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Neuanstellungen und Preise

Neuanstellungen

Ordentliche Professorin für Sozialanthropologie

Als Nachfolgerin von Hans-Rudolf Wicker hat die Universitätsleitung Sabine Strasser auf den 1. Februar 2013 als ordentliche Professorin für Sozialanthropologie gewählt. Gleichzeitig wurde sie zur Mitdirektorin des Instituts für Sozialanthropologie bestimmt.

Sabine Strasser (50) studierte Sozial- und Kulturanthropologie, Afrikanistik und Turkologie an der Universität Wien (Österreich). Nach ihrer Promotion 1994 verbrachte sie ein Semester an der Stanford University und ein weiteres am Gender Institute der London School of Economics. In der Position einer Hertha-Firnberg-Projektleiterin arbeitete sie zwischen 1999 und 2004 an ihrer Habilitation zum Themenbereich «transversale und transnationale Politik». Sie war zwischen 2007 und 2011 assoziierte Professorin an der Middle East Technical University (METU) in Ankara (Türkei) und ab 2011 Professorin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien.

Seit 2009 ist sie Mitglied der Faculty des Gender Graduiertenkollegs «Gender, Violence and Agency in the Era of Globalization» an der Universität Wien. Strasser hat sich auf Migrationsstudien und feministische Anthropologie spezialisiert und interessiert sich insbesondere für Europa und die Türkei. Im Zentrum ihrer Forschungstätigkeit stehen die Themen Citizenship, Post-Multikulturalismus und transnationale Politik. Sie beschäftigt sich mit Fragen zu Gleichheit, Gerechtigkeit und Diversität.

Ordentlicher Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft

Als Nachfolger von Iwar Werlen hat Fernando Zúñiga auf den 1. Februar 2013 die ordentliche Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft angetreten. Gleichzeitig ist er Mitdirektor des Instituts für Sprachwissenschaft.

Fernando Zúñiga (45) ist in Santiago de Chile aufgewachsen und absolvierte 1984 im Rahmen eines Schüleraustauschs einige Monate in der Tertia im Gymnasium Bern-Neufeld. Nach Abschluss eines ersten Studiums in Volkswirtschaftslehre in Chile kam er 1992 in die Schweiz, wo er in Zürich Allgemeine Sprachwissenschaft, Englische Linguistik und Englische Literaturwissenschaft studierte. Nach seiner Promotion 2002 in Zürich arbeitete Zúñiga als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Projekt an der Universität Leipzig. Im Rahmen eines SNF-Forschungsprojekts war er als Gastforscher an den Universitäten von Manchester (UK) und Oregon (USA) sowie an der La Trobe University (Australien) tätig.

Ab 2006 arbeitete er als Oberassistent am Seminar für Allgemeine Sprachwissenschaft der Universität Zürich. 2011 habilitierte er dort zum Thema «The grammar of benefaction. A crosslinguistic study», im Februar 2012 erhielt er eine SNF-Förderungsprofessur. Zúñiga hat sich auf indigene Sprachen des amerikanischen Kontinents spezialisiert, interessiert sich jedoch auch für westgermanische und iberoromanische Sprachen sowie das Baskische. In seiner Forschung beschäftigt er sich derzeit vor allem mit Fragen der Sprachbeschreibung und der qualitativen Sprachtypologie.

Ordentliche Professorin für Strafrecht, Wirtschafts- und Internationales Strafrecht

Marianne Johanna Hilf wurde zur ordentlichen Professorin für Strafrecht, Wirtschafts- und Internationales Strafrecht ernannt und tritt die Nachfolge des verstorbenen Günter Heine an. Mit ihrem Stellenantritt per 1. Februar 2013 wird sie gleichzeitig Mitdirektorin des Departements für Strafrecht.

Marianne Johanna Hilf (46) ist in Graz (Österreich) aufgewachsen und hat an der Karl-Franzens-Universität Graz das Diplomstudium der Rechtswissenschaften absolviert. Anschliessend war sie dort als Assistentin am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie angestellt. 1995 promovierte sie zum Thema «Der Wiedergutmachungsgedanke in der österreichischen Strafrechtspflege – Auf dem Weg zu einem neuen Kriminalrecht?». Nachdem sie in Wien die Gerichtspraxis absolviert und als Referentin im Bundesministerium für Justiz gearbeitet hatte, wurde sie Assistenzprofessorin am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie in Graz.

Nach ihrer Habilitation wurde sie zur ausserordentlichen Professorin berufen. Ab 2009 war sie an der Universität St. Gallen Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie mit Schwerpunkt Wirtschaftsstrafrecht. Im Zentrum ihrer Forschung stehen das Wirtschaftsstrafrecht – unter anderem Unternehmensstrafrecht und Geldwäscherei –, das europäische Strafrecht sowie die Opferrechte im Strafverfahren, wobei sie jeweils besonders internationale Bezüge und rechtsvergleichende Aspekte berücksichtigt.

Ordentlicher Professor für Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft

Als Ordinarius für Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft an der Philosophisch-humanwissenschaftlichen Fakultät hat die Universitätsleitung Elmar Anhalt gewählt. Er hat die Nachfolge von Fritz Osterwalder am 1. Februar 2013 angetreten und ist Mitdirektor des Instituts für Erziehungswissenschaft.

Elmar Anhalt (48) ist in der Nähe von Köln (Deutschland) aufgewachsen und hat an der Technischen Universität Berlin sowie an der Universität zu Köln Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Germanistik, Geschichte und Theoretische Linguistik studiert. 1994 schloss er an der Universität zu Köln mit dem Magister in Pädagogik, Philosophie und Germanistik ab. Promotion und Habilitation folgten 1998 und 2005. Von 1994 bis 2006 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Schulpädagogik der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Im Anschluss daran lehrte Elmar Anhalt an mehreren deutschen Universitäten Allgemeine Erziehungswissenschaft.

Seit 2009 ist er Vorsitzender der Internationalen Herbart-Gesellschaft. Er leitete von 2008 bis 2012 das internationale und interdisziplinäre Promotionskolleg «Werteorientierung und Wertevermittlung in der modernen Gesellschaft». Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die Wissenschaftstheorie der Erziehungswissenschaft, eine von ihm entwickelte erziehungswissenschaftliche Komplexitätsforschung, Pädagogische Anthropologie (Bildsamkeit), Pädagogische Ethik (Werteorientierung), politische Bildung (Demokratielernen) sowie die Geschichte pädagogischer Theoriebildung.

Ordentlicher Professor für Kinderchirurgie

Als Nachfolger von Zacharias Zachariou hat die Universitätsleitung Steffen Berger auf den 1. Februar 2013 zum ordentlichen Professor für Kinderchirurgie gewählt. Vom Verwaltungsrat des Inselspitals wurde er ausserdem zum Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Kinderchirurgie bestimmt.

Steffen Berger (48) ist in Frankfurt und Hannover (Deutschland) aufgewachsen und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München studiert. Dort hat er als DFG-Stipendiat von 1991 bis 1993 im Institut für Chirurgische Forschung in Grosshadern in der experimentellen Neurotraumatologie geforscht und promoviert. Seine Facharztausbildung hat er von 1993 bis 2002 in der Kinderchirurgischen Universitätsklinik Mainz absolviert. Den Facharzttitel für Kinderchirurgie erwarb er 2002 und habilitierte sich 2003 an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Von 2002 bis 2004 war er in Mainz als Oberarzt tätig.

Ab 2004 arbeitete er als Oberarzt in der Universitätsklinik für Kinderchirurgie des Inselspitals Bern und leitete ab 2006 das Notfallzentrum für Kinder und Jugendliche. 2011 erfolgte die Umhabilitation nach Bern. Ab 2011 leitete er die Kinderchirurgie als Chefarzt ad interim. Seine klinischen Schwerpunkte sind die Neugeborenen- und Fehlbildungschirurgie sowie die Kindertraumatologie. Seine Forschungstätigkeit konzentriert sich auf die Behandlung des schweren Schädelhirntraumas im Kindesalter, die angeborenen Innervationsstörungen des Darmes und die Früherkennung der nekrotisierenden Enterokolitis bei Frühgeborenen.

Ausserordentlicher Professor für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte

Als Nachfolger von Arndt Brendecke hat Christian Büschges am 1. Februar 2013 die ausserordentliche Professur für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte angetreten. Er ist Mitdirektor des Historischen Instituts und Mitglied des Center for Global Studies (CGS).

Christian Büschges (47) ist in Dülken (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) aufgewachsen und hat an der Universität Köln und der Universidad de Sevilla (Spanien) Geschichtswissenschaft, Deutsche Philologie und Hispanistik studiert. Nach Archivforschungen in Spanien, Ecuador und Kolumbien promovierte er 1995 mit einer Dissertationsschrift zum kolonialen Adel Ecuadors an der Universität Köln, wo er in den folgenden Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Nach weiteren Archivarbeiten in Spanien, Italien und Mexiko folgte 2001 an der Universität Köln die Habilitation mit einer Arbeit zum Thema der vizeköniglichen Höfe der spanischen Monarchie im 17. Jahrhundert.

2002 nahm Christian Büschges einen Ruf an die Universität Bielefeld an, wo er bis zum Januar 2013 als Professor für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte tätig war. Im Zentrum seiner Forschungstätigkeit stehen die Sozialgeschichte des kolonialen Hispanoamerika, die politischen Beziehungen zwischen Zentrum und Peripherie in der spanischen Habsburgermonarchie sowie die historische und aktuelle Relevanz ethnischer Identitätspolitiken im lateinamerikanischen und globalen Kontext.

Ausserordentlicher Professor für Plastische und Wiederherstellungschirurgie

Auf den 1. Februar 2013 wurde Mihai A. Constantinescu zum ausserordentlichen Professor für Plastische und Wiederherstellungschirurgie sowie zum Co-Direktor der Universitätsklinik für Plastische und Handchirurgie gewählt.

Mihai Constantinescu (47) ist in München aufgewachsen und hat sein Studium der Humanmedizin an der Universität des Saarlandes (Deutschland) absolviert. Danach forschte er an der Harvard University und am Massachusetts General Hospital (USA) und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er spezialisierte sich im Fach Plastische Chirurgie am St. Thomas’ Hospital und Mount Vernon Hospital (GB) sowie am Marienhospital Stuttgart, bevor er seine Anstellung als Oberarzt in der Plastischen Chirurgie am Inselspital im Jahr 2002 antrat. Unterstützt durch mehrere SNF- und KTI-Projekte baute er seine interdisziplinäre Forschung im Bereich der Laser-Mikrochirurgie mittels thermischer Gewebefusion, der extrakorporalen Extremitätenperfusion zum Gewebeerhalt und der computerbasierten dreidimensionalen Bilddarstellung der Weichteile zur präoperativen Planung auf.

Er habilitierte an der Universität Bern im Jahre 2009 und übernahm anschliessend die Funktion des Leitenden Arztes der Universitätsklinik für Plastische und Handchirurgie am Inselspital. Der Schwerpunkt seiner klinischen Tätigkeit liegt in der Wiederherstellungs- und Ästhetischen Chirurgie. Die Forschungsschwerpunkte bleiben in der Laser-Chirurgie, der Untersuchung der Gewebereaktionen bei Transplantationen und der ästhetischen operativen 3D-Weichteilplanung interdisziplinär verankert.

 

Preise

Unterstützung für Implantations-Forschungsprojekt

Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt ein vom Inselspital und der Universität Bern gemeinsam geleitetes Forschungsprojekt zur minimalinvasiven Hörgerät-Implantation mit 2.6 Millionen Franken. Das Ziel von Prof. Marco Caversaccio von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten (HNO) des Inselspitals sowie Prof. Dr. Stefan Weber vom ARTORG Center der Universität Bern ist es, Hörgeräte besonders bei Kindern in ambulanten OPs einsetzen zu können.

Pfizer Forschungspreise

Zum 22. Mal hat die Stiftung Pfizer Forschungspreis dieses Jahr junge Medizin-Forschende ausgezeichnet. Dr. med. Stefano Rimoldi, Oberarzt an der Universitätsklinik für Kardiologie des Inselspitals sowie Forschender am Departement für Klinische Forschung (DKF) erhielt einen Preis für eine Studie zum Herzkreislauf-risiko von Retortenbabies. Für ihre Arbeit über die Magnet-Stimulation nach einem Schlaganfall wurden ausserdem PD Dr. med. Thomas Nyffeler vom DKF sowie Dr. med. Dario Cazzoli, ehemaliger Forschender am DKF, ausgezeichnet.

ATIO Dahl-Nygaard Senior Prize

Prof. Dr. Oscar Nierstrasz vom Institut für Informatik und angewandte Mathematik (IAM) erhält den AITO Dahl-Nygaard Senior Prize 2013. Die Association Internationale pour les Technologies Objects (AITO) würdigt damit seine umfangreichen und vielfältigen Forschungen im Bereich objektorientierter Techonologien.

Schweizerischer Förderpreis für Komplementärmedizin

Zwei Forschungsarbeiten von der Kollegialen Instanz für Komplementärmedizin KIKOM wurden mit dem Schweizerischen Förderpreis für Komplementärmedizin [5] x [1] ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt Dr. Stephan Baumgartner. Der zweite Preis ging an eine Studie unter der Leitung von PD Dr. med. Ursula Wolf, welche MMed Renate Rosenberger zusammen mit einem Zürcher Kollegen verfasst hatte. Der Förderpreis wird jährlich für herausragende Arbeiten unter anderem aus den Bereichen Traditionelle Chinesische Medizin, Akupunktur sowie Klassische Homöopathie verliehen.

MedVis-Award

Einen Karl-Heinz Höhne Award for Medical Visualization erhalten hat Doktorandin Kate Gavaghan vom ARTORG Center. Mit ihrer Arbeit zur intraoperativen Visualisierung erreichte sie den dritten Platz. Verliehen wurde der Award von der Fachgruppe «Visual Computing in Biology and Medicine» der Gesellschaft für Informatik in Deutschland.

Posterpreis der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft

Am 7. Deutschen Wirbelsäulenkongress in Stuttgart haben Prof. Benjamin Gantenbein und Dr. Samantha C.W. Chan vom Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik (ISTB) den ersten Posterpreis für ihre Arbeit «Ein reproduzierbares Papain-induziertes Bandscheibendegenerationsmodell mit reduziertem GAG und Wassergehalt» gewonnen.

Beste Doktorarbeit 2012

Die Graduate School for Celllular and Biomedical Sciences (GCB) hat den Preis für die beste Doktorarbeit des Jahres 2012 an Dr. Christian Schürch verliehen. Er führte seine Arbeit in der Forschungsgruppe Tumor-Immunologie des Departements für Klinische Forschung aus.

 

Ehrungen

Präsidium eines Wissenschaftler-Netzwerks

PD Dr. Hans Peter Beck, Forscher am Laboratorium für Hochenergiephysik der Universität Bern sowie am Europäischen Labor für Teilchenphysik (CERN) in Genf, hat ab Januar 2013 für drei Jahre das Präsidium der International Particle Physics Outreach Group (IPPOG) übernommen. Er teilt die neue Aufgabe mit Marge Bardeen vom Fermilab, dem US-amerikanischen Teilchenphysik-Forschungszentrum in der Nähe von Chicago. Die IPPOG besteht aus 31 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich gemeinsam um die Vermittlung der Teilchenphysik in der Öffentlichkeit und um den wissenschaftlichen Nachwuchs kümmern.

Vizepräsident der Kommission für Technologie und Innovation (KTI)

Der Bundesrat hat Prof. Dr. Lutz Nolte per 1. Januar 2013 zum neuen Vizepräsidenten der Komission für Technologie und Innovation (KTI) sowie zum Förderbereichspräsidenten im Bereich Start-up und Unternehmertum ernannt. Nolte ist Direktor des Instituts für chirurgische Technologien und Biomechanik (ISTB).

Leitung einer neuen europäischen Forschungsgruppe

Dr. med. Marco Cecchini vom Departement für Urologie und dem Departement für Klinische Forschung leitet und koordiniert neu die europäische Forschungsgruppe für «Circulating Tumor Cells», an der nebst Bern auch eine norwegische sowie zwei schwedische Forschungsinstitutionen beteiligt sind. Die Forschenden erhalten insgesamt 160’000 Euro Spendengelder der globalen Bewegung «Movember», die das Bewusstsein für Prostatatkrebs stärken möchte.

11.02.2013