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Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS)

Netzwerke der Wissensgesellschaft

27 Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) bzw. National Centres of Competence in Research (NCCR) sollen die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz in der internationalen Wissensgesellschaft sichern. Vier dieser Kompetenzzentren sind an der Universität Bern angesiedelt. Zusätzlich teilt sie sich mit der ETH Zürich den NFS MUST (Experimentalphysik).

  • Der NFS Klima baut auf die langjährige Tradition der Klimaforschung in Bern auf und will durch interdisziplinäre Forschung zu einem besseren Verständnis des Klimasystems beitragen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme, Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Der NFS Nord-Süd befasst sich mit der Bewältigung von Syndromen des globalen Wandels in Entwicklungs- und Transitionsländern. Dabei stehen die Lösungen im Zentrum der Forschung. Dies verlangt nach innovativen und integrativen Ansätzen der Forschungszusammenarbeit.
  • Der neue NFS International Trade Regulation analysiert die Grundlagen des globalen Handels. Er umfasst insgesamt zwölf Projekte und soll Ansatzpunkte für die internationale Abstimmung verschiedener Politikbereiche im Rahmen der Globalisierung aufzeigen.
  • Der NFS TransCure erforscht Membran-Transportproteine. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen neue Medikamente und Therapien für weit verbreitete Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Krebs und neurologische Erkrankungen entwickelt werden.

Die Nationalen Forschungsschwerpunkte wurden 2001 mit der Absicht geschaffen, der Schweizer Forschungslandschaft festere Strukturen zu verleihen. Ziel der Neuausrichtung: Es sollen langfristig angelegte Forschungsvorhaben zu Themen gefördert werden, die von strategischer Bedeutung für die Zukunft der Schweiz sind. Die NFS funktionieren in Netzwerken, in denen Dutzende von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus der ganzen Schweiz an verschiedenen Hochschulen und Forschungsanstalten zusammenarbeiten. Mutterhaus dieser Netze ist jeweils eine einzelne Institution wie die Universität Bern, von wo aus das Programmmanagement die unterschiedlichen Forschungsgruppen koordiniert.

Finanziert werden die Forschungsschwerpunkte zu einem grossen Teil durch den Schweizerischen Nationalfonds. Zusätzlich werden die NFS durch Eigenmittel der beteiligten Hochschulen und durch Drittmittel alimentiert. Neben exzellenter und international sichtbarer Forschung haben sich die Forschungsschwerpunkte Wissens- und Technologietransfer sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, insbesondere der Frauen auf die Fahne geschrieben.

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