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Neuanstellungen und Preise

Neuanstellungen

 

Ordentliche Professorin für Hämatologie

Als Nachfolgerin von Bernhard Lämmle wurde Anne Angelillo-Scherrer auf den 1. August 2013 zur ordentlichen Professorin für Hämatologie gewählt. Vom Verwaltungsrat des Inselspitals wurde sie ausserdem zur Chefärztin und Direktorin der Universitätsklinik für Hämatologie und des Hämatologischen Zentrallabors bestimmt.

Anne Angelillo-Scherrer (49) ist in Genf aufgewachsen und hat an der Universität Genf Medizin studiert. Ihre Dissertation verfasste sie 1993 an der Universität Lausanne. Anschliessend war sie als Assistenzärztin an den Kliniken für Onkologie, Innere Medizin und Hämatologie des Universitätsspitals Genf tätig und erlangte den Facharzttitel für Innere Medizin und Hämatologie (FMH) im Jahr 1999. Nach einem Postdoktorat an der Universität Leuven (Belgien) baute sie ab 2000 eine eigene Forschungsgruppe am Universitätspital Genf auf und wirkte als wissenschaftliche Oberärztin an der Abteilung für Angiologie und Hämostase.

Zwischen 2005 und 2011 arbeitete Anne Angelillo-Scherrer als Förderprofessorin des Schweizerischen Nationalfonds und Leitende Ärztin an der Hämatologieklinik und dem Zentrallabor Hämatologie des Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) in Lausanne. Anschliessend wurde sie als assoziierte Professorin für Hämatologie an der Universität Lausanne und als Referentin für klinische Gerinnung und das Labor Gerinnung gewählt. Im Zentrum ihrer Forschungstätigkeit stehen Mechanismen der Blutgerinnung und Thrombose in Verbindung mit Entzündungen sowie Mechanismen der Anämie.

 

Ordentliche Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung

Auf die umgewidmete Professur für Schul- und Unterrichtsforschung wurde Tina Hascher als Nachfolgerin von Hans Badertscher gewählt. Mit ihrem Stellenantritt am 1. August 2013 übernimmt sie gleichzeitig das Amt der Mitdirektorin des Instituts für Erziehungswissenschaft.

Tina Hascher (48) studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München (Deutschland) Psycholinguistik, Psychologie und Sonderpädagogik und promovierte im Rahmen eines Stipendiums am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München. Nach der Promotion wechselte sie 1994 an die Universität Fribourg als Oberassistentin im Departement Erziehungswissenschaft. 1996 übernahm sie an der Universität Bern das Ko-Direktorium des Sekundarlehramts sowie die Ko-Leitung der Forschungsstelle für Schulpädagogik und Fachdidaktik und wurde 2000 zur Direktorin und Leiterin ernannt.

Nach diversen Auslandsaufenthalten habilitierte sie sich im Jahr 2004 an der Universität Fribourg mit einem internationalen Projekt zum Wohlbefinden Jugendlicher in der Schule. 2005 erfolgte die Berufung als Professorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulpädagogik an die Universität Salzburg, ab 2012 als Gründungsdirektorin der «School of Education». Tina Hascher ist unter anderem Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) sowie Council Member of the European Educational Research Association (EERA).
Der Fokus ihrer Forschungstätigkeiten liegt auf schulischen Lehr- und Lernprozessen, sozialen und emotionalen Aspekten von Schule und Unterricht sowie auf der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

 

Ausserordentliche Professur für Politische Philosophie

Für die an der Philosophisch-historischen Fakultät neu geschaffene ausserordentliche Professur für Politische Philosophie hat die Universitätsleitung Markus Stepanians gewählt. Er tritt seine Stelle am 1. August an und wird gleichzeitig Mitdirektor des Instituts für Philosophie.

Markus Stepanians (53) ist in Hamburg aufgewachsen und hat in Lima (Peru) das deutsche Abitur und einen Bachelor in Labortechniken erworben. Nach Hamburg zurückgekehrt hat er zunächst 1989 einen Magister in Philosophie, Linguistik und Literaturwissenschaften gemacht und nach einem zweijährigen Aufenthalt als Visiting Scholar an der Harvard University 1994 mit der Arbeit «Frege und Husserl über Urteilen und Denken» promoviert.

Nach Lehraufträgen in Hamburg war er ab 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Universität des Saarlandes tätig. Dort hat er sich 2005 mit der Arbeit «Rights as Relational Properties. In Defense of Right/Duty-Correlativity» für das Fach Philosophie habilitiert. 2006 trat er eine Lebenszeitstelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Praktischen Philosophie an der RWTH Aachen an. Seit 2009 ist er Antragsteller und Mitglied der DFG-Forschergruppe «Kausalität, Gesetze, Dispositionen und Erklärungen am Schnittpunkt von Wissenschaften und Metaphysik». Im Mittelpunkt seiner philosophischen Forschungsinteressen stehen insbesondere die Rechtsphilosophie und die Politische Philosophie.


Ausserordentliche Professur für Sozialwissenschaften

Für die ausserordentliche Professur für Sozialwissenschaften auf dem Gebiet Nachhaltige Gesell-schaftsentwicklung – neu geschaffen in Nachfolge von Ruth Kaufmann-Hayoz – hat die Universitätsleitung Ulf Liebe gewählt. Mit seinem Stellenantritt am 1. Juli 2013 wurde er gleichzeitig Mitdirektor des Instituts für Soziologie sowie Mitglied des Ausschusses des Centre for Development and Environment (CDE).

Ulf Liebe (34) ist in Halle an der Saale (Deutschland) aufgewachsen und hat sein Studium in Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Leipzig im Jahr 2003 abgeschlossen. Als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter war er anschliessend am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig, wo er 2006 zum Thema «Zahlungsbereitschaft für kollektive Umweltgüter» promovierte. Es folgte eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl «Theorie und Theoriegeschichte» des Instituts für Soziologie der Universität Leipzig.

Ab 2010 hatte er eine Juniorprofessor mit Tenure Track für «Soziologie Ländlicher Räume» an der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität Kassel inne. Während dem vergangenen Herbstsemester absolvierte Ulf Liebe ausserdem einen Gastaufenthalt am Departement of Land Economy an der Universität Cambridge (Grossbritannien). Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit fokussiert er auf die soziologische Theorie, insbesondere den empirischen Theorienvergleich, auf Umweltsoziologie und -ökonomik sowie Wirtschafts- und Organisationssoziologie.


Ausserordentlicher Professor für Internationale Beziehungen

Als ausserordentlichen Professor für Internationale Beziehungen (Politikwissenschaft) hat die Universitätsleitung Manfred Elsig gewählt. Mit seinem Stellenantritt am 1. März 2013 wurde er gleichzeitig stellvertretender Direktor des World Trade Institute (WTI).

Manfred Elsig (42) ist im Wallis aufgewachsen und hat an den Universitäten Bern und Bordeaux (Frankreich) Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und internationales Handelsrecht studiert. Nach seinem Abschluss 1997 arbeitete er zunächst beim Bundesamt für Aussenwirtschaft und promovierte 2002 an der Universität Zürich zur «Handelspolitik der EU». Bis 2004 folgten Tätigkeiten bei der UBS Financial Services Group und als persönlicher Berater des Zürcher Volkswirtschaftsdirektors.

Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der London School of Economics and Political Science (England) war er als Postdoc am World Trade Institute (WTI) der Universität Bern sowie am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf tätig.  Auch unterrichtete er als Gastdozent und Gastprofessor an den Universitäten Genf und Zürich. 2009 folgte eine Anstellung als Assistenzprofessor am WTI. In seiner Forschung befasst sich Manfred Elsig hauptsächlich mit Fragen der internationalen Wirtschaftspolitik, regionalen und bilateralen Handelsabkommen, der Funktionsweise und dem Einfluss internationaler Organisationen, und der Rolle privater Akteure in der globalen Politik.


Ausserordentliche Professorin für Theaterwissenschaft

Als ausserordentliche Professorin für Theaterwissenschaft und Nachfolgerin von Peter Marx hat die Universitätsleitung Beate Hochholdinger-Reiterer angestellt. Mit ihrem Stellenantritt am 1. März 2013 wurde sie Mitdirektorin des Instituts für Theaterwissenschaft.

Beate Hochholdinger-Reiterer (44) ist in Österreich aufgewachsen und studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der Universität Wien, wo sie 1996 auch promovierte. Zunächst arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Von 1998 bis 2006 war sie am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien als Assistentin tätig. 2006 wurde sie ebendort als unbefristete Assistenzprofessorin angestellt. Ihr Habilitationsprojekt, in dem sie die Neuordnung von Theater im 18. Jahrhundert erstmals unter gendertheoretischer Perspektive untersuchte, wurde im Rahmen eines Exzellenzprogramms vom Österreichischen Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschung finanziert.

2012 habilitierte sie sich an der Universität Wien und  übernahm während zwei Semestern die Vertretung der vakanten ausserordentlichen Professur für Theaterwissenschaft an der Universität Bern.
In ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit fokussiert sie neben ihrem theaterhistorischen Schwerpunkt auf Theater-, Dramen- und Schauspieltheorien des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei Erscheinungsformen gegenwärtigen Theaterschaffens im Zentrum stehen. Ihr besonderes Interesse gilt der Verankerung genderspezifischer Fragestellungen im theaterwissenschaftlichen und -historiografischen Diskurs.

Preise und Ehrungen


Maag-Preis 

Der äthiopische Molekularbiologe Dr. Zerihun Tadele erhält den Dr. Rudolf Maag-Preis 2013 der Stiftung Lotte + Willi Günthart-Maag. Tadele wird ausgezeichnet für seine Forschungen über die äthiopische Zwerghirse Tef. Mit der Züchtung einer robusteren und dürreresistenteren Sorte hilft er mit, den Hunger in Ostafrika zu mindern. Der Regensberger Maag-Preis wird seit 1973 an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um die Pflege und Förderung der Pflanzen verdient gemacht haben. Er ist mit 12'000 Franken dotiert.

 

Osseointegration Award 2013

Für seine langjährigen Leistungen als Führungspersönlichkeit, Lehrer und Forscher auf dem Gebiet der dentalen Implantologie erhält Prof. Dr. Daniel Buser den Brånemark Osseointegration Award 2013. Der Direktor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie an den Zahnmedizinischen Kliniken (ZMK) will das Preisgeld von 25 000 Dollar in eine neue Technik für das Robert K. Schenk Labor für Orale Histologie investieren.

 

Pfizer Animal Health Physiology Award

Rupert Bruckmaier, ausserordentlicher Professor für Veterinär-Physiologie, konnte in Indianapolis als erster Europäer den «Pfizer Animal Health (Zoetis) Physiology Award for outstanding research in the field of dairy cattle physiology» entgegennehmen.

 

ZAEN-Forschungspreis

Die Dissertationsarbeit «Taiji und Stressprotektion: Psychobiologische Untersuchungen» von Dr. phil. Marko Nedeljkovic von der Kollegialen Instanz für Komplementärmedizin KIKOM wurde mit dem erstmals ausgeschriebenen ZAEN- Forschungspreis ausgezeichnet. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wurde in Deutschland am Kongress des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) verliehen und soll den Nachwuchs fördern sowie die Zusammenarbeit von Praktikern und Wissenschaftlern verbessern.


Visiting Senior Fellow sowie Getty Scholar

Prof. Dr. Christine Göttler hat von der National Gallery of Art in Washington D.C. eine Einladung als Ailsa Mellon Bruce Visiting Senior Fellow erhalten. Die Leiterin der Abteilung Kunstgeschichte der Neuzeit am Institut für Kunstgeschichte führt vom 15. Juni bis 15. August 2013 in den USA eine Studie durch. Zugleich hat sie auch vom Getty Research Institute in Los Angeles (USA) eine Einladung als Getty Scholar erhalten. Von Januar bis Juni 2014 wird sie dort das Forschungsprojekt «Inventing Newness: Art, Local History, and ‹World Knowledge› in Early Modern Antwerp» durchführen.

 

Swiss TB-Award 2013

Für seine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Tuberkulose wurde der klinische Forscher Dr. med. Lukas Fenner vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin mit dem Swiss TB-Award 2013 ausgezeichnet, den er sich mit einem Forscher der ETH Lausanne teilt. Er erhält 5000 Franken Preisgeld. Mit seinem Team hat der Arzt in einer mehrjährigen gesamtschweizerischen Studie die Risikofaktoren für die Übertragung der Tuberkulose in der Schweiz untersucht. Der Swiss TB-Award wird seit zwölf Jahren von der Schweizerischen Stiftung für Tuberkuloseforschung jeweils am Welt-Tuberkulose-Tag verliehen.
 

Beste Dissertation

Die H. Wilhelm Schaumann-Stiftung hat die Dissertation von Dr. Mirjam Lehmann von der Abteilung Veterinär-Physiologie als eine der besten Dissertationen in der Tierernährung 2013 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.


Beste Master-Arbeit

Der Preis für den besten Masterabschluss an der Philosophisch-historischen Fakultät ging heuer an Andreas Ammann. Seine Master-Arbeit schrieb er im Rahmen des «Lehrprojekts Bongars».

 

31.07.2013