Forschungsförderung Uniinterne Fördergefässe

Interfakultäre Forschungskooperationen (IFK)

Im Mai 2016 hat das Vizerektorat Forschung drei Interfakultäre Foschungskooperationen IFK ausgeschrieben. Im August 2017 hat die Universitätsleitung ein erstes Projekt definitiv bewilligt. Die Universitätsleitung hat an ihrer Medienkonferenz vom 14. September 2017 darüber informiert:

Neue Interfakultäre Foschungskooperationen

Die Universität Bern geht in der Forschungsförderung neue Wege: Mit den Interfakultären Foschungskooperationen IFK lanciert sie Verbundprojekte, die jeweils 8 bis 12 Forschungsgruppen umfassen und die spezifisch gefördert werden. "Mit diesem Instrument stärken wir die wissenschaftliche Qualität und Aktualität der Berner Forschung und schärfen unser Profil als forschungsintensive Universität", erklärte Rektor Christian Leumann. Die IFK lehnen sich an die Gefässe der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS bzw. NCCR) des Schweizerischen Nationalfonds an. Sie orientieren sich an den Themenschwerpunkten der Universität Bern, so wie sie in der Strategie 2021 festgelegt wurden. Pro IFK müssen mindestens zwei Fakultäten beteiligt sein. Gefördert werden die IFK von der Universität Bern während vier Jahren mit je 1,5 Millionen Franken pro Jahr. Ein Projekt wurde bereits bewilligt, zwei weitere sind identifiziert. "Wenn wir hier auf neue Forschungsgebiete stossen, ist es durchaus denkbar, dass sich daraus Bewerbungen für weitere Na-tionale Forschungsschwerpunkte und damit neue strategische Forschungszentren ergeben", erläuterte Leumann.

"One Health": Vom Boden über Pflanzen und Wiederkäuer bis zum Menschen

Die bereits bewilligte Interfakultäre Foschungskooperation stellte Vizerektor Forschung Daniel Candinas vor. Sie befasst sich mit "One Health", einem immer bedeutender werdenden Forschungsgebiet, in dem die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Umwelt, Tier und Mensch untersucht werden. Das Projekt vereint 10 Forschungsgruppen mit Expertise in Mikrobiologie, Umweltwissenschaften, Pflanzen- und Tiergesundheit, Humanmedizin und Bioinformatik, die an drei Fakultäten angesiedelt sind: der Philosophisch-naturwissenschaftlichen, der Medizinischen und der Vetsuisse-Fakultät. Die Interfakultäre Foschungskooperation untersucht insbesondere den Einfluss von Umweltveränderungen auf Nahrungskettensysteme – also von Böden über Pflanzen hin zu Wiederkäuern und schliesslich Mäusen als Modellorganismen für die menschliche Gesundheit. So kann erstmals vergleichend analysiert werden, wie die mikrobiellen Gemeinschaften an verschiedenen Schnittstellen der Nahrungskette auf Faktoren wie Temperatur, Schwermetalle und Pflanzensekundärstoffe reagieren, und welchen Einfluss diese Veränderungen auf die Gesundheit der einzelnen Glieder der Nahrungskette sowie das gesamte System haben. Indem sie ihre Fachkompetenz vereinen, können die Forschungsgruppen unter anderem gesundheitliche Kaskadeneffekte innerhalb der Nahrungskette beobachten, was ihnen sonst nicht möglich wäre. "Dies ist ein spannender neuer Ansatz innerhalb des One Health-Konzepts. Wir rechnen damit, dass sich die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Systeme übertragen lassen und zum Verständnis und zur Behebung von negativen Umwelteinflüssen in globalen Nahrungsketten beitragen", sagte Candinas.

(Quelle: Medienmitteilung der Universität Bern vom 14. September 2017)

Ausschreibung Interfakultäre Forschungskooperationen (IFK) / Interfaculty Research Cooperations (IRC)

Das Vizerektorat Forschung schreibt drei interfakultäre Forschungskooperationen (IFK) aus. IFK sind interfakultäre Verbundprojekte, die ca. 8-12 Forschungsgruppen umfassen. Sie lehnen sich an die Gefässe der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS bzw. NCCR) des Schweizerischen Nationalfonds an, sind thematisch frei wählbar, orientieren sich aber an den Themenschwerpunkten der Universität Bern, so wie sie in der Strategie 2021 festgelegt wurden (Nachhaltigkeit, Gesundheit und Medizin, Materie und Universum, interkulturelles Wissen sowie Politik und Verwaltung, S. 18f.).

Die Finanzierung beträgt maximal 1.5 Mio. Franken pro Jahr und IFK, und die Laufzeit ist auf vier Jahre beschränkt.

Detaillierte Informationen sind im entsprechenden Reglement enthalten (s. unten).

Die Frist zur Einreichung der Gesuche ist der 30. November 2016.

Personen, welche beabsichtigen, ein Gesuch für eine IFK einzureichen, sollen dies bis 31. August 2016 dem Vizerektorat Forschung in Form einer Absichtserklärung mit Angabe des Forschungsgebiets und der Namen der beteiligten Projektpartner mitteilen (info@research.unibe.ch).

Die Gesuche sind in englischer Sprache auf den vorgegebenen Formularen zu erstellen (Word-Dokument und Excel-Datei für Budget). Das gesamte Dossier ist ausschliesslich elektronisch beim Vizerektorat Forschung in einem einzigen Dokument einzureichen. Die Budgettabelle muss zusätzlich als einzelne Excel-Datei eingereicht werden (info@research.unibe.ch).

Zeitplan

  • 31. August 2016: Absichtserklärung mit Kurzinformation zu Projekt und beteiligten Partnern
  • 30. November 2016: Einreichung

Bitte beachten Sie insbesondere folgende Punkte:

  • Leitung IFK = Koordinator/in und Stellvertreter/in. Sie müssen aus zwei Fakultäten der Universität Bern stammen (Reglement Art. 3.2). Inselspital und Universitäre Psychiatrische Dienste Bern UPD werden als Angehörige der Medizinischen Fakultät gewertet.
  • Die Leitung sowie die Leitenden der Einzelprojekte müssen aus mind. zwei Fakultäten der Universität Bern stammen (zu Inselspital und UPD s.o.).
  • Die Leitung sowie die Leitenden der Einzelprojekte verfügen während der gesamten Laufzeit der IFK über eine Anstellung an der Universität Bern bzw. am Inselspital oder an den UPD (Art. 3.1). Koordinatoren/innen bzw. Leitende der Einzelprojekte können über eine IFK nicht ihre eigene Stelle finanzieren.
  • Zu Nachwuchs- und Frauenförderung innerhalb einer IFK siehe Einleitung des Reglements.
  • Die normale Infrastruktur (Arbeitsplatz, Informatik, Labor) soll durch die beteiligten Institute und Kliniken bereitgestellt und finanziert werden.
  • Unterstützungsschreiben der beteiligten Institute oder Kliniken.