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Medizintechnik-Ausstellung: Die Universität Bern präsentiert eine Erfolgsgeschichte

Die Universität Bern zeigt in einer Wander-Ausstellung ihre vielfältigen Tätigkeiten in der Medizintechnik. Sie gehört zu den international führenden Forschungsinstitutionen auf diesem Gebiet. Der Kanton Bern soll sich in Zukunft zum weltweit besten Standort für die Medizintechnik entwickeln.

Mit der Ausstellung «Moderne Chirurgie live erleben» präsentiert die Universität Bern zum 175-Jahr-Jubiläum einen Profilierungsschwerpunkt: die Medizintechnik. Sie zeigt auf, wie Bern in den vergangenen 100 Jahren zu einem bedeutenden Standort für die medizintechnologische Forschung wurde und informiert über das vor zwei Jahren gegründete «ARTORG Center» zur Entwicklung von Organunterstützungs- und Organersatztechnologie und den «Master of Science in Biomedical Engineering», den schweizweit ersten spezialisierten Studiengang im Bereich der Medizintechnik. Als besondere Attraktion können Besucherinnen und Besucher selber Hand anlegen und an Modellen zum Beispiel die minimal-invasive Endoskopie oder ein chirurgisches Navigationsgerät ausprobieren. Bis am Samstag, 2. Mai, steht die Ausstellung in der Niederlassung der Berner Kantonalbank BEKB | BCBE am Bundesplatz in Bern. Danach wird sie in Biel, Burgdorf, Thun und Langenthal gezeigt.

Bern gehört zu den besten Standorten

Die Berner Medizintechnik geniesst ein international hohes Ansehen. Sie zählt 320 Unternehmen, die ungefähr 7000 Personen beschäftigen. Schweizweit erwirtschaftet die Branche mit 13'000 Unternehmen und 45'000 Arbeitsplätzen einen Umsatz von etwa 20 Milliarden Franken. Der Berner Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher betonte an der Eröffnung der Ausstellung die bedeutende Rolle der Universität Bern für die Medizintechnik. Die hoch angesehene Forschungs- und Wirkungsstätte sei ein Motor für die positive Entwicklung in der Branche. An der Universität gehört die Medizintechnik zu den etablierten Profilierungsgebieten. «Diese starke Position verdanken wir einer langen Tradition der Zusammenarbeit zwischen Medizinern und der Industrie», erklärte Universitätsrektor Urs Würgler. Auch Rickenbacher hob die starke Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in dieser Branche hervor.

Die Medizintechnik hat in der Schweiz nicht nur eine grosse Tradition, sondern weist auch viel Potenzial für die Zukunft auf: «Im Jahr 2009 erwarten die Medizintechnik-Unternehmen ein Wachstum zwischen fünf und neun Prozent», sagte Rickenbacher. Das Ziel bestehe darin, die Schweiz und den Kanton Bern zum weltweit besten Standort für Medizintechnik zu machen – und dabei spiele die Universität eine wichtige Rolle. Auch Würgler ist zuversichtlich, dass sich der Profilierungsbereich positiv entwickeln wird. «Wir intensivieren unsere Anstrengungen», so der Rektor.

Künstliche Organe am ARTORG Center

Die Universität Bern hat vor zwei Jahren das «Artificial Organ Center for Biomedical Engineering Research» (ARTORG) gegründet. Hier wird Medizintechnologie zur Unterstützung erkrankter oder geschädigter Organe entwickelt: Neue Operationsinstrumente für die Herz- oder Augenchirurgie, Implantate zur Stabilisierung der Wirbelsäule aber auch die für die Implantation künstlicher Organe notwendige Präzisionstechnologie werden erforscht und realisiert. Mit dem ARTORG Center baut die Universität die nationale und internationale Position auf dem Gebiet der medizintechnologischen Forschung aus und stärkt den Wissens- und Technologietransfer. Das Zentrum, das an der Medizinischen Fakultät angesiedelt ist, arbeitet eng mit Kliniken und mit der Industrie zusammen.

30.04.2009