Werkzeuge und Arbeitshilfen Übersicht

Test

Knacknüsse

Prüfungsvorbereitungstests und Selbskontrollen

Vor Prüfungen geben Vorbereitungstests den Studierenden eine Einschätzung darüber, ob sie mit dem Stoff vertraut sind, bzw. in welchen Bereichen sie noch Defizite aufzuarbeiten haben. Die inhaltlichen Auseinandersetzungen, die durch vorgängige Prüfungsvorbereitungstests ausgelöst werden, können didaktisch genutzt werden, indem in der Veranstaltung oder auch in einem ILIAS-Forum ein Austausch darüber stattfindet.

Hier kann auf die grosse Bedeutung von Feedback und Wissensrückmeldung hingewiesen werden (vgl. Hattie 2009).

  1. Die Dozentin bzw. der Dozent erstellt mit dem Werkzeug «Test» in ILIAS einen Prüfungsvorbereitungstest, den die Studierenden zur Prüfungsvorbereitung ausfüllen können.
  2. Grundsätzlich entspricht ein Prüfungsvorbereitungstest einem herkömmlichen Test. Da es sich aber um eine formative und keine summative Diagnostik handelt, müssen die Studierenden die Möglichkeit haben, den Test mehrmals durchzugehen.
  3. Stellen Sie den Test deshalb so ein, dass mehrere oder unbeschränkt viele Durchläufe möglich sind.
  4. Damit Ihre Studierenden etwas besser abschätzen können, wie gut sie auf die bevorstehende Prüfung vorbereitet sind, stellen Sie den Test so ein, dass am Schluss eine Einsicht in die Testergebnisse möglich ist.
Beispiel eines Prüfungsvorbereitungstests

Studierende verfassen mögliche Prüfungsfragen

Lehrende beauftragen Studierende mögliche Quiz-Prüfungsfragen zu einem Thema zu verfassen. Die Fragen haben das Multiple-Choice-Format, das eine sofortige Rückmeldung zulässt. Neben der Frage werden verschiedene Antworten und Rückmeldungen erstellt. Zur Qualitätssicherung kann zudem ein Review-Prozess eingebaut werden. Am Ende stehen alle Fragen als Selbsttest zur Verfügung.

Vorwissenstest

In einem Vortest stellen Lehrende Quizfragen im Vorfeld einer Lehrveranstaltung oder neuer Lernabschnitte (z.B. Übungslektionen), um das Vorwissen der Studierenden zu prüfen und um auf den kommenden Stoff vorzubereiten. Lehrende können die Leistung der Studierenden nach Bedarf verfolgen.

Vorwissenstests ermöglichen den Studierenden, fehlende Inhalte vor dem Besuch einer Veranstaltung oder auch Studienabschnittes aufzuarbeiten oder aufzufrischen. Die Studierenden erhalten anhand eines Testdurchlaufs nicht nur eine Rückmeldung darüber, ob sie für den Besuch einer Veranstaltung gewisse Vorkenntnisse erarbeiten oder auffrischen müssen, sondern auch welche. Selbstverständlich müssen dann die entsprechenden Materialien auch zur Verfügung stehen, mit Hilfe derer allfällige Wissenslücken aufgearbeitet werden können.​

Die Bedeutung der Aktivierung des Vorwissens und insbesondere das Anknüpfen von neuem Wissen an bereits bestehendem Wissen, ist in der hochschuldidaktischen Forschung hinlänglich bekannt (vgl. Schrader 2006, S. 573).

  1. Die Dozentin bzw. der Dozent erstellt mit dem Werkzeug «Test» in ILIAS einen Vorwissenstest, den die Studierenden vor einer Veranstaltung ausfüllen können.
  2. Grundsätzlich entspricht ein Vorwissenstest einem herkömmlichen Test. Da es sich aber um eine formative und keine summative Diagnostik handelt, müssen die Studierenden möglichst detailliert erfahren, wie sie im Test abgeschnitten haben und welche Fragen oder Bereiche sie noch nicht wissen, können oder verstehen. Es ist deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Rückmeldung der Testergebnisse zu richten.
  3. Erstellen Sie deshalb Fragen, die möglichst den ganzen zu lernenden Stoff abdecken und den Studierenden damit einen breiten Einblick in das ermöglichen, was sie in der Veranstaltung lernen werden.
  4. Damit Ihre Studierenden abschätzen können, wie gross ihr Vorwissen ist, stellen Sie den Test so ein, dass am Schluss eine Einsicht in die Testergebnisse möglich ist.

 

Beispiel eines Vorwissenstests

Gleiche Wissensbasis schaffen

Lehrende verwenden Quizfragen um gezielt Stoff zu vermitteln. Die Quizfragen beinhalten weiterführenden Links, Hinweise auf die entsprechenden Kapitel in einem Lehrbuch oder Onlinekurs.

Wiederkehrende Fragen abfangen

Häufig gestellte Fragen oder auftretende Probleme von Studierenden werden in ein Quiz verpackt. In der Präsenzveranstaltung bleibt damit mehr Raum für wesentliche Aspekte. Mit der Zeit kann so eine Sammlung von interaktivem Lernmaterial entstehen, die immer wieder verwendet und neu angepasst werden kann.

Übungsserien zum selbständigen Studium

Im Laufe einer Veranstaltung können Tests im Sinne von Übungsserien eingesetzt werden, die den Studierenden durch automatische Korrekturen und Feedbacks aufzeigen, wo sie in ihrem Lernprozess stehen. Die Studierenden können damit laufend überprüfen, ob sie im selbständigen Studium die erarbeiteten Inhalte verstanden haben und welche sie noch besser erarbeiten müssen.

Massnahmen der kognitiven Unterstützung, die den Studierenden jederzeit vor Augen führen, ob sie Wissensbestände auch wirklich begriffen haben, erweisen sich für das Lernen als äusserst effektiv (vgl. Hattie 2009).

  1. Die Dozentin bzw. der Dozent erstellt mit dem Werkzeug «Test» in ILIAS einen Übungstest, den die Studierenden während der Veranstaltung zu Übungszwecken ausfüllen können.
  2. Grundsätzlich entspricht ein Übungstest einem herkömmlichen Test. Da es sich aber um eine formative und keine summative Diagnostik handelt, müssen die Studierenden möglichst detailliert erfahren, wie die korrekte Antwort einer Frage lautet. Es ist deshalb ein besonderes Augenmerk auf das Feedback während des Ausfüllens des Tests zu legen.
  3. Erfassen Sie deshalb für möglichst alle Antwortmöglichkeiten Ihrer Fragen im Übungstest ein Feedback und hinterlegen Sie bei offenen Textantworten eine Musterlösung.
  4. Stellen Sie den Test so ein, dass die Feedbacks und die Musterlösungen direkt während des Ausfüllens eingesehen werden können.
Beispiel einer Übungsserie