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Rossica

Russland – ein Land zwischen Barbarei und Zivilisation

Die westlichen Beobachter und Reisenden des 16. und 17. Jahrhunderts hielten das Zarenreich für eine asiatische Despotie. Für sie galten die Traditionen des Ständestaates und eines mit Freiheiten und Privilegien ausgestatteten Adels.

Die scheinbar nahezu unbegrenzte Selbstherrschaft des Zaren und die vermeintlich barbarisch-sklavische und ungelehrt-unwissende Natur seiner Untertanen gab ihnen deshalb Anlass zu heftiger Kritik.

Die Säulen der russländischen Selbstherrschaft – der Zar (Fedor III., Ivan V. und Peter I. als Kind) sowie der Patriarch (Adrian) der orthodoxen Kirche mit dem Metropoliten (Friedrich Christian Weber: Das veränderte Russland, Frankfurt 1721)

Europa fühlte sich Russland gegenüber kulturell überlegen und verstand sich als Inbegriff der Zivilisation.