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«Liebste Lina!» Eugen Hubers Briefe an die verstorbene Frau

Acht Jahre lang schrieb Eugen Huber, Rechtsgelehrter und Verfasser des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, fast täglich seiner 1910 verstorbenen Frau Lina Huber-Weissert einen Brief. Dieses Brieftagebuch ist eine wichtige und sehr ergiebige zeithistorische Quelle für die rechtswissenschaftliche und historische Forschung. Der erste von acht geplanten Briefbänden ist jetzt auf der Plattform Bern Open Publishing (BOP) frei zugänglich.

Eugen Huber (1849-1923) war Professor für Privatrecht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der Universität Bern, Verfasser des schweizerischen Zivilgesetzbuches und Nationalrat. Die Briefe an seine verstorbene Frau Lina Huber-Weissert (1851–1910) waren für ihn die Fortsetzung der täglichen Gespräche zwischen ihnen. Die Schreiben an Lina bilden somit eine Art Tagebuch von Eugen Huber, das nicht nur Privates zeigt. Mit Hubers Beobachtungen und Reflexionen sind seine Briefe auch wichtige Zeitdokumente in einem Jahrzehnt tiefgreifender Umwälzungen für die Schweiz und Europa.

Mit dem ersten von acht geplanten Bänden macht das Rechtshistorische Institut der Universität Bern zusammen mit der Universitätsbibliothek Bern Hubers Briefe aus dem Jahr 1910 auf der Plattform Bern Open Publishing frei zugänglich.

Das Rechtshistorische Institut der Universität Bern hat unter der Leitung von Prof. Sibylle Hofer die nur schwer lesbaren Briefe im Schweizerischen Bundesarchiv gesichtet, transkribiert und zusammen mit der Universitätsbibliothek Bern für die Publikation vorbereitet. Sämtliche Briefe Eugen Hubers an seine verstorbene Frau werden in insgesamt acht Bänden (ein Band pro Brief-Jahrgang) in auf der Plattform Bern Open Publishing (BOP) der Universitätsbibliothek Bern erscheinen und Open Access zugänglich sein.

15.10.2018