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UEFA EURO 2008 stösst in der Schweiz auf grosse Akzeptanz

Knapp 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung steht der Fussball-Europameisterschaft 2008 positiv gegenüber. Dies zeigen die Auswertungen einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus (FIF).

Gut zwei Jahre vor der Durchführung stösst die UEFA EURO 2008 in allen Landesteilen auf eine breite Zustimmung. Während die Deutschschweizer insgesamt leicht skeptischer eingestellt sind als die Romands, finden sich sowohl zwischen den einzelnen Austragungsregionen als auch im Vergleich zur übrigen Schweiz keine grossen Unterschiede in der Beurteilung. Dies hat die Befragung ergeben, die vom 25. Oktober bis zum 5. Dezember 2005 in über 1000 Haushalten durchgeführt wurde.


Chance für eine positive Darstellung der Schweiz

Die UEFA EURO 2008 geniesst in der Schweiz generell einen sehr hohen Bekanntheitsgrad: nur 11 Prozent haben bisher noch nichts von der Fussball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz gehört. Mit 20 Prozent ist dieser Wert in der Romandie etwas höher. Ein Grossteil der Bevölkerung (86 Prozent) ist der Meinung, dass die UEFA EURO 2008 der Schweiz Chancen für eine positive Darstellung im Ausland eröffne. In der Romandie ist der Anteil jener, die diese Frage mit «stimme sehr zu» beantworteten, am höchsten. Mit 88 Prozent ist zudem eine breite Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht, die UEFA EURO 2008 wecke das Interesse der Jugend für den Fussball und trage so zur Sportförderung bei. Dieser Aussagen stimmen sowohl Sporttreibende (90 Prozent) als auch Nicht-Sporttreibende (82 Prozent) mit grosser Mehrheit zu.


Skepsis bei der Kosten-Nutzen-Frage

Kritischer ist die Bevölkerung im Bereich der Kosten-Nutzen-Überlegungen. 54 Prozent versprechen sich von der UEFA EURO 2008 einen positiven Nettonutzen, 41 Prozent tun dies nicht. Die Skepsis ist in der Romandie mit 34 Prozent der Befragten geringer als in der Deutschschweiz (43 Prozent).

Dennoch: 86 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass die UEFA EURO 2008 insgesamt zu einem sportlichen Erfolg wird. Eine deutliche Mehrheit der Befragten erachtet die Belastung des Lebensraumes und der Umwelt für tragbar (80 Prozent) und ist überzeugt, dass die Sicherheit im Rahmen der Veranstaltung gewährleistet ist (70 Prozent).

Mehrheitlich (60 Prozent) ist die Schweizer Bevölkerung auch mit dem organisatorischen und finanziellen Engagement der öffentlichen Hand in den Bereichen Sicherheit, Verkehr und Infrastruktur sowie Veranstaltungen zufrieden. Abweichende Bewertungen fordern eher ein grösseres (19 Prozent) als ein kleineres (12 Prozent) Engagement. Die Debatte um die gestiegenen Kosten der UEFA EURO 2008 zeigt keinen Einfluss auf die Einschätzung der Bevölkerung.


Begeisterung bei Fussballstädten Basel und Bern höher

44 Prozent der Befragten würden sicher ein Spiel besuchen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. In Basel (51 Prozent) und Bern (54 Prozent) liegt diese Bereitschaft über dem schweizerischen Durchschnitt und gleichzeitig höher als in Genf (42 Prozent) und in Zürich (44 Prozent). Insgesamt zeigt die Auswertung der Ergebnisse aus den vier Austragungsregionen Basel, Bern, Genf und Zürich nur geringe Unterschiede. Die Einstellung der Bevölkerung zur EURO 2008 unterscheidet sich zudem nicht wesentlich zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Grundsätzlich wird der Nettonutzen der UEFA EURO 2008 in der Romandie, von Männern, von jüngeren Personen, von Ausländerinnen und Ausländern sowie von aktiv Sporttreibenden positiver gewürdigt.


Das Projekt wird weitergeführt

Die repräsentative Bevölkerungsbefragung wurde im Auftrag des Bundesamtes für Sport Magglingen (BASPO) und der vier Austragungsregionen (Host cities) unter der Gesamtleitung des Forschungsinstitutes für Freizeit und Tourismus (FIF) der Universität Bern realisiert. Ziel des Gesamtprojektes ist die ganzheitliche Erfassung ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitsaspekte der EURO 2008. Zusätzlich zu den 1000 Haushalten wurden in den Austragungsregionen jeweils mindestens 500 Haushalte befragt. Weitere Bevölkerungsbefragungen werden im Herbst 2007, kurz vor Beginn der UEFA EURO 2008 sowie kurz danach durchgeführt.

14.03.2006