Werkzeuge und Arbeitshilfen Übersicht

Podcast / Vorlesungsaufzeichnung

An der Universität Bern sind mehrere Hörsäle mit einer Podcastinfrastruktur ausgerüstet. Diese Infrastruktur und die Software SWITCHcast erlauben die unkomplizierte Aufnahme, Nachbearbeitung und Publikation von Vorlesungen, Kongressbeiträgen oder anderen Veranstaltungen. Aufgezeichnet werden standardmässig das gesprochene Wort sowie das vom Beamer projizierte Bild (z.B. Powerpoint- oder Visualizer-Folien, Webseiten, Videos), nicht aber die referierende Person. Die Aufzeichnung kann vor der Publikation nachbearbeitet und schliesslich als Streaming oder Download in ILIAS zur Verfügung gestellt oder in einer Website integriert werden.

Um eine Veranstaltung aufzeichnen zu können, muss der Hörsaal mit der notwendigen Technik ausgestattet sein (siehe Geeignete Hörsäle). Möchten Sie Ihre Vorlesung aufzeichnen, sollten Sie dies bereits bei der Raumreservation berücksichtigen und in KSL den entsprechenden Wunsch deponieren. Für die Aufzeichnung einmaliger Podcasts kann alternativ bei der Materialausleihe ein mobiles Podcast Equipment ausgeliehen werden.

In wenigen Schritten zu Ihrer Aufzeichnung

  1. Vor der Veranstaltung eröffnen Sie in ILIAS einen Podcast-Kanal, genannt SWITCHcast Channel. In diesen Kanal werden die Aufzeichnungen hochgeladen.
  2. Die Aufzeichnung starten Sie im Hörraum selber. Den Podcast-Computer finden Sie im Medienturm. Verwenden Sie bei der Aufnahme das bereitliegende Mikrofon.
  3. Wenige Stunden nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung zur Nachbearbeitung auf ILIAS zur Verfügung. Sie können die Aufzeichnung schneiden, Informationen ergänzen, Kapitel benennen und bei Bedarf ein Titelbild wählen. Die Publikation der Aufzeichnung geschieht erst nach dieser Nachbearbeitung.

Eine detaillierte Anleitung der einzelnen Schritte finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

An den untenstehenden Standorten finden Sie Hörsäle mit einer fest installierten Podcastinfrastruktur. Mit Ausnahme des Hörsaals 001 im vonRoll Areal (Fabrikstrasse 8) sind alle Räume ohne Kamera ausgerüstet. Eine Videokamera zur Aufnahme der Dozierenden kann über die Materialausleihe reserviert werden.

Hörsäle mit fest installierter Podcastinfrastruktur

 

Ausbau der Podcastinfrastrutkur

Ist in Ihrer Nähe oder an Ihrem Institut kein geeigneter Hörsaal vorhanden? Dann melden Sie sich bitte beim didaktischen Support (podcast@id.unibe.ch, 031 631 30 23) und teilen uns Ihr Bedürfnis mit. Die Podcastinfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut!

Um nähere Informationen zu den einzelnen Hörräumen zu erhalten, können Sie die Hörraumsuche im KSL nutzen.

ExWi A006
Hallerstrasse 001
Hauptgebäude 101, 110 (Audimax), 120, 201, 210 (Aula), 220
Hochschulzentrum vonRoll 001 (F6), 003 (F6), 004 (F6), 102 (F6), B101 (F8), B102 (F8)
Tierspital / Vetsuisse NLG 001 (Lg 124c), 020 (Bs 109), 115 (Lg 120), 215 (Lg 124), 303 (Lg 122)
Uni Engehalde 001
Uni Muesmatt 248 (Haller-Auditorium), U113
UniS A003, A-122, B-102
Unitobler F021
Zentrum Sport und Sportwissenschaft C001 (Hinweis: Momentan kann nur über den HDMI-Anschluss aufgezeichnet werden und nicht über VGA)

Auf dem Insel-Areal sind weitere Räume mit Podcastinfrastruktur ausgerüstet:

Benötigen Sie ein mobiles Equipment für einen eimaligen Podcast? Wir stellen Ihnen zwei mobile Equipments zur Verfügung. Darin sind alle Hard- und Software-Komponenten enthalten, um Podcasts mit der Software SWITCHcast in einem Raum mit vorinstalliertem Mikrofon aufzunehmen. Falls es sich um einen Raum ohne Mikrofone handelt, können Sie bei uns auch Mikrofone ausleihen.

Zusätzlich stehen Ihnen diverse Audio- und Videogeräte (z.B. Kamera, Stative, USB- und Funk-Mikrofone, diverse Kabel, etc.) zur Ausleihe zur Verfügung. Diese können für einen beschränkten Zeitraum kostenlos ausgeliehen werden. Das verfügbare Ausleihmaterial entnehmen Sie bitte folgender Liste: Verfügbares Ausleihmaterial (PDF, 78KB)

Immer mehr Studierende an der Universität Bern äussern den Wunsch, dass ihre Vorlesungen aufgezeichnet werden. Auch die SUB setzt sich in ihrem Positionspapier zur Guten Lehre für ein verstärktes Angebot von Podcasts ein. Doch was spricht für die Erstellung und das Anbieten von Podcasts in der Hochschullehre? Wir liefern Ihnen acht stichhaltige Argumente.

1. Podcasts ermöglichen eine effektive Nachbereitung und selbstgesteuertes Lernen.

Die Studierenden können sich selektiv jene Abschnitte einer Veranstaltung nochmals anhören, die sie nicht auf Anhieb verstanden haben. Dabei ermöglichen Podcasts selbstgesteuertes Lernen im eigenen Tempo. Dank der Rückspul- und Pausenfunktion können sich Studierende Zeit zum Reflektieren, Recherchieren und zum Anfertigen von Notizen nehmen. So erschliessen sie sich die Inhalte sehr viel gründlicher als in der Präsenzvorlesung. Dies gilt insbesondere für all jene Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

2. Podcasts verbessern den Lernerfolg – wenn sinnvoll und zusätzlich zum Vorlesungsbesuch eingesetzt.

Viele Studierende schätzen die Möglichkeit, sich mit Podcasts auf Prüfungen vorbereiten zu können. Wie erste Erhebungen zeigen, führt diese Möglichkeit alleine jedoch noch nicht zu einem verbesserten Lernerfolg: Nur wenn die Podcasts nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zum Vorlesungsbesuch genutzt werden, scheint sich eine Verbesserung der Prüfungsleistungen einzustellen (z.B. Spaeth-Hilbert, Seufert & Wesner, 2013; Studie an der University of Manchester, verfügbar hier ab Minute 5:30). Somit scheint also erst die Kombination aus Vorlesungsbesuch und Nutzung der Podcasts zur Sitzungsnach- sowie Prüfungsvorbereitung zu einem höheren Lernerfolg zu führen. Auf diesen Sachverhalt sollten die Studierenden zu Vorlesungsbeginn hingewiesen werden.

3. Podcasts füllen die Lücke bei Abwesenheit der Dozierenden wie auch der Studierenden.

Bei Abwesenheiten des Dozierenden fallen keine Vorlesungen aus, da auf inhaltlich noch aktuelle Podcasts aus vorhergehenden Semestern zurückgegriffen werden kann. Ansonsten können diese Podcasts auch gezielt vorproduziert werden. So werden die geplanten Inhalte trotz der Fehltermine behandelt und die Lernziele erreicht. Indem diese Podcasts mit Aufgaben, Selbsttests oder Übungen verknüpft werden (z.B. auf ILIAS), können die Studierenden zu effektiven Lernaktivitäten angeregt werden.

Auf Seiten der Studierenden ermöglichen Podcasts eine Teilnahme an der Veranstaltung, selbst wenn sie aufgrund familiärer oder beruflicher Verpflichtungen, Krankheit, Militärdienst oder Platzmangel nicht an der Präsenzvorlesung teilnehmen können.

4. Dank der Einbindung in ILIAS bedeuten Podcasts kaum Mehraufwand und können vor der Publikation bearbeitet werden.

Wenn Sie Ihre Veranstaltung aufzeichnen möchten, beantragen Sie vor Semesterbeginn bei der Raumreservation KSL einen geeigneten Hörsaal und eröffnen auf ILIAS einen Podcast-Kanal – den sogenannten SWITCHcast Channel. Da dank der vorgängigen Reservation Ihr Hörsaal mit der entsprechenden Infrastruktur ausgerüstet ist, wählen Sie dann an der Podcast-Station Ihren SWITCHcast Channel aus und starten die Aufnahme mit einem Knopfdruck. Nach der Vorlesung können Sie über Ihren ILIAS-Kurs die Aufzeichnung nachbearbeiten (z.B. Pausen rausschneiden) und publizieren. Das Endprodukt unterliegt also Ihrer Kontrolle.

5. Podcasts ermöglichen interaktive Veranstaltungsformate in Folgesemester.

Einmal aufgezeichnete und inhaltlich noch aktuelle Podcasts können in späteren Semestern gewinnbringend eingesetzt werden. Beispielsweise indem die Studierenden den Auftrag erhalten, sich mit Hilfe dieser Podcasts auf die Präsenzphase vorzubereiten. Da nun die Wissensvermittlung im Selbststudium stattfindet, kann während der Präsenzveranstaltung dieses Wissen vertieft und in einen Anwendungsbezug gestellt werden. Weiterführende Fragen können im Plenum diskutiert, Übungen mit unmittelbarem Feedback bearbeitet oder Fälle in der Kleingruppe besprochen werden. Was vormals also zuhause und oftmals in isolierter Einzelarbeit geschah, vollzieht sich nun im sozialen Austausch mit den Mitstudierenden und im Kontakt mit den Dozierenden. Ausführliche Informationen zu diesem Lehrszenario, dem sogenannten Inverted Classroom, finden sie hier.

6. Podcasts ermöglichen die Anreicherung oder Ergänzung einer Präsenzveranstaltung.

Inhalte, die aus Zeitgründen in der Präsenzveranstaltung nicht erschöpfend behandelt werden können, werden als Podcast angeboten. Dieses Podcasts können beispielsweise dazu dienen, vor Veranstaltungsbeginn die Studierenden auf denselben Kenntnisstand zu bringen.

7. Podcasts ermöglichen die didaktische und inhaltliche Weiterentwicklung der eigenen Lehrtätigkeit.

In den Podcasts ist jeweils eine konkrete Lehrsituation und das Lehrhandeln des Dozierenden festgehalten. Auf dieser Grundlage kann eine Selbstevaluation vorgenommen, Feedback von Studierenden eingeholt werden oder eine hochschuldidaktische Beratung stattfinden. Das Team der Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung unterstützt Sie gerne bei diesem Vorhaben.

8. Podcasts ermöglichen eine Flexibilisierung des Studiums und die Einbindung von im Fernstudium studierenden Personen.

Dank Podcasts kann die Wissensvermittlung unabhängig von Zeit und Ort geschehen. Dadurch können Studierende selber entscheiden, wann und wo sie sich der Nachbereitung der Vorlesung widmen. Zusätzlich wird es möglich, weit entfernt wohnende Studierende in die Veranstaltung einzubinden.

Vorlesung «Open Data», FS 2016 (zusätzlicher Aufwand durch Videoaufnahme des Referenten)

 

Collegium generale: «In aller Munde: Essen und Ernährung»

 

Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Walter Herzog: «Theorie und Praxis - eine Erkundung auf biografischem Pfade»

Support

Das iLUB-Team unterstützt Sie beim Einrichten und Durchführen von Vorlesungsaufzeichnungen.