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3 Sieger im Raketenwettbewerb der Universität Bern

An der BEA/PFERD wurde der Raketenwettbewerb der Universität Bern entschieden: Aus über 700 selbstgebauten Raketen wurde in drei Kategorien je ein Siegermodell gekürt. Der beste Hobby-Raketenbauer bei den Oberstufenschülern gewann eine Reise nach Cape Canaveral.

Auf der Grossen Allmend wurden im Rahmen der BEA/PFERD die Sieger des Raketenwettbewerbs der Universität Bern gekürt. Fast 2000 Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Monaten einen Crashkurs in Raketenbau erhalten: Ingenieure und Wissenschaftlerinnen der Abteilung Weltraumforschung und Planetologie haben Schulklassen im ganzen Kanton besucht und den Kindern die Grundsätze des Raketenbaus erklärt. Nach dieser Einführung bauten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Raketen. Die schönsten Modelle wurden von einer Jury aus Weltraumexperten und Grafikern ausgewählt und an der BEA/PFERD ausgestellt. Heute wurde ihre Flugfähigkeit getestet.

Die Sieger der drei Kategorien

In der Kategorie VEGA (Kindergarten bis 2. Klasse) gewann der Kindergarten «Manuela» aus Worb die Konkurrenz aus etwa 50 gebauten Modellen. Bei diesen Raketen wurden nur die Originalität und die Qualität der Ausführung bewertet – flugtüchtig sind sie nicht. Grösse und Baumaterialien konnten die jungen Raketenbauerinnen und -bauer selber wählen; die einzige Bedingung war, dass die Raketen ohne Halterung frei stehen müssen. Als Preis fährt die ganze Siegerklasse ins Verkehrshaus nach Luzern und besucht dort das Planetarium und das IMAX-Kino (gestiftet von PostFinance und vom Verkehrshaus).

Die Dritt- bis Sechstklässler traten in der Kategorie SOYUS an. Ihre Raketen bestanden aus PET-Flaschen und verfügten über einen Pressluftantrieb. Mit Hilfe einer Druckflasche wurden sie 10 bis 20 Meter in die Höhe katapultiert. Das Urteil der Jury setzte sich hier aus der Originalität des Designs und aus der Flugkurve, welche die Rakete zurücklegte, zusammen. Den besten Eindruck hinterliess dabei das Modell von Selina Stucker aus Bern und stach damit alle anderen 450 eingereichten Raketen in dieser Kategorie aus. Die Erbauerin der Rakete gewinnt zusammen mit einer Begleitperson eine Reise an die Space-Expo und zur technischen Abteilung der ESA (ESTEC) in Noordwijk, Holland (gestiftet von der ESA).

Am höchsten flogen die Modelle in der Kategorie ARIANE (Oberstufe). Ausgerüstet mit einem chemischen Treibsatz, der elektronisch gezündet wurde, schossen die Raketen bis zu 100 Meter in die Höhe. Gestartet wurde von einer Startrampe, die von den Polymechaniker-Lernenden der Universität Bern konstruiert und gebaut wurde. In die Bewertung flossen die Flughöhe und eine Stilnote ein. Benotet wurde, ob die Rakete gerade und stabil nach oben fliegt, und ob sich der Fallschirm öffnet, der den Fall der Rakete abbremsen sollte. Sieger aus 210 eingereichten Modellen wurde Simon Huber von der Primarschule Oppligen. Er darf zusammen mit einer Begleitperson das «Kennedy Space Center», den Weltraumbahnhof der NASA in Florida (USA), besuchen (gestiftet von der ESA).

20.05.2009