Arun M. Kumar bringt «gute Neuigkeiten» aus den USA

Das World Trade Institute hat am vergangenen Donnerstag, 12. November, den Director General of the US and Foreign Commercial Service empfangen. Arun M. Kumar besuchte die Schweiz, um die Vertiefung einer «robusten Handelsbeziehung» zwischen den beiden Ländern zu unterstützen.

Von Morven McLean, Deutsche Übersetzung: Monique Iseli

Arun M. Kumar, Assistant Secretary for Global Markets und Director General for the U.S. and Foreign Commercial Service, sprach am WTI zu einer Gruppe von Regierungsbeamten, Akademikerinnen und Akademikern sowie Studierenden und hielt eine Rede zum Thema «Innovative investments in the US: Good news from Washington» mit dem Fokus auf die Amerikanische Investitionsförderungsstrategie und die Bemühungen, Unternehmertum und Innovation zu stärken. Assistant Secretary Kumar wurde durch den stellvertretenden Direktor des WTI, Manfred Elsig, empfangen und betonte, es sei ihm eine Freude, anlässlich seinem ersten offiziellen Besuch in der Schweiz seit seiner Amtsübernahme im Jahr 2014 in Bern zu sein. Die Amerikanische Botschaft in Bern wurde durch Botschafterin Suzan LeVine, Economic Officer Jeremy Beer sowie Public Affairs Officer Stephanie Morimura und Senior Public Affairs Specialist Gaby Bloem vertreten. 

In Bezug auf die Wirtschafsbeziehung zwischen der Schweiz und den USA sagte Arun M. Kumar, die Schweiz sei eine der führenden Handelspartnerinnen für die Vereinigten Staaten, und die USA schätzten diese robuste Beziehung. Die Schweiz zählt zu den Top-10 der US-Exportmärkte für Dienstleistungen und zu den Top-20 im gesamten Handelsmarkt. Ausserdem ist die Schweiz die achtgrösste Investorin in den USA, die führende Investorin in die Amerikanische Forschung und Entwicklung sowie in die regionalen Hauptquartiere für bedeutende Amerikanische Unternehmen. Der Umfang dieser Beziehungen sei besonders eindrücklich in Anbetracht der Schweizer Bevölkerung von lediglich acht Millionen, fügte Kumar hinzu. Im Jahr 2014 haben Investitionen in beide Richtungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Schweiz 305 Billionen Dollar überschritten.

Investitionsförderung

In Bezug auf Investitionsförderung führte der Assistant Secretary aus, die USA sei weltweit der bevorzugteste Ort für Investition und das Zuhause für mehr ausländische Direktinvestitionen als jedes andere Land der Welt. Die USA hätten für diesen Status hart arbeiten müssen.

Unternehmensinvestition in die Vereinigten Staaten wird durch SelectUSA koordiniert, das von Präsident Obama im Jahr 2011 etabliert wurde und als Kontaktpunkt für Investoren dient. SelectUSA verbindet Entscheidungsträger von Unternehmen, Organisationen für wirtschaftliche Entwicklung (EDOs) sowie Investoren und hilft EDOs und Investoren, Bundesrichtlinien zu verstehen. Seit 2011 hat SelectUSA Investitionen in die Vereinigten Staaten von über 20 Billionen Dollar begünstigt, tausende Arbeitsstellen generiert und das wirtschaftliche Wachstum angespornt.

Unternehmertum fördern

Arun M. Kumar betonte die Hingabe des Handelsministeriums für die Förderung des Unternehmertums und sagte, der Amerikanische Unternehmergeist sei «sowohl eine Quelle inländischer Wettbewerbsfähigkeit als auch einer unserer grössten Exporte». 

«Bevor ich 2014 dem Handelsministerium beigetreten bin, habe ich einige Jahre als Unternehmer in der Privatwirtschaft verbracht. Ich kenne die harte Arbeit und Kreativität, die es zum Starten, Führen und Dimensionieren einer Unternehmung braucht, aus erster Hand. Ich bin daher besonders motiviert, mit anderen ranghohen Marktführern zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass unsere Abteilung auf die Geschwindigkeit der Geschäftsabläufe vorbereitet ist und wir die Unternehmer beim Verwirklichen ihrer Träume unterstützen können», bekräftigte Kumar. «Viele Schweizer Unternehmen, besonders Start-ups und kleine bis mittlere Unternehmungen, versuchen, in den USA geschäftstätig zu werden; das Team von SelectUSA bietet Ihnen die nötige Unterstützung». Zudem gibt es seit kurzem eine neue Initiative: Startup Global hilft Unternehmern und jungen Firmen, vom ersten Tag an global zu denken indem sie Fachwissen sowie technische Unterstützung bietet, die sie für den Export ihrer Güter und Dienstleistungen benötigen.

Eine gemeinsame Erklärung, die im Juli vom US Department for Commerce, Labor, and Education sowie vom Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung unterschrieben wurde, biete den Rahmen für die Zusammenarbeit in den Bereichen betriebliche Ausbildung, Curriculumentwicklung, Anerkennung von Berechtigungsnachweisen, Karriereentwicklung und Programmerweiterung in andere Industriesektoren, sagte Kumar. Darauffolgend hat eine Anzahl Schweizer Firmen – darunter Nestle, Buhler und Zurich Versicherung – Pläne zum Erweitern und Einführen von Ausbildungsprogrammen in den USA angekündigt.

Ein Ökosystem für Innovation

Das Handelsministerium sei «Amerikas Innovationsagentur», sagte Kumar. Es stelle Patente zum Schutz von geistigem Eigentum aus, biete Unternehmungsgründern die Instrumente zum globalen Denken, und stelle Unternehmensvertreter bereit, die junge Innovatoren sowohl zuhause wie auch im Ausland betreuen und inspirieren.

Die Aufgabe, Innovation zu fördern, sei für den langzeitigen Wohlstand der USA essentiell, sagte Kumar, «denn wenn Unternehmer die Chance haben, ihre Träume zu verwirklichen, bauen sie führende Firmen auf, steigern die Wettbewerbsfähigkeit und schaffen Arbeit».

«Die Schweiz ist weltweit führend, wenn es um Innovation geht, zumal sie den Global Innovation Index in zwei aufeinander folgenden Jahren, 2014 und 2015, getoppt haben. Ich hoffe, dass die Vereinigten Staaten und die Schweiz hinsichtlich der Innovationsförderung weiterhin die bewährten Verfahren austauschen», schloss der Assistant Secretary. 

WORLD TRADE INSTITUTE (WTI) DER UNIVERSITÄT BERN

Das World Trade Institute (WTI) ist als interdisziplinäres Zentrum der Universität Bern eines der weltweit führenden akademischen Institute, die sich mit der Regulierung des internationalen Handels befassen. Es verbindet rechtliche, ökonomische und politikwissenschaftliche Aspekte der internationalen Handelsregulierung in Forschung, Lehre, Beratung und technischer Kooperation. Das WTI wurde im Jahr 1999 gegründet, um eine Lücke in der universitären Ausbildung in Zusammenhang mit der Regulierung des Welthandels zu schliessen. Seit 2005 ist das WTI die Heiminstitution des Nationalen Forschungsschwerpunktes «Trade Regulation» des Schweizerischen Nationalfonds.

World Trade Institute WTI  

Nationaler Forschungsschwerpunkt (NFS) Trade Regulation 

 

Zur Autorin

Morven McLean ist Web-Redaktorin und Corporate Publisher am World Trade Institute. Sie ist verantwortlich für die Website und deren Inhalt, für Social Media sowie für Presse- und Marketingmaterial.

18.11.2015