Dr. Stefan Fischer, Kunstgeschichte, Bertha-von-Suttner-Gymnasium, Andernach

Visionen als Thema der Malerei bei Hieronymus Bosch

Mittwoch, 31.05.2017, 18:15 Uhr


Veranstaltende: Collegium generale
Redner, Rednerin: Dr. Stefan Fischer, Kunstgeschichte, Bertha-von-Suttner-Gymnasium, Andernach
Datum: 31.05.2017
Uhrzeit: 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Auditorium maximum
Hauptgebäude
Hochschulstrasse 4
3012 Bern
Merkmale: Öffentlich
kostenlos

Zusammenfassung des Referats

Oft lösen seine Bilderfindungen Kopfschütteln, Assoziationen von Wahn und finsteren Epochen aus. Doch ist seine Kunst nüchtern und ausgeklügelt. Seine Bilder breiten die vielfältige Gefährdung der menschlichen Existenz vor dem Betrachter aus, damit der Gläubige die wahren Werte erkennen kann, die ihn im Diesseits und im Jenseits vor den Mächten des Bösen bewahren. Boschs Triptychen sind eschatologische Visionen epischen Ausmaßes.

Hieronymus Bosch (um 1450/55-1516) war einer der innovativsten unter den niederländischen Malern zur Zeit der Renaissance. Fern der großen Kunstzentren gehörte er in seiner Heimatstadt 's-Hertogenbosch zur Elite, organisiert in der Liebfrauenbruderschaft. Er war von reformchristlichen Ideen und einem frühhumanistischem Erziehungsideal wie auch vom bürgerlich-merkantilen Leistungsgedanken geprägt.

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