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Neues Studienangebot der Universitäten Bern und Freiburg

Ab dem Wintersemester 2006/07 bieten die Medizinische Fakultät Bern und das Departement für Medizin der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg ein neues Studium in Biomedizinischen Wissenschaften an. Dieser Studiengang wird durch eine interuniversitäre Konvention Bern-Freiburg koordiniert. Die Konvention ist von den zuständigen Dekanaten und Rektoraten beider Universitäten, sowie von den für die Erziehungsdepartemente zuständigen Regierungsmitgliedern unterzeichnet worden.

Mit einer Ausbildung in zwei Etappen schlägt die Konvention eine Brücke zwischen Bern und Freiburg: Für das Bachelorstudium ist die Universität Freiburg verantwortlich und für das Masterstudium die Medizinische Fakultät der Universität Bern. In der Lehre erbringen aber beide Institutionen sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium sich gegenseitig ergänzende Leistungen, welche die vorhandenen Ressourcen möglichst optimal nutzen. Zum ersten Mal wird im Rahmen einer Zweierpartnerschaft dieser beiden Universitäten eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Departement für Medizin von Freiburg und der Berner Medizinischen Fakultät etabliert.

Der Studiengang in Biomedizinischen Wissenschaften unterscheidet sich von anderen Studienangeboten in «Life Sciences» durch eine an die Humanmedizin angeschlossene Grundausbildung. Sie ist auf ein vertieftes Verständnis der Strukturen und Funktionen der grossen Systeme (z. B. Herz- und Kreislaufsystem, Atmung, Nervensystem) des menschlichen Körpers ausgerichtet. Die Studierenden der Biomedizinischen Wissenschaften eignen sich im ersten Jahr eine wissenschaftliche Grundausbildung an, die derjenigen der zukünftigen Biologen oder Biochemiker sehr ähnlich ist. Im zweiten Ausbildungsjahr besuchen sie denselben Unterricht wie ihre Kollegen und Kolleginnen, die später Ärzte werden. In den fortgeschrittenen Semestern werden Kenntnisse in den klinischen Bereichen vertieft und moderne Forschungsmethoden geübt. Das Programm stützt sich auf die gemeinsamen Forschungsschwerpunkte beider Fakultäten, unter anderem kardiovaskuläre Erkrankungen, Stoffwechsel und Neurowissenschaften. 

Das Studium richtet sich an Studierende, die sich für die wissenschaftlichen Aspekte der Medizin interessieren und eine Forschungskarriere an der Universität oder in der Industrie anstreben, aber nicht behandelnde Ärzte werden wollen.

Zweifellos wird das neue Angebot zur Entwicklung beider Institutionen beitragen. Es kommt einem reellen Bedürfnis an Schweizer Nachwuchs entgegen, sowohl in den Grundlagenwissenschaften als auch in der klinischen Forschung, beides Gebiete mit hohem Innovations- und Wachstumspotenzial in der Schweiz. Darüber hinaus steht das Projekt in vollem Einklang mit dem von den Regierungen beider Kantone an die Universitäten von Bern und Freiburg übertragenen Mandat, die Zusammenarbeit zu intensivieren, mit dem Ziel, im Raum «Mittelland» einen für Naturwissenschaften und Medizin starken Pol zu bilden.

08.05.2006