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Jahresmedienkonferenz: Erfolgreiches Jubiläum und erneut mehr Studierende

Eine erste Zwischenbilanz des 175-Jahr-Jubiläums zeigt die gute Verankerung der Universität Bern in Stadt und Kanton: Es gab eine gute Resonanz in der Bevölkerung sowie ein breites und positives Medienecho zu den diversen Anlässen. Bei den Studierendenzahlen zeigt der Trend weiterhin aufwärts.

«Die Arbeit hat sich gelohnt» – so die erste Zwischenbilanz von Rektor Urs Würgler zum 175-Jahr-Jubiläum der Universität Bern. Die Idee, das Jubiläum nicht als Nabelschau zu betreiben, sondern die Labors und Hörsäle zu verlassen, habe sich bewährt: Es gab sehr viele positive Reaktionen auf zahlreiche Anlässe, die im ganzen Kanton stattfanden und noch stattfinden. «Mit der Idee, die Anlässe im ganzen Kanton durchzuführen, sind wir auch Menschen begegnet, die mit der Universität sonst kaum in Kontakt kommen. Viele dieser Leute konnten wir von der Wichtigkeit der Arbeit der Universität überzeugen», sagte Würgler.

Wichtig sei auch die Begegnung mit Kindern gewesen – etwa beim vielbeachteten «Raketenwettbewerb» an der BEA oder an der «Nacht der Sterne» auf dem Gurten. Einige Jubiläumsprojekte seien zudem auf Nachhaltigkeit ausgelegt, wie etwa der Jungfrau Klimaguide, mit dem sich der Klimawandel in den Alpen «erwandern» lässt.

An der breiten und positiven Wirkung des Jubiläums hatten auch die Medien einen wesentlichen Anteil: Es erschienen bis jetzt über 200 Zeitungsartikel, Radiobeiträge und Fernsehsendungen. Würgler bedankte sich dafür herzlich im Namen der Universität bei den Medienschaffenden und hoffte auf weitere Unterstützung auch für die noch laufenden Projekte.

Mehr Studierende bei allen Fakultäten

Neu werden voraussichtlich 13'942 Studierende in Bern immatrikuliert sein, wie der Vizerektor Lehre, Gunter Stephan, zeigte. Zusammen mit dem Zuwachs der Weiterbildungsstudierenden ergibt dies eine Wachstumsrate von 1,7 Prozent. Alle Fakultäten verzeichnen – mit kleinen Schwankungen – einen längerfristigen Aufwärtstrend bei der Anzahl der Erstsemestrigen.

Insgesamt verzeichnen die Fakultäten mit 3'092 Erstsemestrigen einen Zuwachs um 5 Prozent. «Dies liegt deutlich über dem Schweizer Durchschnitt – fast doppelt so hoch», hielt Stephan fest. Interessant sei dabei die Aufteilung nach der Herkunft: Bei den Bachelorstudierenden seien je die Hälfte aus dem Kanton Bern, die andere Hälfte aus anderen Kantonen und dem Ausland. Bei den Masterstudierenden sei der Anteil aus anderen Kantonen und dem Ausland noch wesentlich höher. «Dies zeigt nicht nur die Beliebtheit der Universität Bern, sondern auch, dass unser Lehr- und Forschungsangebot international wahrgenommen wird», sagte Stephan. Entsprechend ist auch der Ausländeranteil gestiegen: Er steht jetzt bei 12 Prozent. Daraus werde deutlich, dass die Strategie der Universität Bern, sowohl regional verankert zu sein als auch eine internationale Ausstrahlung zu haben, bereits jetzt Früchte trage.

Aussicht auf einen neuen Forschungsschwerpunkt 

Zuwachs gab es auch im Bereich der Forschung: Laut Felix Frey, Vizerektor Forschung, kamen bei der Ausschreibung um neue Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) fünf Berner Projektskizzen unter die 16 Besten. Diese Projekte stammen von unterschiedlichsten Fakultäten und werden alle von der Unileitung unterstützt – in der Hoffnung, dass sich eines oder zwei davon durchsetzen.

Bereits erfolgreich waren im vergangenen Jahr Projekte von über 400 Doktorierenden der Universität Bern: Ihre Professorinnen und Professoren hatten sich dafür beim Schweizerischen Nationalfonds um Gelder beworben. «Es ist besonders erfreulich, dass sich auch während einer Zeit der Rezession und hohen Arbeitslosigkeit über 400 junge Akademikerinnen und Akademiker der freien Forschung widmen können», hielt Frey fest.

Gute Nachrichten bezogen auch auf die Forschungsinfrastruktur: Nach dem Baustart im Juli 2009 soll das neue Klinische Forschungszentrum an der Murtenstrasse 50 bereits Ende 2010 bezugsbereit sein. Dereinst sollen dort die Medizinaltechnologie mit Schwerpunkt auf die Entwicklung künstlicher Organe sowie biomedizinische, molekularbiologische und biochemische Forschung angesiedelt sein. Frey informierte zudem über neue Graduate Schools, die an der Universität Bern eingerichtet wurden, darunter Doktorierendenprogramme zu «Humanities and Social Sciences» oder «International and Monetary Economics». Dank diesen Institutionen, die zum grossen Teil inter- und transdisziplinär arbeiten, werde der akademische Nachwuchs durch die Universität Bern für Industrie, Öffentliche Verwaltung und Hochschulen gefördert, so Frey.

10.09.2009