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Die Schweiz schlägt Thomas Stocker als Präsidenten des Weltklimarats vor

Der Bundesrat hat beschlossen, Professor Thomas Stocker von der Universität Bern als Kandidaten für den Vorsitz des Weltklimarats IPCC vorzuschlagen. Die Amtszeit des derzeitigen Präsidenten Rajendra Pachauri endet demnächst. Im Oktober 2015 werden die Mitglieder des IPCC seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger wählen.

Die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) – kurz Weltklimarat – wurde 1988 ins Leben gerufen. Sie arbeitet regelmässig Berichte über die aktuellen wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Kenntnisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel und über die Möglichkeiten zu dessen Bewältigung aus. Der Fünfte Sachstandsbericht des IPCC ist im Oktober 2014 erschienen.

Professor Thomas Stocker ist seit 2008 Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe für wissenschaftliche Grundlagen des IPCC, einer der drei Arbeitsgruppen, welche die Berichte des Weltklimarates ausarbeiten. Daneben leitet Professor Stocker die Abteilung für Klima- und Umweltphysik (KUP) des Physikalischen Instituts der Universität Bern. Diese Abteilung hat sich mit ihren Forschungsarbeiten über die Treibhausgaskonzentrationen in Eisbohrkernen aus der Antarktis sowie durch die Modellierung vergangener und künftiger Klimaänderungen weltweit einen Namen gemacht.

Die Kandidaten für den Vorsitz des IPCC müssen von den einzelnen Ländern vorgeschlagen werden. Der Präsident des IPCC wird jedoch ad personam und nicht als Vertreter eines bestimmten Staates gewählt. Die Kandidaturen müssen sechs Monate vor der Wahl bekanntgegeben werden. Die Wahl des oder der neuen Vorsitzenden findet anlässlich der 42. Tagung des IPCC vom 6. bis zum 10. Oktober 2015 in Dubrovnik (Kroatien) statt.

Quelle: Bundesrat/UVEK

18.02.2015