Nachwuchsförderung

„Frauen wollen keine Wissenschaftskarrieren machen“?

An der Universität Bern steigen überproportional mehr Frauen als Männer aus der akademischen Karriere aus (vertikale Segregation). Die sogenannte "leaky pipeline" basiert auf verschiedenen Stolpersteinen, welchen Frauen häufiger begegnen. Der Mythos der Selbsteliminierung der Frauen in akademischen Karrieren kursiert nach wie vor, obwohl er mit verschiedenen Fakten widerlegt werden kann. Es gibt unterschiedliche Hürden, welche in akademischen Laufbahnen von Frauen bestehen. Es handelt sich um vielfältige Phänomene, wie zum Beispiel:

  • Frauen arbeiten häufiger als Männer an interdisziplinären Themen, deren Ansehen oft tief ist
  • Forscherinnen haben kleinere Chancen, Drittmittel einzuwerben
  • Frauen tragen meist die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung und andere Care-Aufgaben und leben öfter in Dual career-Partnerschaften.
  • Frauen haben ein kleineres wissenschaftliches Netzwerk und erhalten häufig geringere Unterstützung durch Vorgesetzte, vor allem wenn sie Kinder haben
  • Kandidatinnen werden in Anstellungsverfahren für Professuren weniger berücksichtigt als Kandidaten
  • Wissenschaftlerinnen in der Postdoc-Phase werden mit mehr administrativen Aufgaben beauftragt als Männer.
  • Frauen sind ab der Postdoc-Phase weniger mobil

Um dem entgegen zu wirken, betreibt die Universität Bern gezielte Karriereförderung von Frauen: Neben dem Karriereprogramm Coaching, Mentoring & Training COMET und verschiedenen Mentoringprogrammen bietet sie Kurse und individuelle Coachings für Nachwuchswissenschaftlerinnen an.