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Die Universität Bern hat eine Ombudsperson

Zuhören, vermitteln, Konflikte entschärfen: Das sind die Aufgaben von Brigitta Ammann. Sie ist die erste Ombudsperson der Universität Bern. Mit der neu geschaffenen Stelle will die Universitätsleitung einen Beitrag zur Qualitätssteigerung leisten.

Arbeitskonflikte gibt es überall, die Universität Bern ist da keine Ausnahme. Sie will aber künftig Konflikte entschärfen, bevor sie eskalieren – dank Vermittlung durch eine Ombudsperson. Der Senat der Universität Bern hat Prof. Brigitta Ammann für dieses Amt einstimmig gewählt. Sie wird ihre Arbeit mit Beginn des neuen Studienjahres im Herbst 2006 aufnehmen.

Brigitta Ammann ist seit 1994 ordentliche Professorin für Paläo-Ökologie an der Universität Bern. Auf Ende Sommersemester 2006 wird sie emeritiert.

Die Ombudsperson ist Ansprechpartnerin für alle Angestellten der Universität Bern. Diese sollen sich bei Konflikten, die sich aus Arbeitsverhältnissen ergeben, an eine unabhängige Instanz wenden können. Wenn zum Beispiel eine Assistentin ohne spezifisches Pflichtenheft von ihrem Professor derart mit   (Lehr-)Aufträgen eingedeckt wird, dass sie nicht mit ihrer eigenen Forschung vorankommt, kann die Ombudsperson Aussprachen organisieren und Empfehlungen aussprechen. Christoph Pappa, Generalsekretär der Universität Bern, rechnet mit einem zeitlichen Aufwand von 10 bis 20 Prozent, der pauschal abgegolten wird. Vorgesehen ist eine zweijährige Amtszeit mit der Option auf Wiederwahl.

Die medizinischen Fakultäten (Human- und Veterinärmedizin) der Universität Bern haben bereits Ombudspersonen. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv. In vielen Fällen konnte schon nur durch ein klärendes Gespräch eine Lösung gefunden werden. Deshalb will nun auch die Gesamtuniversität diesen Beispielen folgen.

21.06.2006