seiner Forschung darstellt. Im Zentrum seiner aktuellen Forschungstätigkeiten stehen Virus-Wirt-Interaktionen vor allem bei Coronaviren und bei zoonotischen Viren.


Ausserordentlicher Professor für Strukturbiologie von Membranproteinen
 

Dimitrios Fotiadis wurde auf den 1. November 2013 zum ausserordentlichen Professor für Strukturbiologie von Membranproteinen gewählt.

Dimitrios Fotiadis (42) wurde in Basel geboren und ist im naheliegenden Baselbiet aufgewachsen. Er hat am Biozentrum der Universität Basel Molekularbiologie studiert und auf dem Gebiet der Biochemie promoviert.

Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität von Seattle, USA, hat er an der Universität Basel auf dem Gebiet der Biophysik habilitiert. Ab 2008 war er als Tenure-Track Assistenzprofessor am Institut für Biochemie und Molekulare Medizin (IBMM) der Universität Bern angestellt.

Das Forschungsgebiet von Dimitrios Fotiadis umfasst die Strukturbestimmung von Membranproteinen mittels hochauflösender Rasterkraft- und Elektronenmikroskopie sowie Elektronen- und Röntgen-kristallographie. Diese Strukturen beschreiben den Aufbau, die Architektur sowie die molekularen Arbeitsmechanismen dieser wichtigen Klasse von Proteinen.

Dimitrios Fotiadis ist Mitglied des nationalen Forschungsschwerpunkts NCCR TransCure, welcher Membran-Transportproteine erforscht und nach Medikamenten und Therapien für weit verbreitete Erkrankungen sucht.

 

Ausserordentlicher Professor für Membranbiochemie
 

Für die an der medizinischen Fakultät neu geschaffene ausserordentliche Professur in Membranbiochemie (Membrane Biochemistry) hat die Universitätsleitung Jürg Gertsch gewählt. Er hat seine Stelle am 1. November 2013 angetreten.

Jürg Gertsch (41) ist im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und hat an der Universidad Central de Venezuela Kulturanthropologie und anschliessend an der University of Sussex (England) sowie am Biozentrum Basel Neurowissenschaften und Biochemie studiert. 1997 schloss er an der University of Sussex mit dem Master (MSc) in Biochemie ab.

Er arbeitete danach als wissenschaftlicher Assistent an der ETH Zürich, betrieb Feldforschung in Venezuela und promovierte 2002 an der ETH Zürich in pharmazeutischen Wissenschaften und Naturstoffchemie. Anschliessend wirkte er als Forschungsgruppenleiter und Lehrbeauftragter an der ETH Zürich. Forschungs- und Lehraufenthalte führten ihn nach Italien, Mexiko und Israel. Ab 2009 hatte er eine Assistenzprofessur an der Universität Bern am Institut für Biochemie und Molekulare Medizin inne.

Als wissenschaftlicher Berater sammelte Jürg Gertsch in verschiedenen Pharmafirmen Erfahrungen in der Arzneimittelentwicklung. Seine Forschungsgruppe arbeitet im Bereich biochemische Pharmakologie und ist eingegliedert in den nationalen Forschungsschwerpunkt NCCR TransCure.

Im Zentrum seiner Forschung steht die Untersuchung der Rolle des Endocannabinoid-Systems im Hirn und im Immunsystem. Ziel sind neue Erkenntnisse und die Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien.


Ausserordentlicher Professor für Veterinärimmunologie
 

Artur Summerfield wurde per 1. Januar 2014 zum ausserordentlichen Professor für Veterinärimmunologie ernannt. Die Professur ist am Institut für Virologie und Immunologie angesiedelt, welches aus dem Zusammenführen des Instituts für Veterinärvirologie und des ehemaligen Instituts für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe entstanden ist. Neu ist Summerfield auch Mitglied der Geschäftsleitung.

Artur Summerfield (50) ist in Deutschland, den USA und Frankreich aufgewachsen und hat an der Freien Universität in Berlin Veterinärmedizin studiert. Forschungsarbeiten an der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen haben 1994 zu seiner Promotion an der Tierärztlichen Hochschule Hannover geführt.

Er wechselte anschliessend ans Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe nach Mittelhäusern bei Bern. Im Jahr 2006 übernahm er dort die Leitung der Immunologie und im Jahr 2010 die Leitung der Forschung.

Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die Immunpathogenese von Virusinfektionen sowie die Funktionen von dendritischen Zellen und Makrophagen bei Schweinen, Hunden und Wiederkäuern.


Preise und Ehrungen

Ehrendoktorwürde der Uni Basel

Der Berner Völkerrechtsprofessor und Menschenrechtsexperte Prof. Walter Kälin hat die Ehrendoktorwürde der Universität Basel erhalten. Er wird damit namentlich für seine Arbeit zum Schutz von Flüchtlingen und Vertriebenen und sein Wirken in zentralen Organen der UNO geehrt.

Exzellenz-Netzwerk AcademiaNet

Prof. Dr. Marina Cattaruzza vom Historischen Institut wurde in das Exzellenz-Netzwerk AcademiaNet aufgenommen, welches hervorragende Wissenschaftlerinnen der internationalen Öffentlichkeit präsentieren will.

Leonardo-Da-Vinci-Award

Herzchirurg Prof. Dr. med. Thierry Carrel ist der beste Herzchirurgie-Ausbildner Europas. Den Titel hat ihm die Europäische Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirurgie verliehen. Der «Leonardo-Da-Vinci-Award for Training Excellence» zeichnet Herz- und Thorax-Chirurgen aus, die ihr Wissen besonders gut an den Nachwuchs weitergeben und damit Standards setzen. Nominiert werden die Kandidaten durch den auszubildenden Nachwuchs selber, also durch Assistenzärztinnen und -ärzte.

Otto Bergsmann Preis

Prof. Dr. med. Lorenz Fischer vom Institut für Komplementärmedizin (IKOM) wurde für seine Arbeiten, in denen ein neuraltherapeutisches Verfahren mit einer etablierten Methode verglichen wird, und für seine vorklinischen Arbeiten aus der Grundlagenforschung der Otto Bergsmann Preis 2013 verliehen. Der mit 7000 Euro dotierte Preis wird alle drei Jahre von der Österreichischen Medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung vergeben.

Heuberger Winterthur Preis

Der mit 150'000 Franken dotierte Heuberger Winterthur Jungunternehmerpreis geht an Dr. Andreas Pasch und seine Kollegen von der Universitätsklinik für Nephrologie, Hypertonie und Klinische Pharmakologie. Sie haben den weltweit ersten Labortest entwickelt, um die Verkalkungsneigung im Blut zu messen und so das Risiko einer drohenden Herz- und Gefässerkrankung zu erkennen. Zusammen mit Matthias Meier als Geschäftsführer hat Andreas Pasch die Firma Calcisco AG gegründet, die das Verfahren auf den Markt bringen soll. Dafür sind die beiden nun ausgezeichnet worden.

Dentsply-Förderpreis

Der Dentsply-Förderpreis 2013 in der Kategorie «Grundlagenforschung und Naturwissenschaften» ging an Lilly Zollinger von den Zahnmedizinischen Kliniken (ZMK) und ihre Tutorin PD Dr. Sigrun Eick. Der Preis der Bundeszahnärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wurde heuer zum 27. Mal verliehen.

ECG-Colgate/GABA-Forschungspreis

Der ECG-Colgate/GABA-Forschungspreis ging heuer unter anderem an PD Dr. Joannis Katsoulis von den Zahmedizinischen Kliniken (ZMK) für die Arbeit «CAD/CAM titanium bars for mandibular implant-overdentures in elderly patients». Der mit 5000 Franken dotierte Preis wird von der Firma Colgate/GABA und dem European College of Gerodontology (ECG) verliehen.

Wissenschaftliches Politikstipendium

Dr. Christoph Schüepp, Biologe an der Universität Bern, hat für 2014 ein wissenschaftliches Politikstipendium erhalten. Die wissenschaftlichen Politikstipendien der gleichnamigen Stiftung ermöglichen es den Abgängern der Schweizer Hochschulen, die politischen Prozesse im Bundeshaus «live» mitzuerleben. Die Stipendianten arbeiten ein Jahr lang in den Parlamentsdiensten.

Swiss Academies Award

Am «Swiss Inter- and Transdisciplinary Day 2013» wurde der «Swiss Academies Award for Transdisciplinary Research» vergeben. Zu den Preisträgern gehört auch die Leitung des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Nord-Süd» an der Universität Bern. Ihr Engagement für transdisziplinäre Forschung wurde mit 5000 Franken gewürdigt.

20.12.2013