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Neuberufungen und Ehrungen

Ausserordentlicher Professor für Staats- und Verwaltungsrecht

Die Universitätsleitung hat Andreas Lienhard zum ausserordentlichen Professor für Staats- und Verwaltungsrecht und zum geschäftsführenden Direktor des Kompetenzzentrums für Public Management und zum Mitdirektor des Instituts für öffentliches Recht ernannt. 

Andreas Lienhard (43) ist in Bern aufgewachsen und hat eine kaufmännische Lehre in einer Bank absolviert. Nach der Matur auf dem zweiten Bildungsweg studierte er an der Universität Bern Rechtswissenschaft. Er schloss 1991 mit dem Fürsprecherexamen ab und arbeitete danach als Assistent am Institut für öffentliches Recht. In dieser Zeit doktorierte er (1994) und arbeitete am gleichen Institut weiter, ab 1997 bis 2002 als Oberassistent. Er habilitierte 2002 zum Thema Public Management und wurde noch im gleichen Jahr Assistenzprofessor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern.Andreas Lienhard (43) ist in Bern aufgewachsen und hat eine kaufmännische Lehre in einer Bank absolviert. Nach der Matur auf dem zweiten Bildungsweg studierte er an der Universität Bern Rechtswissenschaft. Er schloss 1991 mit dem Fürsprecherexamen ab und arbeitete danach als Assistent am Institut für öffentliches Recht. In dieser Zeit doktorierte er (1994) und arbeitete am gleichen Institut weiter, ab 1997 bis 2002 als Oberassistent. Er habilitierte 2002 zum Thema Public Management und wurde noch im gleichen Jahr Assistenzprofessor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern.


Ordentliche Professorin für Medizinische Lehre 

Der Regierungsrat hat Sissel Guttormsen Schär zur ordentlichen Professorin für Medizinische Lehre und zur Direktorin des Instituts für Medizinische Lehre ernannt. Sie wird die Nachfolgerin von Prof. Ralph F. Bloch, der im Februar des vergangenen Jahres zurückgetreten ist.

Sissel Guttormsen (40) ist in Norwegen aufgewachsen und hat in Porsgrunn die Schulen besucht. In Oslo studierte sie Philosophie, Statistik und Psychologie, qualifizierte sich als systemische Psychoterapeutin und schloss 1992 mit dem Master in Psychologie ab. In der gleichen Periode war sie auch Forschungsstipendiatin am ‚Norwegian Computing Centre’ in Oslo, wo sie im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion menschliche Informationsverarbeitung erforschte. 1991 kam sie das erste Mal an die ETH Zürich, als Austauschstudentin an das Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie (IHA). 1992, nach Abschluss ihrer Studien in Oslo, kam sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin das zweite Mal an die ETHZ. Bis 1997 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am IHA der ETHZ und schloss 1997 ihre Doktorarbeit über computerunterstütztes Lernen an der Universität Zürich ab. Seither ist sie Dozentin an der ETHZ für «Computer Supported Cooperative Work» (bis 2004) und fortan für «Usability Evaluation». Sie forschte bis 2000 im Auftrag des Didaktik-Zentrums der ETHZ über den optimalen Einsatz neuer Medien in der Lehre. Von 1999 bis 2003 war sie Dozentin für angewandte Forschungsmethodik an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Sie leitete von 1998 bis 2005 die Forschungsgruppe «Mensch-Maschine-Interaktion» am IHA an der ETHZ. 2004 habilitierte sie im Fachgebiet kognitive Ergonomie an der ETHZ, ihre Habilitationsschrift umfasste Ihre Forschungsarbeiten über Multimedia Didaktik.


Ordentlicher Professor für Sportwissenschaft 

Der Regierungsrat hat zum Nachfolger von Kurt Egger, der Ende August zurückgetreten ist, Achim Conzelmann ernannt. Er wird ordentlicher Professor für Sportwissenschaft und Direktor des Instituts für Sportwissenschaft.

Achim Conzelmann (46) ist in Tailfingen, Deutschland, aufgewachsen und hat an der Universität Tübingen Mathematik und Sportwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien studiert. 1995 promovierte er zum Dr. rer. soc. im Fach Sportwissenschaft in Tübingen und arbeitete danach bis 2001 als wissenschaftlicher Angestellter. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Norwegischen Sporthochschule in Oslo habilitierte er sich im Jahr 2000 für Sportwissenschaft an der Uni Tübingen. Als Hochschuldozent für Sportwissenschaft mit den Schwerpunkten Sportpsychologie und Methodenlehre lehrte er anschliessend zwei Jahre in Tübingen, dazwischen auch an der Universität Stuttgart. Zu Beginn des Jahres 2003 wurde er als Professor für Sportwissenschaft mit den Schwerpunkten Sportpsychologie und Bewegungswissenschaft an die Universität Kiel berufen. Achim Conzelmann besitzt die Trainerlizenz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und des Deutschen Tennis-Bundes.


Ordentlicher Professor für Kunstgeschichte

Der Regierungsrat hat Bernd Nicolai zum Professor für Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Architekturgeschichte und der Denkmalpflege sowie als Mitdirektor des Instituts für Kunstgeschichte ernannt. Er tritt die Nachfolge von Volker Hoffmann an, der im Februar zurückgetreten ist.

Bernd Nicolai (48) ist in Braunschweig (D) geboren, bei Stuttgart aufgewachsen und hat in Mainz, Göttingen und Berlin (Freie Universität) Kunstgeschichte, klassische Archäologie und vorderasiatische Altertumskunde studiert. Dort doktorierte er 1987 mit einer Arbeit zur monumentalen Kirchenbaukunst der Zisterzienser um 1200. Er war danach wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Künste in Berlin. Von 1989 bis 1995 war Nicolai wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Universität Berlin, im Fachgebiet Kunstwissenschaft. 1990 und 1993 hatte er eine Gastdozentur im Graduate Programm des Faches Kunstgeschichte an der Teknik Universitesi in Istanbul inne. Von 1995 bis 1999 lehrte er als Gast- beziehungsweise Vertretungsprofessor an der Technischen Universität Berlin (Institut für Baugeschichte sowie Fachgebiet Kunstgeschichte) und an der University of Edinburgh (Departement of Architecture). Er habilitierte sich 1996 mit einer Arbeit zu «Moderne und Exil», dem Beitrag der deutschsprachigen Architekten in der modernen Türkei und wurde 1999 zum Professor für mittelalterliche Kunstgeschichte und allgemeine Architekturgeschichte der Universität Trier ernannt. Seine Schwerpunkte in der Forschung liegen, neben Fragen des Kulturtransfers, auf der mittelalterlichen Kunst- und Architekturgeschichte sowie auf der Baugeschichte vom Zeitalter der Aufklärung bis zur Gegenwart.


Ordentlicher Professor für Staatsrecht, Rechtsphilosophie und Verfassungsgeschichte 

Der Regierungsrat hat Axel Tschentscher zum Professor für Staatsrecht, Rechtsphilosophie und Verfassungsgeschichte und zum Mitdirektor des Instituts für öffentliches Recht ernannt. Er tritt die Nachfolge von Andreas Kley an, der im Februar zurückgetreten ist.

Axel Tschentscher, geboren 1964 in Bremen, studierte nach einem Zivildienst in der Behindertenarbeit zunächst Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg und der Cornell University in New York, später Philosophie und Soziologie an der Universität Würzburg. Nach der Rückkehr aus den USA arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg und als Referendar beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg. 1996 legt er das Zweite Juristische Staatsexamen (Anwaltsexamen) ab, erlangte 1997 das U.S.- Rechtsanwaltspatent und schloss zwei Jahre später an der Universität Kiel seine rechtsphilosophische Dissertation über prozedurale Gerechtigkeitstheorien ab. Auf den Wechsel an die Universität Würzburg folgte 2002 eine Assistenzprofessur für Rechtsphilosophie am Institut für öffentliches Recht der Universität Bern. Nach dem Abschluss der Habilitation zum Thema «Demokratische Legitimation der dritten Gewalt» wurde er auf den Lehrstuhl für Staatsrecht, Rechtsphilosophie und Verfassungsgeschichte berufen. Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind die juristische Diskurstheorie und die allgemeine Grundrechtsdogmatik. Universität Hamburg und als Referendar beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg. 1996 legt er das Zweite Juristische Staatsexamen (Anwaltsexamen) ab, erlangte 1997 das U.S.- Rechtsanwaltspatent und schloss zwei Jahre später an der Universität Kiel seine rechtsphilosophische Dissertation über prozedurale Gerechtigkeitstheorien ab. Auf den Wechsel an die Universität Würzburg folgte 2002 eine Assistenzprofessur für Rechtsphilosophie am Institut für öffentliches Recht der Universität Bern. Nach dem Abschluss der Habilitation zum Thema «Demokratische Legitimation der dritten Gewalt» wurde er auf den Lehrstuhl für Staatsrecht, Rechtsphilosophie und Verfassungsgeschichte berufen. Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind die juristische Diskurstheorie und die allgemeine Grundrechtsdogmatik.


Ehrungen  


Auszeichnung für hervorragende Dissertation

Dr. Andreas Schellenberger vom Geographischen Institut der Universität Bern wurde für seine Doktorarbeit vom Verband der Geographen an Deutschen Hochschulen mit einem Dissertationspreis geehrt.

Der mit 1'500 Euro dotierte Dissertationspreis für Physische Geographie wurde Andreas Schellenberger verliehen für seine Arbeit «The NW-Argentinian loess record and its implications for climate history in South America over the past 1.2 Ma». Die von ihm untersuchten Löss-Ablagerungen im Nordwesten Argentiniens sind die einzigen terrestrischen Sedimente auf der gesamten Südhalbkugel, in denen die Klimaentwicklung der letzten 1,2 Millionen Jahre nahezu lückenlos dokumentiert ist. In aufwändiger Feldarbeit und mit hochmodernen Analyseverfahren ist es dem Nachwuchswissenschaftler gelungen, zyklische Schwankungen des südamerikanischen Monsunsystems nachzuweisen und Fernwirkungen des Klimageschehens der hohen Breiten der Nordhemisphäre aufzuspüren. Die Daten ermöglichen zudem aufschlussreiche Vergleiche mit anderen Klimaarchiven wir den chinesischen Lössprofilen oder Bohrkernen aus dem Eis der Polarregionen und vom Meeresboden. Beeindruckt hat die Jury das ausserordentlich hohe wissenschaftliche Niveau der «facetten- und ideenreichen sowie bestens fundierten Arbeit», mit der Andreas Schellenberger wesentliche Lücken der Quartärforschung in Südamerika bearbeitet habe. Die Dissertation liegt mit ihrem Kernstück in Form von vier Publikationen in renommierten internationalen Fachzeitschriften vor.

18.10.2005