Werkzeuge und Arbeitshilfen Übersicht

Podcast / Vorlesungsaufzeichnung

An der Universität Bern über 20 Hörsäle mit einer Podcastinfrastruktur ausgerüstet. Diese Infrastruktur und die Software SWITCHcast erlauben die unkomplizierte Aufnahme, Nachbearbeitung und Publikation von Vorlesungen, Kongressbeiträgen oder anderen Veranstaltungen. Aufgezeichnet werden standardmässig das gesprochene Wort sowie das vom Beamer projizierte Bild (z.B. Powerpoint- oder Visualizer-Folien, Webseiten, Videos), nicht aber die referierende Person. Die Aufzeichnung kann vor der Publikation nachbearbeitet und schliesslich als Streaming oder Download in ILIAS oder SWITCHtube zur Verfügung gestellt oder in einer Website integriert werden.

Um eine Veranstaltung aufzeichnen zu können, muss der Hörsaal mit der notwendigen Technik ausgestattet sein (siehe Geeignete Hörsäle). Möchten Sie Ihre Vorlesung aufzeichnen, sollten Sie dies bereits bei der Raumreservation berücksichtigen und in KSL den entsprechenden Wunsch deponieren. Für die Aufzeichnung einmaliger Podcasts kann alternativ bei der Materialausleihe ein mobiles Podcast Equipment ausgeliehen werden.

In wenigen Schritten zu Ihrer Aufzeichnung

  1. Vor der Veranstaltung eröffnen Sie in ILIAS einen Podcast-Kanal, genannt SWITCHcast Serie. In diesen Kanal werden die Aufzeichnungen hochgeladen.
  2. Die Aufzeichnung starten Sie im Hörraum selber. Den Podcast-Computer finden Sie im Medienturm. Verwenden Sie bei der Aufnahme das bereitliegende Mikrofon.
  3. Wenige Stunden nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung zur Nachbearbeitung auf ILIAS zur Verfügung. Sie können die Aufzeichnung schneiden und Informationen ergänzen. Die Publikation der Aufzeichnung geschieht erst nach dieser Nachbearbeitung.

Eine detaillierte Anleitung der einzelnen Schritte finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Seit dem 27. Juli 2017 steckt neu die Open Source Software «Opencast» hinter dem Dienst SWITCHcast. Dieser Wechsel führt zu einigen Neuerungen.

Hinweis: Wir empfehlen Ihnen, Ihre Aufzeichnungen weiterhin über ILIAS zu administrieren, dann beschränken sich die Auswirkungen dieser Änderungen für Sie auf ein Minimum.

Neue Bezeichnungen

Einstige «SWITCHcast Channels/Kanäle» heissen neu «SWITCHcast Serien», einstige «Clips» heissen neu «Aufzeichnungen».

Neuerungen im ILIAS-Objekt «SWITCHcast Serie»

Hier sind die Neuerungen minim. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Aufzeichnungen weiterhin über ILIAS zu administrieren. 

  • Schneiden von Videos: Das Schneide-Tool ist komplett neu und einfacher in der Handhabung. Erklärungen zu dessen Handling finden Sie in der Podcast-Anleitung oder im Videotutorial von SWITCH
  • Manueller Upload von Videos: Das Fenster sieht leicht anders aus, enthält aber weiterhin die selben Felder.
  • Neue Funktion «Offline/online schalten einzelner Videos»: Innerhalb einer «SWITCHcast Serie» können einzelne Videos online resp. offline geschaltet werden.
  • Neue Funktion «Upload durch Mitglieder»: Neu kann Studierenden das Recht erteilt werden, selber Videos hochzuladen.
  • Download: Neu wird nur noch eine Download-Version des Videos angeboten (namens «Download»).

Eine detaillierte Anleitung zum neuen ILIAS-Objekt finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Neue Bedienoberfläche auf www.cast.switch.ch

Die Bedienoberfläche von SWITCHcast ist komplett neu. Zu den wichtigsten Funktionalitäten finden sie hier Videotutorials von SWITCH.

  • Zugriff anfragen: Neue SWITCHcast Benutzer, die einen direkten Zugriff auf die Bedienoberfläche von SWITCHcast wünschen, müssen neu eine Anfrage stellen (siehe Videotutorial «SWITCHcast Zugriff anfragen»). Anfragen werden spätestens am darauffolgenden Werktag vom Podcast-Support der Universität Bern bearbeitet.
  • Links zu einer Serie: Links zu einer SWITCHcast Serie müssen neu manuell erstellt werden (siehe zugehöriges Videotutorial «Erstellen eines Links zu einer Serie»). Die alten Links zu einer Serie resp. Aufzeichnung funktionieren weiterhin. Sie führen neu jedoch auf die Publikation der Serie in SWITCHtube.
  • Statistiken: Statistiken zu den Zugriffszahlen sind aus technischen Gründen bis auf Weiteres nicht mehr verfügbar.

 

Aufzeichnung der Schulung «Neuerungen in SWITCHcast»

 

Im Video werden Ihnen die wichtigsten Neuerungen erklärt und teilweise vorgezeigt (z.B. den Video-Editor und die neue SWITCHcast-Benutzeroberfläche). 

An den untenstehenden Standorten finden Sie Hörsäle mit einer fest installierten Podcastinfrastruktur. Mit Ausnahme des Hörsaals 001 im vonRoll Areal (Fabrikstrasse 8) sind alle Räume ohne Kamera ausgerüstet. Eine Videokamera zur Aufnahme der Dozierenden kann über die Materialausleihe reserviert werden.

Hörsäle mit fest installierter Podcastinfrastruktur

 

Ausbau der Podcastinfrastrutkur

Ist in Ihrer Nähe oder an Ihrem Institut kein geeigneter Hörsaal vorhanden? Dann melden Sie sich bitte beim didaktischen Support (podcast@id.unibe.ch, 031 631 30 23) und teilen uns Ihr Bedürfnis mit. Die Podcastinfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut!

Um nähere Informationen zu den einzelnen Hörräumen zu erhalten, können Sie die Hörraumsuche im KSL nutzen.

ExWi A006
Hallerstrasse 001
Hauptgebäude 101, 110 (Audimax), 120, 201, 210 (Aula), 220
Hochschulzentrum vonRoll 001 (F6), 003 (F6), 004 (F6), 102 (F6), B101 (F8), B102 (F8)
Tierspital / Vetsuisse NLG 001 (Lg 124c), 020 (Bs 109), 115 (Lg 120), 215 (Lg 124), 303 (Lg 122)
Uni Engehalde 001
Uni Muesmatt 248 (Haller-Auditorium), U113
UniS A003, A-122, B-102
Unitobler F021
Zentrum Sport und Sportwissenschaft C001 (Hinweis: Momentan kann nur über den HDMI-Anschluss aufgezeichnet werden und nicht über VGA)

Auf dem Insel-Areal sind weitere Räume mit Podcastinfrastruktur ausgerüstet:

Benötigen Sie ein mobiles Equipment für einen eimaligen Podcast? Wir stellen Ihnen zwei mobile Equipments zur Verfügung. Darin sind alle Hard- und Software-Komponenten enthalten, um Podcasts mit der Software SWITCHcast in einem Raum mit vorinstalliertem Mikrofon aufzunehmen. Falls es sich um einen Raum ohne Mikrofone handelt, können Sie bei uns auch Mikrofone ausleihen.

Zusätzlich stehen Ihnen diverse Audio- und Videogeräte (z.B. Kamera, Stative, USB- und Funk-Mikrofone, diverse Kabel, etc.) zur Ausleihe zur Verfügung. Diese können für einen beschränkten Zeitraum kostenlos ausgeliehen werden. Das verfügbare Ausleihmaterial entnehmen Sie bitte folgender Liste: Verfügbares Ausleihmaterial (PDF, 78KB)

Immer mehr Studierende an der Universität Bern äussern den Wunsch, dass ihre Vorlesungen aufgezeichnet werden. Auch die SUB setzt sich in ihrem Positionspapier zur Guten Lehre für ein verstärktes Angebot von Podcasts ein. Doch was spricht für die Erstellung und das Anbieten von Podcasts in der Hochschullehre? Wir liefern Ihnen acht stichhaltige Argumente.

1. Podcasts ermöglichen eine effektive Nachbereitung und selbstgesteuertes Lernen.

Die Studierenden können sich selektiv jene Abschnitte einer Veranstaltung nochmals anhören, die sie nicht auf Anhieb verstanden haben. Dabei ermöglichen Podcasts selbstgesteuertes Lernen im eigenen Tempo. Dank der Rückspul- und Pausenfunktion können sich Studierende Zeit zum Reflektieren, Recherchieren und zum Anfertigen von Notizen nehmen. So erschliessen sie sich die Inhalte sehr viel gründlicher als in der Präsenzvorlesung. Dies gilt insbesondere für all jene Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

2. Podcasts verbessern den Lernerfolg – wenn sinnvoll und zusätzlich zum Vorlesungsbesuch eingesetzt.

Viele Studierende schätzen die Möglichkeit, sich mit Podcasts auf Prüfungen vorbereiten zu können. Wie erste Erhebungen zeigen, führt diese Möglichkeit alleine jedoch noch nicht zu einem verbesserten Lernerfolg: Nur wenn die Podcasts nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zum Vorlesungsbesuch genutzt werden, scheint sich eine Verbesserung der Prüfungsleistungen einzustellen (z.B. Spaeth-Hilbert, Seufert & Wesner, 2013; Studie an der University of Manchester, verfügbar hier ab Minute 5:30). Somit scheint also erst die Kombination aus Vorlesungsbesuch und Nutzung der Podcasts zur Sitzungsnach- sowie Prüfungsvorbereitung zu einem höheren Lernerfolg zu führen. Auf diesen Sachverhalt sollten die Studierenden zu Vorlesungsbeginn hingewiesen werden.

3. Podcasts füllen die Lücke bei Abwesenheit der Dozierenden wie auch der Studierenden.

Bei Abwesenheiten des Dozierenden fallen keine Vorlesungen aus, da auf inhaltlich noch aktuelle Podcasts aus vorhergehenden Semestern zurückgegriffen werden kann. Ansonsten können diese Podcasts auch gezielt vorproduziert werden. So werden die geplanten Inhalte trotz der Fehltermine behandelt und die Lernziele erreicht. Indem diese Podcasts mit Aufgaben, Selbsttests oder Übungen verknüpft werden (z.B. auf ILIAS), können die Studierenden zu effektiven Lernaktivitäten angeregt werden.

Auf Seiten der Studierenden ermöglichen Podcasts eine Teilnahme an der Veranstaltung, selbst wenn sie aufgrund familiärer oder beruflicher Verpflichtungen, Krankheit, Militärdienst oder Platzmangel nicht an der Präsenzvorlesung teilnehmen können.

4. Dank der Einbindung in ILIAS bedeuten Podcasts kaum Mehraufwand und können vor der Publikation bearbeitet werden.

Wenn Sie Ihre Veranstaltung aufzeichnen möchten, beantragen Sie vor Semesterbeginn bei der Raumreservation KSL einen geeigneten Hörsaal und eröffnen auf ILIAS einen Podcast-Kanal – den sogenannten SWITCHcast Channel. Da dank der vorgängigen Reservation Ihr Hörsaal mit der entsprechenden Infrastruktur ausgerüstet ist, wählen Sie dann an der Podcast-Station Ihren SWITCHcast Channel aus und starten die Aufnahme mit einem Knopfdruck. Nach der Vorlesung können Sie über Ihren ILIAS-Kurs die Aufzeichnung nachbearbeiten (z.B. Pausen rausschneiden) und publizieren. Das Endprodukt unterliegt also Ihrer Kontrolle.

5. Podcasts ermöglichen interaktive Veranstaltungsformate in Folgesemester.

Einmal aufgezeichnete und inhaltlich noch aktuelle Podcasts können in späteren Semestern gewinnbringend eingesetzt werden. Beispielsweise indem die Studierenden den Auftrag erhalten, sich mit Hilfe dieser Podcasts auf die Präsenzphase vorzubereiten. Da nun die Wissensvermittlung im Selbststudium stattfindet, kann während der Präsenzveranstaltung dieses Wissen vertieft und in einen Anwendungsbezug gestellt werden. Weiterführende Fragen können im Plenum diskutiert, Übungen mit unmittelbarem Feedback bearbeitet oder Fälle in der Kleingruppe besprochen werden. Was vormals also zuhause und oftmals in isolierter Einzelarbeit geschah, vollzieht sich nun im sozialen Austausch mit den Mitstudierenden und im Kontakt mit den Dozierenden. Ausführliche Informationen zu diesem Lehrszenario, dem sogenannten Inverted Classroom, finden sie hier.

6. Podcasts ermöglichen die Anreicherung oder Ergänzung einer Präsenzveranstaltung.

Inhalte, die aus Zeitgründen in der Präsenzveranstaltung nicht erschöpfend behandelt werden können, werden als Podcast angeboten. Dieses Podcasts können beispielsweise dazu dienen, vor Veranstaltungsbeginn die Studierenden auf denselben Kenntnisstand zu bringen.

7. Podcasts ermöglichen die didaktische und inhaltliche Weiterentwicklung der eigenen Lehrtätigkeit.

In den Podcasts ist jeweils eine konkrete Lehrsituation und das Lehrhandeln des Dozierenden festgehalten. Auf dieser Grundlage kann eine Selbstevaluation vorgenommen, Feedback von Studierenden eingeholt werden oder eine hochschuldidaktische Beratung stattfinden. Das Team der Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung unterstützt Sie gerne bei diesem Vorhaben.

8. Podcasts ermöglichen eine Flexibilisierung des Studiums und die Einbindung von im Fernstudium studierenden Personen.

Dank Podcasts kann die Wissensvermittlung unabhängig von Zeit und Ort geschehen. Dadurch können Studierende selber entscheiden, wann und wo sie sich der Nachbereitung der Vorlesung widmen. Zusätzlich wird es möglich, weit entfernt wohnende Studierende in die Veranstaltung einzubinden.

Vorlesung «Open Data», FS 2016 (zusätzlicher Aufwand durch Videoaufnahme des Referenten)

 

Collegium generale: «In aller Munde: Essen und Ernährung»

 

Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Walter Herzog: «Theorie und Praxis - eine Erkundung auf biografischem Pfade»

Support

Das iLUB-Team unterstützt Sie beim Einrichten und Durchführen von Vorlesungsaufzeichnungen.